Samstag, 24. Februar 2018

"Die huere schiss SBB immer!"

Meine lieben Leser, heute durfte ich mal wieder eine Erfahrung machen, über die ich Euch unbedingt berichten muss. Ereignet hat sich alles genauso, wie es hier zu lesen steht, heute Morgen.

Noch in meinem gemütlichen Zuhause stehend, blicke ich auf die Uhr. Uuups. Ein bisschen spät dran bin ich. Die Zeit reicht nicht mehr aus, um noch meine neuen Timberland Schnürstiefel anzuziehen. Das Schnüren dauert immer ewig. Also schlüpfe ich in meine UGGs. Ohnehin die bessere Entscheidung, bei diesen sibirschen Temperaturen. Ich greife nach meinem Schlüssel, schultere die Tasche und eile aus dem Haus, direkt zur Bushaltestelle. Es ist bereits 07:37 Uhr. Um diese Zeit sollte der Bus die Haltestelle verlassen. Obschon Samstag ist, kommt der Bus zu spät. Mein Glück. Um 07:40 Uhr fährt er, mit mir im Innern, gen Bahnhof. Einige Menschen hechten noch in den Avec. Laut SBB-Fahrplan bleiben ihnen dafür ganze drei Minuten. Mir wäre das zu stressig, jedoch scheinen manche Menschen nicht auf ihr Comella und ihr Gipfeli verzichten zu wollen/können.
Ich für meinen Teil gehe direkt zum Perron. Die Anzeigetafel zeigt uns, weiss auf blau, dass die S-Bahn pünktlich abfahren wird. Nämlich um 07:46 Uhr. Als sie um 07:48 Uhr noch nicht zu sehen, ist das für die geübten Pendler noch kein Grund, um in Panik auszubrechen. Wir sind uns das ja gewohnt. Besonders unter der Woche und wenn es kalt ist, oder wenn Schnee fällt. Oder wenn es stark regnet. Oder wenn es richtig heiss ist. Oder wenn es neblig ist. Oder wenn es windet. Oder wenn das Wetter überhaupt keinen Grund spielt. Jedenfalls erklingt dann eine Durchsage, die ich sogar höre, da ich meinen BOSE QuietComfort35 zwar trage, aber dieser noch ausgeschaltet ist. Die bekannte, halbmenschliche und halbmechanische pseudo feminie Stimme teilt uns mit:

"Die SX nach Olten wird
ca. 10 Minuten später abfahren. 
Grund dafür ist das Abwarten
auf einen anderen Zug."

Hiess es nicht mal, dass keine Züge mehr abgewartet würden? Dies war wohl nur ein leeres Versprechen. Jedenfalls reichen meine Mathematikkenntnisse gerade noch aus, um kurz die Uhrzeiten gedanklich zu überschlagen. Wenn die S-Bahn um 07:56 Uhr abfährt, bei einer Fahrzeit von 4-5 Minuten und der Anschluss gen Zürich HB um 08:00 Uhr abfährt, habe ich keine Chance diesen zu erwischen. Also öffne ich meine STARBUCKS-App und prüfe, ob ich auf meiner Goldcard noch genug Geld für einen Grande Latte habe. 
Eine Frau stampft ganz hecktisch von einem Bein aufs andere. Ein junger Typ, ebenfalls BOSE tragend, zündet sich noch eine Zigarette an. 
Dann, um 07:54 Uhr verlässt die S-Bahn den Bahnhof, mit uns halb durchgefrorenen Pendlern an Bord. Sie beschleunigt. Das bedeutet, ich könnte den Anschluss nach Zürich noch schaffen. Ich stehe bei der Tür, wie immer. Mir gegenüber steht eine Frau, die ganz zwangsneurotisch alle 50 Sekunden auf ihre Armbanduhr starrt, den Kopf schüttelt, aus dem Fenster schaut und dann das ganze Spiel von vorne beginnt. Ich bin amüsiert. Aus einem Abteil hört man genervte Menschen. Aus einem anderen Abteil höre ich "Easy, de nänd mer haud de Nögscht!"
Kurz vor Olten wird die S-Bahn immer langsamer und hält schliesslich an. Sie steht drei Minuten. "Ned e mol en Info gänds dore, die Schofsäckle!", hört man ein altes Müeti wettern. JAWOLL! Nicht einmal eine Info bekommt man! Na und? Wir wissen ja ohnehin, dass der Zug Verspätung hat. Dann spielen diese 3 Minuten auch keine Rolle mehr. 
Die Menschen drängen sich, wie Vieh, zu den Türen. Als ob sie so schneller am Bahnhof wären. 
Um 07:59 Uhr öffnen bleibt der Zug in Olten stehen. Die Türen öffnen sich und die ganze gestresste Pendlerschaar ergiesst sich übers Perron. Wenn es um Leben und Tod geht, ist sich jeder selbst der Nächste. So auch an den Bahnhöfen. Viele Menschen mit Koffern hetzen gen Unterführung. Ein auf dem Perron stehender Mann wird von einer hektischen und bekofferten Trulla gerammt. "Chasch ned luege?!", ruft er ihr hinterher. Sie erwidert, während sie an mir vorbei rennt "Ja du au, du dumme Siäch!". Koffer werden gegen Säulen, Mülleimer und Beine geschlagen. Hinternisse müssen bezwungen werden! Menschen werden geschubst, gerammt, zur Seite gedrängt. Dass es zu keinem Blutbad gekommen ist, grenzt hier an ein Wunder.
Wie kann man sich zivilisiert nennen, wenn man sich wegen einer simplen Verspätung aufführt wie Wilde?! Selbst eine wilde Affenbande hat mehr Anstand, als dieses Geschmeiss an den Bahnhöfen!

Vor den Treppen bilden sich Trauben aus Menschen. Jeder will so schnell wie möglich nach unten. Und schon kräht eine ältere Frau mit Brille und dem typischen Haarschnitt:

"Ufd Site!!! Mir müend an Flughafe!!!"
"Üse Flug goht am Zähni!"

Erstens wird sie bestimmt die Einzige, unter all den bekofferten Menschen sein, die zum Flughafen muss.
Zweitens hat sie selbst Schuld. Welcher Mensch, der bei klarem Verstand ist, plant so wenig Zeit ein? Olten-ZRH mit dem Zug dauert locker eine Stunde. Dann muss man noch durch den Flughafen, zum Check-in, sein Gepäck aufgeben und dann ist man bereits einer der Letzten beim Boarding - wenn man überhaupt pünktlich ankommt. Das sind dann genau die Menschen, die so geheckt durch den Flughafen rennen und sich überall vordrängeln. Sie dürfen ja, schliesslich müssen sie ihren Flug erwischen! Alle anderen Menschen, die vor dem Security Check warten, müssen ja sicher nicht auf einen Flug. Die machen das einfach hobbymässig. 

Ein Gesicht in der Menge schaut extrem finster umher. Der Mund öffnet sich:

"Die huere schiss SBB immer!"

Die bekofferten Menschen rennen zu Gleis 3. Es ist jedoch aussichtslos, denn der Zug gen HB steht schon gar nicht mehr dort. Wenn die Leute in ihrer Panik mal rübergeschaut hätten, hätten sie den Zug abfahren sehen können. Keine Minute hat er gewartet.
Was soll's? Um 08:20 Uhr fährt ja dann der ICN auf Gleis 7 nach Zürich. Ich werde den nehmen. Also schlendere ich amüsiert zu Gleis 7/4. Durch die Fenster eines auf Gleis 4 wartenden Zuges sehe ich das Szenario auf Gleis 3. Menschen mit verwirrten, irritierten, erznüten und sogar verzweifelten Gesichtern tummeln sich, wie die Figuren in Sims. Ohne ein Ziel. Sie sind einfach da. Ausgesetzt in einer wahnsinnig gewordenen Welt. Ohne Hoffnung. Ohne Glück. Ich muss unweigerlich lächeln, denn ich sehe Frau Ufd-Site-Mir-müend-an-Flughafe. Na dann, kann sie ja auch den ICN nehmen. Vielleicht sehe ich sie dann ja nochmal? XD
Gerne wüde ich mir dieses unterhaltsame Schauspiel noch ein bisschen länger ansehen, aber ich lebe in panischer Angst davor, dass meine Augenlider erfrieren und abfallen könnten, wie damals 1812 bei einigen Soldaten Napoleons während der Rückkehr aus dem Russlandfeldzug geschehen, und begebe mich ins Innere des Starbucks, wo meine Goldcard tatsächlich noch genug Geld für einen Grande Sojalatte gespeichert hat. Geld und Kaffee wechseln die Besitzer. Was für ein wunderbares Tauschgeschäft! 

Ich begebe mich aufs Perron und warte auf den ICN. Weiter hinten in der Menge sehe ich Frau Ufd-Site-Mir-müend-an-Flughafe wieder. Ich hoffe, sie erwischt ihren Flieger in die Wärme (möglicherweise) noch. 

Samstag, 27. Januar 2018

Polo Hofer von Minamar

Irgendwann im Jahr 2015...

Ich erinnere mich an dieses obskure Szenario, als wäre es eben erst passiert.
Ich hatte Dienst mit der holden Miralind. Wir standen in der Belletristikabteilung, unserem kleinen Reich, welches sich im EG befindet und somit Anlaufstelle für sämtliche verirrten Kunden und Touristen ist. Oftmals waren wir mehr Kundenleittafel und Infopoint denn Buchhändlerinnen in der Belle.
Wie dem auch sei, die Sonne schien durch die grossen Fenster und verkündete einen angenehmen Tag. Da öffneten sich die Türen und eine hektische Kundin kam hereingestürmt. Wie so oft in Zürich, verschwendete sie keine Zeit mit der gesellschaftlichen Konvention des Grüssens. Wieso denn auch? Sklaven der Dienstleistungsbranche grüsst man nicht. Wir sind es nicht wert, dass man die kostbare Zeit an uns verschwendet.
Sie schoss auf mich zu, bereits von der Tür her krähend "***o ****er****mar!". Ich konnte sie nicht verstehen, also wiederholte sie das, was für sie wohl eine Frage darstellen sollte nochmals, als uns nur noch knapp ein Meter voneinander trennte: "Polo Hofer von Minamar!"
Wollte sie mir damit mitteilen, dass Polo Hofer nun ein von in seinem Namen trägt und diesen durch Minamar ergänzt hat? Oder war Minamar ein hipper Ausdruck für Gottweisswas?
Irritiert sagte ich "Entschuldigung?"
"Minamar! Ein Land in der Karibik!", belehrte sie mich bereits sichtlich genervt von meiner dümmlichen Unwissenheit. Noch irritierter als ohnehin schon, brachte ich gerade noch heraus: "Reiseabteilung. Zweiter Stock." Ohne sich zu bedanken, kramte sie Steigeisen und Eispickel hervor und machte sich an den beschwerlichen Aufstieg an der Nordwand empor in den zweiten Stock. Zumindest klang es bei vielen Kunden so, als müssten sie die Nordwand besteigen, um in den zweiten Stock gelangen zu können.

Wir rätselten... welcher Fleck auf diesem Planeten Minamar heisst. Dazu konsultierten wir GoogleMaps. Die Antwort war "Keine Ergebnisse gefunden". In Florida gibt es ein Miramir. Aber Florida liegt nicht in der Karibik.

Schliesslich riefen wir in der Reiseabteilung an und fragten unsere Kollegin in den schwindelnden Höhen, nach dem kuriosen Wunsch.

Gesucht war ein Polyglott-Reiseführer. Sie hat also doch nicht nach Polo Hofer gesucht. Der gesuchte Fleck auf Erden war MYANMAR. Meine Geografiekenntnisse sind ja schlecht, aber gar ich weiss, dass Myanmar in Asien, irgendwo bei Laos und Thailand liegt...

Na dann, liebe Züribergbitch: Wir wünschen Dir einen guten Flug mit Deinem Polo Hofer, nach Myanmar oder Minamar in der Karibik... 😂

Donnerstag, 25. Januar 2018

Der Fluch der Bundeslade - und wie man sich ihm entledigt

Draussen scheint die Sonne. Eine warme Wintersonne. Es ist gerade mild genug, um bereits seit 1,5h bei geöffneter Balkontür, im lila Schimmer meiner Vorhänge, an meinem MacBook Air zu sitzen. Neben dem Notebook steht ein rotes Anker auf dem weissen Tisch. Häshtäg Schwiizerbier. 
Ehe ich mit dem Schreiben dieses Eintrages beginnen konnte, bedurfte es einer Konsultation bei Freund Google. Bilder, aber auch animierte Bilder genannt GIFS mussten gesucht und gefunden werden, einfach um diese Eintragung noch dramatischer zu gestalten und mit Einfältigkeit zu untermalen. Der nächste Unterricht beginnt um 18:30 Uhr. Dies, weil meine Nachmittagsschülerin heute verhindert ist. So bleibt mir Zeit, um ein bisschen zu schreiben.
Ach übrigens, ich habe CHILDREN OF BODOM wieder entdeckt! Deren wunderbarer Melodic Metal dröhnt derweil aus den Lautsprechern meines iPod-Players? Nennt sich dieses Gerät so? Gestern habe ich mit meinem good old Droog darüber philosophiert, wie diese Vorrichtung aus Holz denn eigentlich heisst, in der Schienen eingelassen sind, in die man die Vorhänge einhängen kann. Droog meinte, eventuell Vorhangrahmen. Ich war für Vorhangschienenbrett. Wir wissen es bis heute nicht. Himmel... wie soll das nur herauskommen, wenn ich ab nächstem Monat mein Studium wieder aufnehme? Ich kann mich ja nicht einmal auf meinen eigenen geistigen Erguss fokussieren ohne abzuschweifen. Wie soll ich da, dann 4 Lektionen lang zuhören können? Die Zeit wirds offenbaren... 
Kommen wir nun zum Wesentlichen, noch immer COB hörend. Alexi Laiho ist einfach ein verdammt starker Gitarrist!
Hier möchte ich anmerken, dass ich heute bei meinen Eltern zum Mittagessen eingeladen war. Meine Mutter meinte, sie stelle ein Fluchglas auf. Offenabr habe ich das wunderhübsche "verdammt" zu oft gebraucht.

War nicht jeder von uns schon einmal auf der Suche nach der Bundeslade? Ich denke doch. Die Bundeslade, hier mit Bezug auf Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes, kann man als stellvertretende Metapher für so Vieles aus dem Leben nehmen. Man kann immer dann von der metaphorischen Bundeslade sprechen, wenn man etwas unbedingt gewollt, es schliesslich bekommen hat und danach aber so gar nicht glücklich damit war.

Nachdem ich mich meinem Job, dem Kohleschaufeln in der Hölle, entledigt hatte - oder vielmehr hatte dieser Job sich mir entledigt, war ich auf der Suche nach einem neuen. Es war nicht der Job, der  mir nen Arschtritt als Dankeschön gegeben hatte, vielmehr war es Eidechse. Die Eidechse könnte treffender nicht sein. Ich habe mir diesen Namen aus dem Stephen King Roman "Thinner" geliehen. Cary Rossington, meine Damen und Herren! Aber, lieber Carry Rossington, mit Dir rechne ich später noch ab...😏

Jedenfalls war ich auf der Suche nach der Bundeslade. Dieser goldene Schädel, der mir von Belloq abgenommen worden war, war mir nicht genug. Ich hatte ihn ja nicht mehr. Dafür bekam ich das Amulett und den Stab des Rah. Ich verlangte nach mehr. Dabei hatte ich mit dem Amulett des Rah bereits alles, was ich mir je wünschen konnte. Nur hatte ich das nicht gesehen. Man strebt, ganz Indy-like, nach Reichtum und Ruhm und vergisst alles Irdische dabei. Jedenfalls machte ich mich auf, die Bundeslade zu finden. Aus dem Becher eines Zimmermanns hatte ich ja bereits getrunken (nicht in der Filmreihenfolge, aber wir sind hier beim kreativen Schreiben und nehmen uns diese Freiheit einfach!), der letzte Tempelritter hatte mir sein Schwert überlassen wollen und ich hatte eine Verfolgungsjagd in den Katakomben eines Museums überlebt - trotz einer hysterisch kreischenden Nazischlampe. Also machte ich mich auf, die Bundeslade zu suchen und fand sie dann auch nach kurzer Zeit. Von einer Bekannten hatte ich einen Tipp erhalten, wo sie sich befinden könnte. Und siehe da, sie war da! Diese gottverdammte Bundeslade sollte MEIN sein... 

So in etwa hatte ich ausgesehen, als ich mich ihr genähert hatte. Man könnte auch sagen, als ich die Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten hatte: 

Ich hatte die Bundeslade gefunden. Sie stand vor mir. Zum Greifen nah! Sie war mein! Ehrfürchtig nahm ich sie entgegen... behutsam öffnete ich sie... doch... nachdem der schwere goldene Deckel abgehoben worden war, befand sich in der Kiste nichts, denn Sand. 




Kaum hatte ich den Sand der Bundeslade durch meine Finger rieseln lassen, waren seltsame Lichter zu sehen. Sie kamen direkt aus der Bundeslade. Wer Indy gesehen hat (ich bereits damals als Kind - Merci, Erich! Dein Filmgeschmack ist einfach erlesen), weiss um die Gefahr. Ich schloss meine Augen. Ich verschloss meine Augen vor der Realität. Ich war kurz davor zu explodieren. Mein Gesicht sollte zu schmelzen beginnen, doch ich rannte davon, als wäre der Teufel persönlich hinter mir her! Noch ehe mich das hier unten gezeigte Schicksal ereilen konnte, ergriff ich die Initiative:


Ich dachte an Forrest Gump. An Jenny, die immer wieder rief: "Lauf, Forrest, lauf!"

Also rannte ich. "Von dem Tag an, bin ich nirgendwo hin mehr gegangen. Ich bin nur noch gelaufen!"
Schliesslich wurde ich von einer Kugel aus Stein? oder gottweisswas gejagt. Ich wurde gejagt! Gejagt als wäre ich ein verdammter Hai! Na? 😏 Ihr, oh meine Leser, wisst worauf das hinausläuft, wenn Eure werte Schreiberin das Wort "Hai" gebraucht. Genau. Wir kommen zu einer Randnotiz zu oder über JAWS. Ach, was hat Steven Spielberg uns doch gute Filme beschert! Wäre er nicht, wäre meine Kindheit wohl nicht so farbenfroh gewesen... Jedenfalls, fühlte ich mich plötzlich, wie dieser missverstandene Hai in JAWS. Von drei Typen grundlos gejagt. Im Begriff von einer Steinkugel zermalmt zu werden. Na, wunderbar! Es gab nur noch eines! Ich musste da raus! Ich musste raus aus diesem Erdloch! Also rannte ich! Schwang die Peitsche, zog mich über einen Abgrund und kam noch knapp unter einem sich schliessenden steinernen Tor hindurch, ehe ich für alle Ewigkeit Gefangene in diesem Erdloch sein sollte. 


Schliesslich karrte ich die, in eine stabile (mehr oder weniger, denn welche Holzkiste in der Geschichte aller Holzkisten konnte sich je gegen ein Brecheisen behaupten???) Holzkiste verpackte, Bundeslade durch ein brobdingnagisches Lagerhaus. Hier soll sie ruhen. Inmitten meiner anderen ehemaligen Arbeitgeber. Ruhet in Frieden... 


Als die Bundeslade weggekarrt und ich wieder zuhause war, sah mein Gesicht in etwa so aus: 


Wie man sich dem Fluch der Bundeslade entziehen kann:
Macht es wie Forrest Gump. Lauft! Lauft davon! Sobald sich die Lade geöffnet hat und die Geister entwichen sind, kann man nur noch die Augen schliessen. Sind die Geister abgezogen, einen Berg aus Leichen hinter sich lassen, kann man nur noch rennen! 

Freitag, 12. Januar 2018

Rückblick: Der falsche Job

Wie die Meisten unter Euch wissen, habe ich schon Tage in an der Zahl vielen Branchen zugebracht. Ich blicke auf witzige, finstere und auch lehrreiche Zeiten zurück.

Die Arbeit in einer ganz bestimmten Branche scheint mich noch immer zu verfolgen.
Es handelt sich um eine Branche, in der Mann jeden Tag andere Kunden zu bedienen hat. Zwar (noch?) nicht dergestalt unterwürfig, wie etwa in einigen Restaurants in Japan, wo man Bestellungen auf den Knien entgegennimmt, aber devot genug. Immer fröhlich lächeln, sich alles gefallen lassen und das eigene Ego vor Arbeitsbeginn am Eingang abgeben und erst nach Dienstschluss wieder abholen.
Es gibt Menschen, die sind dafür geschaffen. Es gibt Menschen, die machen das einfach. Es gibt Menschen, die machen das einfach, träumen jedoch von einem besseren Job. Dann gibt es Menschen, die so gar nicht dafür geschaffen sind. Dann gibt es auch noch Menschen, die teilweise dafür geschaffen sind - zu denen zähle ich.
Ich kann stets gut gelaunt sein, auch wenn ich innerlich schreie und am liebsten alles um mich herum in Schutt und Asche legen würde. Und auch wenn der zahlende Kunde noch so herum brüllt, noch immer lächeln und freundlich sein. Und natürlich hat IMMER Verständnis. Meistens hatte ich das sogar... Jedoch nicht immer. Wenn ein Kunde eine Beschwerde hatte, erbauen auf einem soliden Fundament, dann hatte ich Verständnis.

Ihr ahnt schon um welche Branche es geht, nicht wahr?
Korrekt!
Wieso genau komme ich jetzt, am 12.01.2018 dazu, so einen Eintrag zu verfassen?
a) die Geister der Vergangenheit sitzen gemütlich in meinem Wohnzimmer (bei einem Bier)
b) Ich sehne mich zurück
c) Ich unterrichte Menschen aus diesem Berufssektor in Deutsch

Es ist c). Ich unterrichte einen Hotel- und Gastro-Kurs und darf zweimal die Woche in Erinnerungen an meine Zeit in der Gastronomie schwelgen. Ich habe Verständnis für meine Studis, die sich über bestimmte Gäste echauffieren, habe ich das doch alles auch schon mitgemacht.

An Tisch 2 haben sich eben zwei Frauen gesetzt. Die eine trächtig, wie eine Stute die Zwillinge erwartet, die andere mit zwei schreienden Kindern. Na Bravo! Und das in meiner Station... Wieso konnten sich die nicht an Tisch 12 setzen? Dann hätte sich Noemi um sie kümmern dürfen. Die liebt Kinder. Was bleibt mir anderes übrig, als fröhlich lächelnd zum Tisch zu gehen und meine Gäste willkommen zu heissen?
Ich nehme die Bestellung entgegen und verschwinde im Office. Noemi schaut mich an, sichtlich bemüht nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Denn jeder weiss, dass ich nicht kinderkompatibel bin. "Sag nichts." und schon prustet sie los. Als sie sich von ihrem Lachkrampf erholt hat, hilft sie mir bei den Getränken. Sie macht die heisse Schokolade für die Kinder.
Ich bereite die beiden Tee zu. Eisenkraut, welches überall als wohlriechendes Eisenkraut angepriesen wird. Es würde sicherlich keiner Eisenkrauttee bestellen, wenn da stehen würde übelriechendes Eisenkraut. Und einen Früchtetee: Granatapfel und Eukalyptus. Ekelhaft. Ich gehe zum Tisch und setze erst die Kindergetränke ein. Dann die beiden Tee. Die beiden Frauen freuen sich über den achso herrlichen Duft. Ich frage, ob sie noch etwas möchten. Nein. Keine zwei Minuten später winkt die Trächtige. Sie hätte gerne etwas Milch in ihren Eisenkrauttee. Sehr gern. Sonst noch etwas? Nein.
Mich fragend, wie man einen feinen Tee mit einem Molkereiprodukt entweihen kann, gehe ich ins Office und hole eines dieser kleinen Keramikkännchen mit Milch. Sie freut sich über das süsse Kännchen. Kurz darauf werde ich wieder zum Tisch gewunken. Sie hätte gerne noch eine Zitrone. Ich beginne an der Menschheit zu zweifeln. Eisenkrauttee mit Zitrone und Milch. Mein Magen macht sich bemerkbar und teilt mir unmissverständlich mit, dass er schon genug hat, nur beim Gedanken daran. Keine Sorge. Wir sind Freunde. Ich werde Dich nicht malträtieren. Wieder frage ich, ob es sonst noch etwas sein dürfe. Nein. Natürlich nicht. Denn es wäre ja zu viel verlangt, wenn man alles auf einmal bestellen könnte. Es macht ja viel mehr Spass die Servicedüse alle 2min zum Tisch zu rufen. Und auch hier, stehe ich gute 2min später wieder an Tisch 2. Die andere hätte auch gerne eine Zitrone. Aber gern doch. Noch immer habe ich dieses freundliche Lächeln im Gesicht und überlege mir, welche von beiden ich zuerst abschlachten soll. Ich bringe die Zitrone.
5 Minuten später winkt die Trächtige wieder. Heimatland! Das kann doch nicht wahr sein! Ja die Damen? Sie hätten gerne ein Stück Kuchen. Von welchem darf es denn sein. Das ist egal. Aha... Schwarzwälder? Oh nein, der ist zu mastig. Kirsche? Oh nein, darauf ist Dudelsack Nr. 1 allergisch. Demnach ist es doch nicht so egal, denke ich mir. Schliesslich entscheidet man sich für Apfelstrudel. Das mögen auch die beiden Dudelsäcke.







Montag, 1. Januar 2018

Das schlimmste Silvester meines Lebens...

Willkommen zurück lieber Leser,
Schön, dass Du wieder hier bist - um Dich ein weiteres Mal an meinem Leid zu ergötzen. 

Wer kennt das nicht? Eigentlich hat man etwas völlig Anderes geplant, aber Umstände der unumstösslichen Art machen die Planung zunichte und plötzlich befindet man sich in einem Szenario, welches so absurd ist, dass man es für einen Moment in einem Standbild einfriert, betrachtet und voller Entsetzen sagt: 

"Das ist nicht mein Leben!"

Genau so sollte es mir ergehen... Die Erinnerung, die unsereins dann noch Jahrzehnte lang verfolgt, ist ein Fluch... So hat man dieses Szenario eigentlich nicht nur einmal durchlebt, nein man durchlebt sie immer wieder. Selbst die Gerüche sind präsent. Nicht einmal die Gerüche kann mein Gehirn vergessen! 
Irgendwo habe ich gelesen, dass die Hölle, die Wiederholung sei. 
Stephen King hat eine wunderbare Kurzgeschichte zu genau diesem Thema veröffentlicht. Das Leben nach dem Tod enthalten in Basar der bösen Träume.

Wie dem auch sei, ich möchte.... ("möchte"? Modalverb... "möchte" ist das gänzlich falsche Verb) ich WERDE nun gleich mit der eigentlichen Erzählung beginnen, doch ehe ich dies tue, komme ich nicht umhin anzumerken...


VORSATZ 2018 #1
Ich werde wieder mehr schreiben. Oh, wie wortgewandt wir doch heute sind... "mehr schreiben". Was soll das heissen? Ich werde längere Einträge schreiben? Ich werde das Wort "mehr" schreiben?
Ich werde häufiger schreiben, soll das heissen. 
Vorgenommen habe ich mir, den Sonntag der Schreiberei und des Bloggens zu widmen. Heute haben wir zwar Montag, aber dieser Silvester-Eintrag muss raus! 


DER EIGENTLICHE EINTRAG BEGINNT HIER:
Als Einleitung passt der Comic vom ComicGott Adam Ellis perfekt:


Es zeigt wahrheitsgetreu mein Leben im Bezug auf Silvester. 
Im Kindesalter war es super! Man durfte endlich mal bis um Mitternacht aufbleiben. Ich erinnere mich an einen Monopolyabend mit Verwandten... Im Teeniealter war dann Party angesagt! Ich erinnere mich an einen Black Metal Event von Dark Forest, der mir in Erinnerung geblieben ist. In den Zwanzigern folgte das Grauen, über welches ich hier schreiben werde und etwa so haben wir ausgesehen, wie im Comic. In den Dreissigern wurde  mir Silvester völlig egal. Zweimal habe ich es bereits verschlafen... Ju:Hu.

Haha nein, ich werde nicht über den gestrigen Abend berichten. Sondern über ein Silvester im Jahr... in welchem Jahr war das noch gleich? Moment, ich muss meine Moleskine konsultieren. 
Während ich das mache, geniesst dieses Musikvideo von Goldfrapp. Ich höre den Song schon den ganzen Vormittag powerplay. Kennen tue ich ihn exakt seit dem 29.12.2017. Er kam in der Episode Crocodile von Black Mirror vor.  



So, ich bin fündig geworden. Es handelt sich hier um den Neujahrsabend des Jahres 2005. ...2005...
...als ich jung war...
Jedenfalls hatte ich damals diesen Freund, ein Muttersöhnchen sondergleichen! Heute arbeitet er als Mittelstufenlehrer. Das hat zumindest eine Stalkingreise durchs WWW ergeben.
Wie das mit Exen oftmals so ist, kann man sich, nachdem man die Beziehung beendet hat, nicht erklären, wieso man sich je darauf eingelassen hat. So ergeht es auch mir.
Jedenfalls ereignete sich dieses gar grausige Silvester-Highlight während meiner Black-Metal-Ära, welcher der heutige Lehrer ebenso angehört hat.
Eigentlich gab es eine Purplemoon-Party, auf der ein Bekannter anzutreffen gewesen wäre. Die andere Option wäre ein Black-Metal-Konzert gewesen. Zu Letzterem hatte ich mich hinreissen lassen und bereits mit allen Bekannten und Freunden den Abend besprochen. Es war fix. Ich würde Silvester 2005 umgeben von urchigen Black Metal Klängen und unzähligen Litern Bier verbringen. Perfekt!
Der heutige Lehrer, nennen wir ihn der Einfachheit halber Waschi (für Waschlappen), hatte zugestimmt. Doch just am Abend zuvor meinte er dann, es ginge nicht. Ähm?! Wie bitte?!
Er müsse mit "Mutti" und "Vati" feiern. Gedanklich ging ich die Liste der Freunde durch, die den selben Weg zur BM-Party hatten, wie ich und fragte mich, an wessen Fersen ich mich dann wohl heften könnte, als er dann sprach, ich sei auch eingeladen. *schluck*
Silvester  mit seinen, mich nicht mögenden Eltern verbringen? Na wundervoll!
Als dann auch noch seine Mutter darauf bestehen sollte, dass ich mitginge, willigte ich schliesslich ein. Glücklich war ich darüber nicht.
Ich benachrichtige meine Freunde, dass ich doch nicht kommen könne, da ich mit Waschi und dessen Sippe zelebrieren müsse. Dafür erntete ich grosses Mitleid.
Der Silvesterabend war da. Ich betrat das Haus von Waschis Familie. Es herrschte grosse Aufregung. Waschis Vater war sichtlich erleichtert, dass man keines meiner Tattoos sehen konnte.
Wir stiegen ins Auto. In diese Familienschaukel. Ich war bereits genervt.
Ehe wir zum Restaurant fahren konnten, mussten wir noch einen Umweg machen und den "Grossvati" abholen. Wenn es denn nur ein Abholen gewesen wäre. Nein, wir mussten aussteigen und in diese Raucherwohnung gehen. Wieso wir gute 30min darin bleiben mussten, entzieht sich meinem Verständnis bis heute. Jedenfalls konnten wir dann endlich weiterziehen. Ich war noch genervter und hatte Kopfschmerzen, aufgrund des Rauchinhalierens.


NÄCHSTER HALT: RESTAURANT

Wir kehrten in einem Restaurant ein, welches ein Silvestermenü servierte. Sonst nichts. Waschis Vater wusste um die Tatsache, dass ich seit frühster Kindheit keine Tiere esse. Es war ihm egal. Ignorant.
Ich betrachtete das Menü... Ekel und Sorge keimten in mir auf. Also erdreistete ich mich zu fragen, ob sie auch etwas anderes hätten. Die Kellnerin verneinte stirnrunzelnd.
Also ging ich einen Schritt weiter und teilte ihr mit, ich sei Vegetarierin (damals noch keine Veganerin). Sie runzelte wieder die Stirn. Sie schaue, was sich machen lässt. Und dann fragte sie allen Ernstes, ob ich den Fisch denn essen würde. Himmelarschundzwirn! Ich esse keine Tiere, aber Fisch geht in Ordnung! Echt, wie beschränkt ist die Menschheit eigentlich?
Jedenfalls erntete ich für das "Nein" und auch schon nur für das fragen, nach einer vegetarischen Alternative finstere Blicke von Waschis Vater. Er sagte noch nichts.
Das Essen wurde serviert. Mein Salat war ohne Speckwürfel. Welche Freude!
Als Hauptgang bekam ich breite Bandnudeln die nur so in Butter gebadet worden waren. Igitt. Bohnen im Speckmantel. Gemüse. Die Anderen hatten noch ein Stück eines toten Tieres auf ihren Tellern. Ich fragte Waschi, ob er meine Bohnen essen möchte. Da platze seinem alten Herren der Kragen und er keifte mich an, was denn jetzt daran wieder nicht gut sei.
"Sie sind vom Speck kontaminiert."
"Das kann man abmachen!"
"Trotzdem riechen und schmecken sie dann nach Speck."
Daraufhin folgte ein Monolog, wie man sich nur so anstellen könne, und dass jeder normale Mensch das essen würde. Er wollte mich provozieren und hatte es geschafft. Also entgegnete ich, dass ich als anomaler Mensch eben keine Tierkadaver esse. Er könne mich ja in einer Zwangsjacke abführen lassen. Waschi wollte mich beruhigen, sein Vater hätte mir wohl am liebsten eine runtergehauen. Waschis Mutter, beruhigte ihren Göttergatten. Für ihn war der Abend wohl gelaufen. Selbst Schuld.
Nachdem Essen dachte ich, wir würden nach hause gehen, aber nein. Wir sollten weiterziehen, weil "Grossvati" mit seinen Bekannten Silvester feiern wollte - und wir mussten mit...


NÄCHSTER HALT: MIEFIGER SPUNTEN

Wir fuhren über die Lande... Irgendwann waren keine Lichter mehr zu erkennen. Um uns herum die ewige Finsternis. In der Ferne war der Saum eines Waldes auszumachen. Wo zur Hölle waren wir?


Die Gegend liess vermuten, dass wir bald in der Ferne das Hewitt-House aus Texas Chainsaw Massacre erreichen und einen qualvollen Tod sterben würden...
In der Ferne waren dann wirklich Lichter zu sehen. Es war das Restaurant. Wie kann ein Restaurant, derart fernab jeglicher Zivilisation nur existieren?
Wie dem auch sei, hatten wir unser Ziel bald erreicht. Ich kann nicht behaupten, dass dies irgendeine positive Regung in mir ausgelöst hätte. Immerhin war die Luft im Auto verhältnismässig klar und rein.
Wir verliessen das Auto und uns in die nächste Hölle zu begeben. Der Beiz Decke war sehr niedrig. Kein Problem für mich. Menschen die über 180cm messen hätten aber ihre Probleme gehabt. Wir gingen durch einen schmalen niedrigen Korridor, der für Klaustrophobiker die reinste Tortur gewesen wäre. Bereits da hiess uns ein beissender Gestank willkommen. Nikotin. Altes ja nahezu prähistorische Nikotinablagerungen gemischt mit frischem Rauch. Beissend. Die Atemwege verätzend. Die Lunge schwärzend. Als wir die Gaststube betraten, schwebte uns ausserdem der Geruch nach alten ungewaschenen Menschen entgegen. "Grossvati" begrüsste alle seine Kollegen und Bekannten und feierte ausgelassen mit denen. Ich hatte Kopfschmerzen und dem Leben nahezu überdrüssig. Wir sollten bis Mitternacht dort ausharren müssen.
Auf die Frage, was ich trinken möchte, sagte die Zicke in mir völlig entnervt in ihrer besten Divastimme "Danke. Bin bedient!" Waschis Vater regte sich bereits zum dritten Mal über meine Person auf. Es war mir egal. Die Lautstärke und die Gerüche und das Fehlen von Sauerstoff waren unerträglich. Irgendwann meinte auch Waschis Mutter, sie möchte gehen. Auch sie hatte Kopfschmerzen und fand den Geruch unausstehlich.
Waschis Vater hingegen meinte, sie solle sich nicht so aufführen. Schliesslich sie es sein Vater und der möchte nunmal mit seinen Bekannten feiern.

"Wieso verschieben wir nicht noch gleich die Erdachse, 
um das Wetter für ihn angenehmer zu gestalten?"

Es schien, als hätten die Beiden eine Meinungsverschiedenheit. Gut. 
Die Zustände in diesem Spunten hätte man sich nicht einmal schön trinken können. Gefühlte 5 Stunden mussten wir dort bleiben. Wie Gefangene... 
Als dann endlich gezählt rückwärts gezählt und dann jubiliert wurde, jubilierte ich innerlich! Wir hatten es geschafft! Es war endlich Mitternacht! Wir sollten erlöst sein! 
Doch wider meiner Vorstellung, wir würden aufspringen und hinausrennen, als wäre der Teufel persönlich hinter uns her, blieb man einfach sitzen. Panik keimte in mir auf! Doch dann griff Waschis Mutter nach ihrem Schal und legte ihn sich um den Hals. Sie war startklar. Waschis Vater warf ihr einen vielsagenden und finsteren Blick zu. Ich zog meine Jacke an. Der zweite finstere Blick galt mir. Waschis Mutter erhob sich. In dem Moment hätte ich diese Frau umarmen können! Wir waren startklar. Doch "Grossvati" musste sich erst noch von all seinen 100 Bekannten verabschieden. Das machte nichts. Waschis Mutter und ich warteten draussen in der kühlen und klaren, sauerstoffschwangeren Nacht. Meine Lungenflügel jubilierten! Waschis Mutter meinte, sie habe es auch nicht mehr ausgehalten da drinnen. Der Gestank sei ja grausam gewesen. Wenn es nur der Gestank gewesen wäre... Die ganze verdammte Nacht war nicht zum Aushalten gewesen... 

Kurz darauf trennten sich die Wege von Waschi und mir... 

Sonntag, 5. November 2017

Internet-Bekanntschaften

Wer von uns hat nicht schon einmal eine Episode von "The fifth estate" gesehen oder eines dieser TV-Dramen unter dem Label "Lifetime" oder einfach eine jener düsteren Legenden, in denen es um Bekanntschaften aus dem Internet geht?
In unserem hochdigitalisierten Zeitalter, in dem sich bei den Meisten das halbe Leben online abspielt, ist es nicht weiter verwunderlich, dass man diverse Online-Bekanntschaften macht. So auch ich.

Wer nun auf einen Horrorbericht hofft, in dem ein keulenschwingender Halbnackter in den Wäldern auftaucht, wie das etwa in einem Roman von Richard Laymon der Fall wäre, wird enttäuscht. Obschon auch ich einmal die Bekanntschaft eines Psychopathen gemacht habe... Ich habe überlebt. Dieser Satz war nun völlig unnötig, denn hätte ich nicht überlebt, wäre ich wohl kaum in der Lage, diesen Eintrag zu schreiben, nicht?

Online-Bekanntschaften können bestenfalls zu wahren Freundschaften führen - oder aber man findet sich als missbrauchter Leichnam vergraben in einem Hinterhof wieder... (oder in einem Vorgarten)

Wenn man sich einen Account auf Instagram erstellt, lernt man eine Vielzahl Gleichgesinnter kennen. Mit den Einen unterhält man sich über einen gewissen Zeitraum und irgendwann versandet das dann. Mit Anderen hat man nicht so viel Kontakt und irgendwie ergibt es sich dann, dass man sich trifft, wenn man sich zufälligerweise am gleichen Ort aufhält. In etwa so verhielt es sich bei Sung und mir. Sie hat Bilder von mir gelikt und ich Bilder von ihr. Durch sie bin ich auf Airbnb aufmerksam geworden. Sie ist Koreanerin und lebt derweil in Tokyo, wo sie eine Japanisch-Sprachschule besucht. Als ich im vergangenen Jahr in Tokyo war, haben wir uns auf einen Kaffee getroffen. Wir mochten einander gleich und so lud sie mich zu einem Essen ein, welches ich leider absagen musste. Später dann lud sie mich nochmals ein und ich ging hin. Wir haben zusammen diniert und wunderbare Gespräche geführt. Der Humor ist der gleiche.
In zwei Wochen bin ich wieder in Tokyo und ich freue mich schon wahnsinnig darauf, Sung wieder zu sehen. Tagsüber mit ihr Kaffee trinken zu gehen, einen Ausflug nach Shimokitazawa zu unternehmen und abends ein Bierli mit ihr zu trinken.
Unsere anfängliche Internet-Bekanntschaft ist zu einer wunderbaren Freundschaft geworden.

Auch den Metaldude habe ich im Internet kennengelernt. Wir haben so viel Zeit zusammen verbracht, als ich im letzten Jahr in Tokyo war.
Ich hatte bei ihm übernachtet und mein Leben nicht in seinem Apartment ausgehaucht. Auch befinden sich keine abgetrennten Köpfe in seinem Kühlschrank - zumindest gehe ich davon aus. Mitnichten habe ich in seinen Kühlschrank gespäht, ich gehe einfach davon aus. Aber Jeffrey Dahmer hatte ja den abgetrennten Kopf auch nicht im Kühlschrank, sondern in einer hölzernen Box aufbewahrt - wenn man denn der Verfilmung Glauben schenken darf. Wie dem auch sei, er hat geschlafen und ich habe Always geschaut, ein japanisches Drama, von dem es mittlerweile drei Teile gibt.
Dies bringt mich zu dem Punkt, dass Metaller wohl weltweit gleich gestrickt sind.
Man kann abhängen und tierisch viel Spass haben (und Unmengen von Bierli kippen) und freut sich dann, wenn man sich ein Jahr später wieder sieht. (In zwei Wochen heisst es wieder "Metalnight with the Dude" ^_^)

Und Ihr, oh meine Leser, wartet auf das Abgründige und wollt gar nichts über positive Ereignisse wissen... ich weiss ich weiss... Also kommen wir zum Heiratsschwindler...
Heilige Scheisse (bitte entschuldigt die Ausdrucksweise), über diesen Typen gibt es so viel zu berichten, dass sich ein ganzes Buch füllen liesse.
Die Rede ist von Fucktashi Yasuda, wohnhaft in Nagoya.
Diesen Typen hatte ich im Internet kennengelernt. Er hatte mich auf Skype angeschrieben. Niemand weiss, woher dieser Typ meine Skype-ID hatte... jedenfalls haben wir über einen gewissen Zeitraum online miteinander kommuniziert und als ich in Nagoya war, das war 2015, habe ich mich mit ihm getroffen. Etwas merkwürdig war er schon, aber Frau ignoriert ja gerne... nicht wahr?
Er hatte mir aufgetischt, er sei ein berühmter Rockstar gewesen... Die Leier kannten wir bereits von Masanori Yabuki aka PiCa!, Sänger der nicht bekannten Gruppe Ant1nette... übrigens eine andere verstörende Online-Bekanntschaft, über die sich ein ganzer Roman abtippen lassen würde...
Fucktashi jedenfalls erzählte mir, er sei Kouiji, Sänger von japanischen Gruppen, von denen ich noch nie etwas gehört habe (aber ich bin da ja auch nicht sonderlich versiert). Dass er dem wahren Kouiji so gar nicht ähnlich sieht, sei hier nebensächlicher Natur, denn Fucktashi hat für Alles eine Ausrede bereit. XD
Jedenfalls war ich bereits nicht mehr in Nagoya, sondern im Hilton in Daiba, als ich auf Facebook meine Nachrichten angeschaut hatte und von 2 Unbekannten angeschrieben worden war.
Die eine war Dani, meine Pizzafee, die ich dato noch nicht gekannt hatte. Vermeintliche Freundin von Fucktashi. Sie hatte mir geschrieben, dass dieser Typ ihr Freund sei etc.
Die zweite Nachricht, so lange wie der verdammte Rhein, war von Jason. Er wollte mich vor Fucktashi warnen und hat einfach ALLES, was er wusste, in diese Nachricht gepackt. Ich war sprachlos. Er fragte schliesslich ob wir skypen können und so kam es, dass wir die ganze Nacht über bis zum Morgengrauen mit Skypen beschäftigt waren. Jay ist der Mann von Fucktashi's Exfrau und was die beiden zu erzählen hatten, war jenseits aller Vorstellungen. Schliesslich luden wir auch noch Dani zum Skypen ein und es wurde alles noch viel verworrener...
Jedenfalls war ich dann gut eine Woche später in einen internationalen Kriminalfall involviert, in dem gar das FBI ermittelt hat.
Ja auch so kann eine Online-Bekanntschaft enden... XD
Durch den Heiratsschwindler habe ich jedoch drei neue Freunde gewonnen. An dieser Stelle, vielen Dank Fucktashi, wo auch immer du jetzt sein magst (Knast?)....

Wieso ich diesen Eintrag verfasst habe, der so wage ist, dass man selbst genug Raum für eine ganze Armada an Schlussfolgerungen hat? Keine Ahnung. Es musste einfach raus. 

Passagiere der 2. Klasse

Dies ist der erste Eintrag, den ich via App verfasse. Auf das Ergebnis bin ich gespannt 😊

Die Zugreisenden unter Euch werden wissend lächelnd und denken, "oh ja, das ist mir bestens bekannt." Jene unter Euch, die jedoch mit dem Auto unterwegs sind werden sich denken "Dafuq o_O ?!"

Ich möchte Euch von meinen allmorgendlichen Zugfahrten berichten. Nach den Ausführungen werde ich kurz auf das Klassensystem zu sprechen kommen. 

Die S-Bahn, mit der ich glücklicherweise nur eine Station fahren muss, bergerrbergt folgende Kategorien von Menschen:

Die Schlafenden
Sie werden überleben, sollte die S-Bahn auf jener 5-minütigen Strecke durch ein Zeitloch fahren, wie etwa die Boeing 767 in Stephen King's Langoliers.

Die Gestressten
Wer von Olten nach Basel reisen muss, ist offenbar mit einer (zu) knappen Transferzeit geschlagen. Jene Passagiere verlassen ihren Sitzplatz in der S-Bahn bereits noch ehe "Nächster Halt, Olten" aus den Lautsprechern erklingt. Sie versuchen dann, sich einen Weg durch die herumstehenden Menschen zu bahnen. Haben sie es zur Tür geschafft, drücken ganz hektisch auf den grün leuchtenden Knopf, welcher der Türöffnung dient - noch bevor das Perron überhaupt erreicht worden ist. Kaum hat sich die Tür dann einen Spalt weit geöffnet m, quetschen sie sich durch, als wären sie Indiana Jones und rennen, als vergolgte sie ein Abgsenandter der Hölle zu ihrem Ziel. Manchmal werden Unschuldige mitgerissen. Mit Opfern ist nunmal zu rechnen.

Die "Grusige"
Berufsschüler. Sie reden einander mit "Du Grusige" an und verhandeln gar gewichtige Themen wie es meine 3 Lieblinge heite Morgen wieder meisterlich  getan haben. Das Gespräch verlief in etwa so:
"Du Grusige mann"
"Eee andersch Grusige mann!"
Ein paar Minuten später trifft der Dritte im Bunde ein begrüsst Seinesgleichen mit einem fröhlichen: "Eee Der Grusige!"
Dann vertiefen sie sich in ein Gespräch, das sich in etwa so zugetragen hat:
"Eeee du Grusige! Du seisch emmer so es Wort. Was bedütet dä mann?"
"Was föres Wort mann?"
"Jo der zwei haud... emmer sones Wort. Was bedütet das Wort mann?"
"Besch blöd?! Mer rede vöu Wort!"
"Du Loschtige Aute! E Wort!!! 😂"
"Jo weisch eine seit emmer öpis we Du beschi ond de chond ebe da Wort."
Einige Von den zwei "Grusige" werden Worte vorgeschlagen, welche aber von dem "Loschtige" verneint werden. Die S-Bahn hat 4min Verspätung und ich höre mir das nun bereits 10min an. In der S-Bahn dann wird gesuchtes Wort gefunden.
"Däin!"
"Jooo vooou Aute! Däin! Wa heisst da?"
"Esch chorz för dangerous mann."
"Ey jo mann. Du besch vou däin!"
"I schwöre, i chome ned drus!"
"Jo du besch ou blöd."
Das ging dann so weiter und irgendwann wurde ich in die Freiheit entlassen.

Toilettensitzer
Ich steige in die S-Bahn und die Toilette ist besetzt. Kurz vor dem Stopp in Olten wird die Tür geöffnet und der Kickbordtyp steht mit Kickbord im Türrahmen. Jeden Morgen. Immer beim gleichen Streckenabschnitt. Immer der gleiche Typ.

Der Türsteher
Ein Typ mit Rollaktenkoffer versperrt regelmässig die linke Türhälfte, weil er direkt dort steht. Folglich haben die ein- und aussteigenden Passagiere leicht weniger Platz und so verzögert sich das ganze. Solche Menschen sind ein Beispiel für Verspätungen.

Die Sozialen
Deren Kopfhörer oder Stöpsel von derart schlechter Qualität sind, oder sie selbst einfach bereits hörgeschädigt, dass sie den ganzen Waggon mit ihrer Musik unerhalten.

In Olten dann habe ich sogar bei meiner fast immer verspäteten S-Bahn genug Zeit den IC zu erreichen. Zum Glück muss ich nicht nach Basel. Das wäre mir ZU stressig.
Und dann kommen wir zu den Menschen, die mich im IC begleiten:

Berufspendler
Wer täglich um die selbe Uhrzeit die selbe Strecke fährt steigt eigentlich immer im selben Sektor oder gar im selben Waggon ein und hat oft sogar einen fixen Sitzplatz. Da der Berufspendler aber weiss, dass jener Platz auch mal von einer anderen Person als Arschparkplatz genutzt werden kann, hat er dann noch so 2-3 Alternativen. Sind diese auch besetzt wird er nervös und marschiert leicht gestresst durch den Waggon.

Die Burschikose
Windundwassrdicht gekleidet in THE NORTH FACE mit Multifunktionsrucksack der selbigen Marke auf dem Rücken und Wanderschuhen an den Füssen, erkämpft sie sich täglich ihren Sitzplatz. Sie braucht ein Tischchen da sie immer beim Minibarwäglimann einen Kaffee bestellt. Neben dem Becher breitet sie das Kaffeebecherzubehör aus: Holzstäbli, Serviettli, Zuckerpäckchen und noch ein Päkchen. Ihre "Auslegeordnung" hat keine Ordnung. Während sie ihren Kaffe getuned hat, bietet das Tischchen das reinste Schlachtfeld aus Abfall. ABER, nachdem der Kaffeebecher leer ist, wischt sie mit dem Serviettli über das Tischchen und entsorgt alles in ihrem Becher, welcher dann ein Ende in der Mülltonne findet. 

Die Frühstückerin
Täglich sorgt sie für unangenehme Gerüche. Ausgerüstet mit einem isolierten und gepolsterten Foodbag, einer Handtasche und einer Gabel sitzt sie immer in meiner Nähe. Oder zuminest in Riechnähe. Mit grimmigem Gesicht sitzt sie da und kaum setzt sich der IC in Bewegung kramt sie nach ihrer Tupperware 

BOSE QuietComfort 35
Oben Genanntes hat sich früher ereignet. Vor längst vergangener Zeit, als ich noch täglich gen Winterthur reisen musste, um einer Arbeit nachzugehen, die ich halbwegs interessant fand (und dennoch habe ich alles gegeben), bei einer Unternehmung, bei der ich nie wieder arbeiten würde - auch dann nicht, wenn mich jemand mit vorgehaltener Waffe dazu auffordern würde. Ja, oh meine Leser, ich würde Gevatter Tod die Hand reichen und mit ihm und seiner auf Hochglanz polierten Sense ins Jenseits schreiten.
Es war im Sommer 2017 (auch bekannt als "mein Jahr!"), als meine gute Freundin Betty bei mir zu Besuch war. Wir verbrachten einen warmen und angenehmen Sommerabend mit einer Bierten und interessanten Gesprächen auf meinen Balkon, als Betty mir von etwas berichtete, das ihr Leben verändert hatte. Sie holte ihre BOSE Quiet Comfort 35 hervor und setzte sie mir auf. Ohne die Noise-Cancelling-Funktion eingeschaltet zu haben, waren die Geräusche der Hauptstrasse, welche an meinem Haus vorbeiführt, gedämmt. Ich war verliebt. Und dennoch! dauerte es weitere 3 Monate, ehe ich mir diese absolute Glückseligkeit kaufen sollte...
Als ein Mensch, der täglich in einem Zug der SBB zur Arbeit pilgert, und sich kein 1. Klasse-GA leisten kann (ja Buchhändler verdienen verdammt schlecht in diesem Land), dachte ich mir, ich leiste mir diesen "Luxus". Ich leiste mir diese Lebensqualität. So tätigte ich eine Bestellung bei Microspot. Aus Gründen meiner Knauserigkeit, wählte ich Vorauskasse als Zahlungsmethode. Denn Microspot verrechnet, obschon nicht mehr legal in diesem Land, Kreditkartengebühren. Nie erhielt ich eine Vorausrechnung. Auch auf meine Anfragen per Kontaktformular erhielt ich nie eine Antwort. Mich überkam das Gefühl, dass Microspot möglicherweise mit Orell Füssli fusioniert hatte, wo es ja auch normal ist, dass man keine Antwort auf eine Mail erhält  - oder erst Tage oder gar Wochen später.
Wie dem auch sei, ich ging wieder online, nur um festzustellen, dass die BOSE QuietComfort 35 in Schwarz ausverkauft waren. SCHEISSE! Doch am HB sollte es sie noch vorrätig haben, also hetzte ich zum HB und traf auf eine wunderbare Angestellte. Als ginge es um Leben und Tod fragte ich, ob sie die BOSE QuietComfort 35 noch vorrätig hätten. Sie bejahte und fragte, in welcher Farbe ich sie haben möchte. Schwarz. Sie öffnete eine Schublade und holte eine weisse Packung hervor, auf denen die Kopfhörer abgebildet waren. Sie zeigte mir die Packung und ich sagte, voller Euphorie, dass sie mein Leben rette. Sie lächelte und meinte, "ich weiss... ich hab sie auch." Wir lachten. Ich bezahlte und ging mit meiner Lebensqualität für CHF 299.- von dannen.
Es muss gesagt sein: Betty, für diese Empfehlung werde ich Dich selbst über den Tod hinaus noch lieben.
Ich empfehle diese Kopfhörer jedem Pendler. Sie schalten die Umwelt stumm. Ich muss mir nicht länger das Gedöns aus diesem billig Kopfhörern meiner Mitreisenden anhören.
Hier kam einstweilen die Frage eines Bekannten auf, weshalb Apple so billige Kopfhörer mitliefere. Oh, meine Leser, Ihr wisst, ich bin Apple-Anhänger durch und durch und würde, so blauäugig es auch klingen mag, nichts von dieser Firma in Frage stellen, dennoch! frage ich mich auch, wieso ich von diesen Apple-Ohrstöpsel-Höhrern jeden verdammten Ton mithören muss? Wieso gibt Apple zu seinen iPods und iPhones nicht bessere Stöpsel heraus?
Dennoch! würde ich nie von Apple zu Microsoft wechseln. Zu sehr liebe ich meinen iMac und mein Macbook.
Gegenwärtig ziehe ich in Betracht, mich in einem Apple-Store zu bewerben. Wieso? Ich liebe die Firma, die hinter diesem angefressenen Apfel steckt einfach. Ich liebe deren Produkte.
Ausserdem werde ich mir für meine Lehrtätigkeit ein iPad zulegen (müssen). Im Jahr 2017 sollte man  möglichst auf Papier verzichten... Dies gelänge mir mit einem iPad. Bisher konnte ich mir nur noch nicht für das Richtige entscheiden...

"Öööö FESTA!"
Ich stehe am örtlichen Bahnhof und lese in Patrick Senécal's 7 Tage der Rache, erschienen im FESTA-Verlag, als ich eine männliche Stimme sagen höre "öööö FESTA!". Ich blicke auf und sehe einen Typen, ca. in meinem Alter, mit BOSE QuietComfort 35 als Krone, der völlig begeistert von meiner Lektüre scheint. Unglaublich aber wahr: wir unterhalten uns über Bücher des FESTA-Verlags bis der Zug ankommt. Wir unterhalten uns während der Zugfahrt weiter. XD
Allerdings schien er ein Edward-Lee-Jünger zu sein. Aber ich denke, dass diese Art der Literatur nichts für mich ist. Wenn es denn nur noch sadistisch und abartig ist, dann lasse ich die Rollos runter und vernagle die Fenster. Nichts für mich. Ihr, oh meine Leser, wisst ja, wie ich die Bücher von "Wrath" James White bewertet habe...
Irgendwo ein bisschen Handlung begrüsse ich eben doch... Aber dazu mehr auf meinem Rezensionen-Blog.