Dienstag, 13. April 2004

McDonald's im ICN

Es geschah im Jahr 2004...

Wo soll das alles noch hinführen?!
Sitzt man im ICN von Winterthur nach Olten. Mit dabei, im überfüllten Zug, eine indische Familie. Das ohnehin schon fette Kind schreit und brüllt und heult. Mama holt schnell diese uns allen bekannte braune Tüte hervor, jene mit dem gelben M auf rotem Hintergrund und holt eine Cola und eine Schachtel hervor. Noch immer schreit das fette Kind, welchem eine Schüssel voller Salat besser bekommen würde, wie dieses fetttriefende ungesunde Zeug, welches die gute und ebenfalls fette Mama in den Knaben hinzustopfen beginnt. Obwohl sich nun dieser unangenehme Geruch im ganzen Wagon ausbreitet, ja sich regelrecht in die Sitzbezüge frisst, hat das ganze einen Vorteil: Der fette Knabe schreit nicht mehr. Nein. Manch einer würde sich da glücklich schätzen. Aber nicht jemand, dem Schmatzgeräusche und Ge-ka-utes dermaßen gegen den Strich gehen! Denn der fette Bengel kaut mit offenem Mund, zermantscht diesen ohnehin schon eklig anzuschauenden Burger und schafft es doch irgendwie, nur Gott allein weiss wie, wieder zu schreien! Den Hals könnte ich dir umdrehen! Würde ich vielleicht auch machen, wenn ich nicht in der Angst leben würde, dass du mir dann dein Zerkautes anspucken würdest... Jedenfalls greift die werte Frau Mama, bereit alles zu geben um ihrem Kinde stets zu Hilfe zu kommen, vehement zum Colabecher. Wohlgemerkt: Large! Der fette Junge, im Alter von vielleicht neun Jahren, schafft es doch tatsächlich die Cola zu trinken OHNE dass     sein zermantschter Burger aus dem Mund quillt. Dafür gibts doch immerhin ein BRAVO!!! 

Anmerkung: Nein, der eben erwähnte Geruch ist nicht verflogen, im Gegenteil! Die Fressorgie hat eben erst begonnen: Das fette Kind hat doch tatsächlich diesen BigMac klein gekriegt und macht sich nun, vielleicht aus Angst zu verhungern?, über die große Packung Chicken-Nuggets her. 
Ich verbinde den Geruch so langsam mit dem Nebel in "The Fog- Nebel des Grauens". So furchtbar ist er! Er breitet sich aus. Frisst sich in meine Kleidung, unfähig es zu verhindern sitze ich da und sehe meinem Ende entgegen. Der Geruch hat einen Weg in meine Nase gefunden. Nun ist es aus!
"Nächster Halt, Lenzburg!"
Neeeeeiiiiiiiiin! Sie bleiben sitzen. Entweder weil das noch nicht ihre Station ist oder weil sie ihre Hintern, diese geradezu wuchtigen Hintern, nicht mehr hochkriegen. Wie auch immer, so oder so, mein Elend ist bestehend.
Mit dem Öffnen der Türen hat sich zumindest der üble Geruch etwas verzogen. Heil dir, oh du Sauerstoff! Unverbraucht und klar! Reinheit der Natur! Dir sei Dank!
Mit dem Gedanken, dass es nun nicht mehr schlimmer werden kann schaue ich aus dem Fenster. Eine Stimme: "Ist hier noch frei?" Ein Rentner, der sich ins Abteil neben dem meinigen pflanzt. So viel zum Thema, es kann nicht mehr schlimmer werden! Der MC-Geruch ist nur noch sekundär. Denn geradezu überwältigend ist der Geruch, welcher von diesem "Knochensarg" freigesetzt wird! Ich könnte kotzen. Einfach so auf den Boden kotzen! Wieso duschen die sich nicht mehr? Als ob das nicht schon genug wäre, fängt er an zu röcheln und zu schmatzen, wie die Senioren das so gut können und mich zur Weißglut treiben!
Der ältere Herr verlässt uns in Aarau jedoch. Dem Himmel sei Dank! 
Nun hoffe ich die Strecke bis Olten ohne meine Nase beleidigende Gerüche fortsetzen zu können. Kuhl! Hat geklappt, denn: "Nächster Halt Olten!"
Ich bin frei!!!

Mittwoch, 7. April 2004

Daath Uranos - Der Tod Gottes

- Vorwort - 
Dieser Text war reine Provokation. Ich war damals in meiner Gothic-Phase und ganz klischeehaft angetan von Satan, von der dunklen Seite (der Macht - ja mit hat Imperator Palaptine immer am besten gefallen), von Anton Szandor LaVey (dessen Werke ich noch immer in meiner Bibliothek führe, da seine sarkastischen Worte einfach wunderbar zu lesen sind) und von allem, was irgendwie mit Horror zutun hatte oder andere Menschen schockierte. Ich durfte einen Sargrucksack mein Eigen nennen, welcher für reichlich Gesprächsstoff bei den Einheimischen gesorgt hatte. 
Jedenfalls hatte ich erfahren, dass unser Lehrer, jener für den dieser Aufsatz bestimmt gewesen war, ein Vollchrist sei. Ein Jesusfreak. Ein Zeuge Jehovas. Aus Indiana Jones und der letzte Kreuzzug haben wir gelernt, dass sich Jehova im Lateinischen mit "I" schreibt. Also Zeuge Iehovas. 
Also betrachtete ich es als meine Pflicht, diesen Menschen zu provozieren. Und so lieferte ich eine vor lauter Klischees nur so triefende Erzählung ab, auf die ich auch noch stolz war. 
Nett, dass ich immerhin soviel Grösse besessen hatte, und nicht vom "Nekronomikon" sondern vom "Delomelanicon" geschrieben hatte. 
Meine Informationen hatte ich von einer Website, die Satan huldigte. 




7. April 2004

Tief in einer Welt, wo Gefühle nichtig sind, war er eingesperrt, vor Hass schon völlig blind. Die Rede ist von Haboryin, welcher aus der Unterwelt empor gestiegen kam, die Erde an sich zu reißen...

Nachdem gossen Krieg, der letzen Schlacht, dem Krieg zwischen Himmel und Hölle im Jahre 2666, hatte sich die Erde, so wie wir sie kannten verändert. Die Städte lagen in Schutt und Asche. Die Menschheit war beinahe gänzlich ausgerottet, von den Tieren ganz zu schweigen. Als Schlachtfeld zwischen Himmel und Hölle diente die Erde.  Haboryin und seine Höllenbrut gingen als Sieger hervor. Haboryin, Luzifer, Satanayel oder schlicht und einfach der Teufel, wie er von den Christen bezeichnet wird, war nun Herrscher der Erde. Gott ist tot, so die Gedanken vieler. Doch sie irrten. Denn es gab ihn noch. Haboryin und eine Gruppe rebellischer Menschen wussten um das Geheimnis den endgültigen Tod Gottes herbeizuführen. Das Delomelanicon. In Haut gefallener Engel gebunden und mit Menschenblut geschrieben birgt es die Geheimnisse aller Grimoiren und magischen Systeme. Dieses Wissen in des Teufels Händen oder eines anderen Höllenwesens würde das Aus für Gott und die Menschheit bedeuten. Haboryins Graf der unhimmlischen Engel Halphas hatte die Aufgabe seine Heere in die Erde hinauszuschicken, mit dem Ziel das Delomelanicon zu finden. 

Die noch wenigen Menschen glaubten sich verloren, was sie sicherlich auch gewesen wären, hätte es da nicht Van, Sohn des Valafar, dem Herzog der unhimmlischen Engel, und Velu mate, der Friedhofsmutter, gegeben. Unter den Menschen wurde gemunkelt, dass Van der Auserwählte sein müsse,  der aus der Unterwelt zur Erde gekommen, die Menschheit zu retten. Zweifel und großes Misstrauen  waren berechtigt, denn Van selbst ist ein Wesen der Unterwelt…

Van durchstreifte einen Friedhof, was er immer tat, wenn er seine Mutter sehen wollte. Vor einem großen keltischen Kreuz blieb er stehen und las die in Stein gemeißelten Zeilen: „Gewidmet all denen, die ihr Leben in der Letzen Schlacht ließen“ Es war ein Massengrab. Bei so vielen Menschen war dies die einzige Lösung, denn so viele Gräber wie es Leichen gab, hätte man gar nicht ausheben können. „Mutter?!“ Kaum hatte er ausgesprochen erschien ihm mit einem sanften Windstoss, die Reinkarnation seiner Mutter. „Van mein Sohn, höre mich an: Der Krieg zwischen dem Himmels- und Höllenreich hat viele Opfer gefordert. Die größten Zahlen findest du bei den Menschen, von welchen es nur noch wenige gibt. Einige Rebellen, die in der Letzten Schlacht gekämpft haben um ihren Planeten und einige verängstigte, die zufälligerweise noch am Leben sind. Van, diese Menschen haben alles verloren. Ihre Familien, ihre Freunde, ihre Heimat. Alles. Die Zahl der Rebellen sinkt von Tag zu Tag. Du weißt um die Macht des Delomelanicon und auch wo es sich befindet. Und genau dies ist wichtig! Haboryin weiß nicht um den Ort, wo es sich befindet. Van, es ist an dir die Erde zu retten und Haboryin dahin zurückzuschicken wo er hingehört! Ich weiß, dass es schwierig ist. Zumal Valafar dein Vater ist, und diese Tat Hochverrat bedeuten würde. Du würdest deinen Vater und sämtliche Dämonenwesen kränken und in so eine Rage versetzen, dass es ihnen egal wäre wer du bist und du einen elendigen Tod sterben würdest. Den Anfang würden deine Qualen am Vaitarane machen, dem Fluss auf dem Weg der Verdammten zur Hölle, der Urin, Eiter und Blut anstelle von Wasser führt. Was danach auf dich zukommen würde, will ich mir gar nicht vorstellen. Van, du bist der Einzige, der diese Macht besitzt. Du weißt um die Geheimnisse Narakas, unserer Heimat. Es tut mir weh, dich meinen einzigen Sohn mit dieser Aufgabe in den Kampf gegen Luzifer zu schicken. Van, es liegt nun an dir. Wirst du dich den Gefahren stellen und dem Bösen entsagen?“ Van saß mittlerweile neben dem Keltenkreuz. Ungläubig starrte er seine Mutter an. Er konnte nicht fassen, dass all die Geschichten, die von einem Auserwählten der Hölle erzählen, nun wahr werden würden und ER dieser jenige sein würde. „Mutter…ich …ich…ich kann nicht…ich …“ „Van, auch ich könnte auf Gottes Herrschaft verzichten. Aber was ist die Erde ohne die Menschen? Luzifer sieht das nicht. Wenn alle Menschen tot sind, wo bleibt dann meine Aufgabe? Ich bin Totenwächterin werde dann aber keine Toten mehr haben. Was ist mit Hananel, Pan, Grendel und all den anderen Dämonenwesen? Sie alle würden ihre Aufgaben verlieren und am Ende bliebe uns nur noch einander gegenseitig zu bekämpfen und zu töten. Wir würden uns auslöschen und jegliche Form von Leben mit dazu. Und am Ende gäbe es nichts mehr, außer ein paar Wenigen, die überlebt haben würden. Überlebt nur um sich dem Tod entgegen zu sehnen.“ Van nickte seiner Mutter zu und machte sich auf den Weg zu dem Ort wo vor einigen Jahren noch die Schweiz war. Er ging ein Bündnis mit den Rebellen ein, welche ihm auf der Suche nach dem Delomelanicon eine große Hilfe waren. Einige der Rebellen trauten dem Sohn des Dämonen nicht über den Weg andere schlossen Freundschaft mit ihm und waren gewillt für ihn zu sterben. 

Der Weg ins einstige Bern war ein Leichtes. Denn erst kurz davor wurden sie von Basasael, dem 13. der Gefallenen Engel entdeckt. In Naraka, dem Höllenreich gab es ein riesengroßes Aufsehen, da Van sich mit dem Feind verbündet hatte. Valafar war gewillt seinen Sohn zu quälen und zu töten, wie sie es für gewöhnlich mit den Engeln des Himmelreiches zu machen pflegten. Haboryin hatte nun den Anhaltspunkt, dass das Delomelanicon irgendwo im einstigen Bern sein musste. Sofort schickte er sämtliche Dämonen- und Höllenwesen dorthin, was für Van und die Rebellen höchste Gefahr zu bedeuten hatte. Denn was kann ein Mensch gegen einen Dämon ausrichten? Und mit wie vielen Dämonen würde ein Einzelner fertig werden? 

Vor den Ruinen der Landesbibliothek, in deren Innern sich das Delomelanicon befindet, wurden sie aufgehalten. Haboryin wusste nun wo das Delomelanicon war. Also konnte er den Befehl geben, die Rebellen töten zu lassen. Was er auch tat. 

Aus dem Nichts tauchten plötzlich die 3 Höllenhunde auf, welche sich sofort auf die Menschen stürzten. Van entkam mit einigen Rebellen in die Ruinen der Landesbibliothek. Er stieg immer weiter nach unten, die Menschen mit ihm. Zu unterst angekommen, schauten sie sich kurz um. Schon kam Hefaido Hen, geflügelter Götterkönig der Unterwelt, in höllischem Tempo angebraust. Die Rebellen waren ihm egal. Seine 3 glühend roten Augen waren ausschließlich auf Van gerichtet. Hefaido Hen ging zum Angriff über. Ehe Van abwehren konnte, kam schon Satael, einer der 200 gefallenen Engel, der es ebenfalls auf Van abgesehen hatte. Die Rebellen schossen mit Pfeil und Bogen und Gewehren und verteidigten sich mit Schwertern. Grendel, ein dämonisches Moorungeheuer, welches sich von Menschenfleisch ernährt, nahm sich ihrer an. Flink wie er ist, nagte er sich von einem Menschen zum anderen ohne verletzt zu werden. 

Van lag am Boden. In seinem Bauch klaffte eine große Fleischwunde. Hefaido Hen hatte mit seinen Klauen begonnen, Stücke aus Van zu reißen. Trotz entsetzlicher Schmerzen gelang es Van zum Dolch zu greifen und ihn in Hefaido Hens Auge zu stoßen, worauf dieser schrille und gleichzeitig krächzende Schreie ausstoßend die Flucht ergriff. Satael und Grendel gingen nun auf Van zu. Er wusste, dass dies wohl das Ende sein würde. In jener scheinbar ausweglosen Situation erschien auf einmal Babel, einer der heiligen 12 Engel. Er kam Van zu Hilfe damit dieser weiter in die Gemäuer der Bibliothek vordringen konnte um das Delomelanicon zu finden. Aus seiner Wunde rann Blut. Rotes Blut, was für einen Dämonen untypisch ist.  In einem der unzähligen Korridore stieß er auf eine Menge alter Bücher. Er wusste, dass da das Delomelanicon sein musste. Hinter sich hörte er schlurfende Schritte, wie es nur Grendel sein konnte. Umso mehr Grund für Van sich zu beeilen. Von Regal zu Regal arbeitete er sich vor und fand es schließlich in einem der hintersten Regale. Das Delomelanicon! Als Grendel, welcher inzwischen dicht bei ihm stand, das Delomelanicon sah, wich er voller Demut und einer Spur Angst zurück.

„Ateh! Malkuth! Ve-Geburah! Ve-Gedulah! Leolam! Amen!!!“ schrie Van die Formel, welche das Buch veranlasste, sich zu öffnen. Mit dem Öffnen des Buches war ein Donnergrollen zu hören. Violette und rote Blitze schossen umher. Windstürme wirbelten Bücher durch die Räume. Ein Getose gleich der Apokalypse… 

Sämtliche Dämonenwesen ergriffen in dem Getose die Flucht. Konnte es wirklich sein? Hatte er es wirklich geschafft? Hatte er das Böse besiegt? Denn die grauen Wolken welche seit der Letzten Schlacht den Himmel der Erde behangen hatten verzogen sich und strahlend blauer Himmel kam zum Vorschein. 

Alle Menschen, etwa 500 kamen im einstigen Bern zusammen um den vermeintlichen Helden zu feiern. 

Der Rest der Menschheit wurde im Krieg ausgelöscht. Man lebte auch in dem Glauben, die Dämonenwesen mit samt der Hölle wären vernichtet worden. 

Gott offenbarte Van sein Gesicht und zeigte seine Dankbarkeit, in dem er der Menschheit noch eine Chance gab. Aber sie sollten die Erde diesmal mit mehr Bedacht nutzen. 

Und am ersten Tag schuf Gott klaren Himmel und eine Erde, so wie sie vorher war und er sah, dass es gut war…

Tief im Höllenreich hörte man Haboryin schreien: „Daath – Uranos!!!!!“ Und so geschah es. Und Satan sah, dass es gut war…

© Navi M.