Mittwoch, 4. November 2015

Das Internet ist voll von Psychopathen

Wir schreiben den 5. November 2015. Wir leben in einem Zeitalter, in dem Autos fliegen können und wir anstelle von Skateboards Hoverboards benutzen, um vorwärts zu kommen. Unsere Haustüren lassen sich per Fingerabdruck öffnen und Pizza Hut hat eine Pizza erfunden, die beim Backen um ein Vierfaches grösser wird. Pepsi hat Cola ausgestochen, Hunde gehen ohne Herrchen Gassi und wenn wir zufälligerweise in einen Teich fallen, trocknet unsere Kleidung von selbst. Keiner hat ein Smartphone in der Hand. Keiner hat einen iPod oder geschweige denn die weissen Stöpsel in den Ohren, keiner hat überteuerte Beats by Dr. Dre auf dem Kopf oder nutzt das Internet. Das Internet existiert gar nicht.  Jetzt wissen wir, dass etwas nicht stimmt...

Im richtigen Jahr 2105 hat man sich nicht viel zu sagen. Trifft man sich mit Freunden, sitzt man zwar in der Gruppe da, aber jeder schaut auf diesen kleinen Bildschirm, den er in der Hand hat. Hören will man ohnehin nichts, das signalisieren die Kopfhörer...
Aber, das Internet ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Es bestimmt unser Leben.
Wir können einen ganzen Nachmittag auf der Webseite von Zalando verbringen und Kleidung und Accessoires einkaufen, die uns dann portofrei zur Anprobe zugeschickt werden. Kosmetikprodukte aus Japan bekomme ich bei Amazon, Produkte von Shiseido bei easycosmetic. Bestelle ich wieder Produkte für über CHF 300,- sperrt man meine Kreditkarte, weil man denkt, es handle sich um eine seltsame Transaktion. Wer kauft schon Kosmetika für über CHF 300,- ein? Guter Mann, eine Frau, die das dreissigste Lebensjahr erreicht und der rapiden Hautalterung entgegenwirken will!
Jedenfalls können wir sogar Lebensmittel im Internet einkaufen, die einem noch am selben Tag geliefert werden.
Wollte man sich früher eine Pizza bestellen, war man gezwungen dort anzurufen. Dank Foodarena, bestellt man sich die Pizza mit ein paar Klicks online.
Fahrpläne finden wir online, Veranstaltungen, Flüge, Hotels... Ja gar unsere Bankgeschäfte wickeln wir online ab.
Wir sparen uns auch die Briefmarken, in dem wir Emails verschicken. Wer heiraten will, sucht sich online auf der Webseite einer Vermittlungsagentur jemanden aus. Oder man trifft sich online auf Seiten wie Paarship...
Wenn wir eine Fremdsprache lernen wollen, können wir dies auch online machen. And here we go!

Seit kurzem unterrichte ich Deutsch über eine Webseite. Allerdings bekomme ich da kaum Studenten, weil die Deutschen Preisdumping betreiben. Sorry, ich bin Schweizer und unterrichte auch online zu einem Schweizer Lohn. Welcher geistig gesunde Mensch, unterrichtet 45min für CHF 5,-?
Jedenfalls bin ich noch auf einer anderen Webseite angemeldet, wo es um Sprachaustausch für Japanisch geht. Und dort habe ich den Musiker kennen gelernt.

Immer wieder fragen mich die Leute, "Wo hast du ihn kennen gelernt? Im Internet??? o_O" und fallen dergestalt rapide ins Loch, dass man nicht einmal mehr ein rettendes Seil hinterher werfen kann. Ja. Im Internet! Herzlich willkommen im RICHTIGEN Jahr 2015!
Aber im Internet wimmelt es von Psychopathen!
Korrekt! Das passt ja dann perfekt... Moment ich schnall kurz meine Zwangsjacke zu...
Ich könnte in einem Vorgarten verscharrt werden - ja. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem das passiert mit jemandem, den man beispielsweise in einer Bar kennen gelernt hat, ist allerdings grösser. Ich müsste mich schwer täuschen, dass Ted Bundy damals mit einem Smartphone unterwegs war, und Frauen im Chat kennengelernt, sich mit ihnen getroffen und sie dann verstümmelt hat. Ted Bundy machte das noch ganz altmodisch. Oder Jeffrey Dahmer? Der ging gern in Clubs, nahm jemanden mit nachhause und die Person ward nicht mehr gesehen...
Wenn wir schon dabei sind, die 33 Leichen junger Männer, die man aus John Wayne Gacy's Keller exhumiert hat, verfügten auch noch nicht über einen Internetanschluss. Vielleicht hatte einer einen alten Atari zu hause, wer weiss... Aber keinen Internetzugang, keinen Chatroom, etc...

Ja liebe Leute, die Welt vor dem Internet schon voll von Psychopathen... 

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Parasit

"Gegenwärtig ist zu sagen "es tobt ein Krieg in mir"...
Ich weiss, dass ich mir das von der Seele schreiben muss, jedoch muss ich meine Worte mit Bedacht wählen... schliesslich gab es schon einmal von einem ehemaligen Arbeitgeber eine Abmahnung... Einer solchen möchte ich dieses Mal entgehen.
Die Zeit wird kommen... 
Bald ist Halloween und somit Zeit für eine Horrorgeschichte? Möglicherweise eine Geschichte, über eine intrigante schwangere Frau, die ein Höllenbaby ausstösst? Verachtung gepaart mit dem Besuch eines Parasitenmuseums in Meguro, Tokyo, können erstaunliche Geschichten hervorbringen... 
Warten wir's ab „kiki“-Emoticon Aber, etwas wird bald geschrieben worden sein..."
- Navi M. Gray auf Facebook am 27.10.2015

Es war ein sonniger Tag, an dem SIE ihre neue Stelle als leitende Assistentin in einer nicht zu verachtend grossen Pharamaunternehmung antreten durfte. 
Bereits in ihrer alten Firma, wucherte SIE eines Virus gleich, und zerstörte, was es zu zerstören gab. Wie ein Parasit frass SIE sich durch die Firma und spann Netze aus Intrigen, welche SIE alle schriftlich festhalten musste, um sich nicht zu vertun. Kaum ein Wort, das über ihre spröden Lippen kam, entsprach der Wahrheit. Wenn SIE den Mund aufmachte und zu, nicht mit, ZU jemandem sprach, kam dieser jemand in den zweifelhaften Genuss, ihren schlechten Atem einzuatmen. Ihr Mundgeruch erinnerte an einen verwesenden Leichnam - ob der eines Tiers oder Menschen sei dahingestellt. 
Bald schon erzählten sich die ersten Mitarbeiter Geschichten darüber, dass jedes Mal, wenn SIE einen Raum betrat, ein beissender Geruch nach Schwefel in der Luft hing. Eine Abgesandte aus der Hölle, meinten die einen. Eine wandelnde Grabstädte, meinten andere. 
Langjährige Angestellte wurden entlassen, aufgrund von Fehlern, die sie nicht begonnen hatten. SIE dafür schon. SIE drehte alles so, dass SIE nie die Schuldige war. Selbst wenn SIE von Betroffenen darauf angesprochen wurde, wies SIE jegliche Schuld von sich. Wurde die Situation heikel, spielte SIE ihren Joker aus. SIE begann zu wimmern und zu wehklagen. Ihre Klagelieder waren stets von gleichem Inhalt. So etwas widerfahre ihr nur, weil SIE eine Auswärtige sei. Bereits in ihrer letzten Firma, sei SIE gemobbt worden. Dass ihr das jetzt wieder passieren müsse... 
SIE kletterte die Karriereleiter steil nach oben, auch wenn das bedeutete, mit einem Vorgesetzten zu schlafen, tat SIE das. SIE wollte nach oben. Dazu kam ihr jedes Mittel recht! Natürlich wurde die Anzahl der Leute, die SIE verabscheuten immer grösser. Feinde hatte SIE genug. So manch einer verlor seinen Job wegen ihrer Intrigen. So manch einer schwor auf Rache. Manche schworen gar auf Blutrache. 

Erwiesen ist nichts, aber man erzählt sich, es sei diese zarte unscheinbare Frau gewesen, die dem Treiben ein Ende gesetzt hat. Jene Frau durfte eine hohe Position ihr Eigen nennen. SIE gierte nach jener Position. So kam es, dass die unscheinbare Frau entlassen wurde, aufgrund eines Zwischenfalls in der Forschungsabteilung. Drei Personen kamen auf abscheuliche Art und Weise ums Leben. Jene Personen erforschten einen Erreger, welcher eine noch unbekannte Form Nekrotisierender Fasziitis auslöste, kam man damit in Berührung. Den Kollegen blieb nur eines: Durch dickes Glas zu beobachten, wie den drei Kollegen im Labor die Haut vom Körper gefressen wurde. Deren Haut begann anzuschwellen. Blasen bildeten sich, die innert Kürze platzten. Flüssigkeit trat aus. Die Haut, die Unterhaut und die Muskelfaszien lösten sich auf. 
Dies innert 30 Minuten. 30 Minuten Qualen. 30 Minuten bis zum Tod... als die Nervenbahnen begannen sich aufzulösen, verspürten die drei wohl keine Schmerzen mehr. Sie bekamen nicht mit, wie schliesslich nur noch eine Pfütze aus Blut und ein paar Eingeweiden von ihnen zurück blieb. Und die Knochen natürlich. 
SIE hatte ja keine Ahnung mit wem SIE sich angelegt hatte und so trat die kleine unscheinbare Frau eines Abends, ganz klassisch auf dem schwach beleuchteten Parkplatz an SIE heran. Sie blickte SIE an und murmelte etwas, das für SIE unverständlich war. 
Nach diesem Abend ging dann alles ziemlich schnell... 

SIE verkündete voller Freude, SIE sei schwanger. Auf die Frage "von wem?" hatte sie allerdings keine Antwort. Schliesslich kamen vom 65-jährigen Firmeninhaber bis hin zum rangniedrigsten Chef jeder in Frage. Es war ihr jedoch egal. Denn SIE wusste, wer SIE war und das Kind konnte man ja zu Forschungszwecken verwenden. SIE dachte nicht im Traum daran, diesen kleinen Menschen nach der Geburt zu behalten. Zur Forschung ja. 
Ein weiterer Untersuch bei der Frauenärztin zeigte, dass SIE Drillinge erwarte. SIE freute sich darüber, denn so hatte sie gleich drei Babys, die SIE zur Forschung missbrauchen konnte. 
Etwas später, zeigte eine weitere Untersuchung, dass von den Drillingen nur noch zwei da waren. Wie konnte das möglich sein? Keiner wusste es... SIE dachte nicht weiter darüber nach. Die Frau bei der ersten Untersuchung musste geschlampt haben. Ganz einfach. 
SIE wurde während der gesamten Schwangerschaft von stechenden Schmerzen heimgesucht. Ihr Bauch wuchs in rasantem Tempo und so auch der Fötus in ihr - oder das fötusähnliche Wesen, dass da in ihr keimte und gedieh... 

Aus dem Protokoll des Leichenbeschauers geht folgendes hervor: 
Als man SIE gefunden hatte, war SIE noch am leben. In ihrem Bauch klaffte ein grosses Loch und alles war mit ihrem Blut verschmiert. In ihrem Bauch bewegte sich eine unbekannte Lebensform, welche entnommen und erforscht wurde. Die Tests ergaben, dass es sich bei der Lebensform um ihr Kind handelte, welches von einem Parasiten absorbiert wurde. Offenbar hatte es nie Drillinge gegeben. Fälschlicherweise wurde der Parasit als Fötus angesehen, der den einen Zwilling dann absorbiert hatte und sich danach dem zweiten Kind widmete. Der Parasit hatte, als er nicht mehr ausreichend Platz im Bauch des Wirts hatte, die Bauchdecke durchstossen. Welche Schmerzen SIE hatte erleiden müssen, ist kaum auszudenken. Offiziell ist SIE hinter her gestorben.
Doch, so habe ich vernommen, wurde SIE zu Forschungszwecken in ein Labor ihrer ehemaligen Firma gebracht, wo sie am leben erhalten wird und als Wirt für weitere Parasiten dient. Schliesslich hat ihre Firma eine grosse Abteilung, die sich der Erforschung von Parasiten jeglicher Art widmet. Dort in einem Labor liegt sie festgeschnallt und dient als "Leihmutter" für Parasiten. 
Und wenn sie noch immer nicht gestorben ist, dann dient und leidet sie noch heute.



Das schöne an solchen Geschichten ist, es muss nicht alles 100% stimmig sein - möglich wärs aber. Ausserdem konnte nie erwiesen werden, wie SIE sich mit diesem Parasiten infiziert hat. Manche sagen ja, sie wäre von der unscheinbaren Frau verflucht worden. Andere halten das aber für zu sehr "Drag me to hell". Möglicherweise war SIE beim Präparieren einer ihrer Intrigen zu unvorsichtig? Wer weiss...
In dem Sinne, bedanke ich mich dafür, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, meine kleine Geschichte zu lesen. Ich hoffe, sie gefällt Euch so gut, wie dem Parasiten die Föten gefallen haben -_^
Eure, Navi M. Gray

Sonntag, 18. Oktober 2015

KLM Royal Dutch Airlines | Kundendienst Teil 4: Tag X

Teil 1: 4 Monate bis zur Lösung
Teil 2: Reaktion auf die Mängelrüge
Teil 3: Alles zurück auf Anfang
Teil 4: Tag X
Teil 5: Erneuter Antrag auf Rückerstattung (nach der Reise)


Der Tag X ist gekommen. Heute um 05:50 Uhr bin ich aufgestanden um pünktlich einchecken zu können. Dies natürlich in der Hoffnung, dass, wie von KLM vermittelt, der Sitzplan angezeigt wird und ich meinen Vorzugssitz (ja ganz recht...) wählen kann.
Die Meldung am Vortag machte mir neuen Mut, schliesslich war sie eine andere, als jene zuvor:


Die Uhr zeigte 05:55 Uhr an und der Button "check-in" leuchtete in einem beruhigenden Orange. Ich betätigte ihn. Erst wurde ich noch gefragt, ob ich für CHF 22.00 einen Comfortplatz buchen möchte. Nein Danke. Es ging weiter zur Sitzplatzauswahl für Flug KL1958 von ZRH nach AMS.
Der hinterste Sitzplatz auf der linken Seite ist MEIN: 25F! Juhuuu

Für den zweiten, und wichtigeren Flug, KL0861, stand da diese eine Meldung, die ich gar nicht vernehmen wollte: "Wir bedauern, aber der Sitzplan kann vorübergehend nicht angezeigt werden."
NOOOOOOOIIIIIIIIIIIIIIIIIN ! ! !

Die Büros der Hotline sind ab 09:00 Uhr besetzt und so legte ich mich wieder schlafen, um später dort anzurufen.


Im Bett liegend, Visionen von einem schreienden Balg auf dem Platz hinter mir habend, schaltete sich der Verstand ein und vermeldete, schreib denen über Facebook. DIE IDEE! 

Und das ist dabei herausgekommen: 


Mehr hätte ich mich nicht freuen könne! Ich konnte es kaum glauben! Ich fasse es noch immer nicht, aber 66J ist MEIN! 
Vorzugsplatz. Zweierreihe. Zu hinterst! 
Sollte meine B747-400 in einen Berg knallen und zerschellen, wie damals Flug 123 der JAL, stehen die Chancen gut, dass ich überleben werde -_^


Die Reise kann beginnen! Ich bin glücklich ! 

Danke KLM!!! 

Montag, 12. Oktober 2015

KLM Royal Dutch Airlines | Kundendienst Teil 3: und alles zurück auf Anfang

Teil 1: 4 Monate bis zur Lösung
Teil 2: Reaktion auf die Mängelrüge
Teil 3: Alles zurück auf Anfang
Teil 4: Tag X
Teil 5: Erneuter Antrag auf Rückerstattung (nach der Reise)



So viel zu meiner gegenwärtigen Stimmung im Bezug auf den Kunden"Service" der KLM...






























Der rote Balken des Terrors!

Wie ich mich auf der Webseite der KLM eingelogt hatte, um... ja warum eigentlich? Könnte man in diesem Fall von Vorsehung reden? Von Kontrollzwang? Von weiblicher Intuition? 
Jedenfalls klickte ich auf "Meine Buchungen" und schrak kalkweiss zurück. Da war er und kündigte nichts Gutes an... der rote Balken des Terrors!






Hallo mein alter Freund, Vorzugsplatz! (KLM... you can't be serious... o_O)

Es gibt keine Möglichkeit, das Seatmap der Langstreckenflüge anzuschauen. Und siehe da! Mir fielen beinahe meinen schönen Augäpfel aus den Höhlen. Fast wären sie mit einem schmatzenden Geräusch auf dem Boden aufgeschlagen... Aber sie blieben dann doch an Ort und Stelle... 
Ich habe WIEDER VORZUGSPLÄTZE! Mitten im Gewühl! 
KLM ernsthaft? Nach 4 Monaten, dann die Lösung und jetzt fangen wir wieder von vorne an?



KLM erneut kontaktiert - via Kontaktformular und Facebook

In der Mail war ja ein Link angegeben, falls ich mich melden möchte. Und heute wollte ich das unbedingt und mache Gebrauch von jenem Link und dem kommenden Kontaktformular. Ja, auch ich musste unweigerlich lachen, denn wir wissen ja, wie diese Formulare bei der KLM bearbeitet werden... 
Ich nahm Bezug auf die Mail, bedankte mich für die Entschuldigungsmeilen und sagte zeitgleich, dass diese ein Witz seien, in Anbetracht dessen, dass das ganze Drama nun wieder von vorne anfängt. 
Ob sie das unter Kundenzufriedenheit verstehen würden. 
Jemand solle mir mal erklären, was dieser Zirkus soll! 

Aber da wir wissen, wie bei der KLM mit diesen Kontaktformularen umgegangen wird, habe ich gleich danach noch die unfähigen Mitarbeiter auf Facebook kontaktiert und freue mich auf zwei Wochen des Erklärens und Aufregens... bis ich dann schliesslich in der B747 sitzen werde - natürlich auf einem Vorzugsplatz! 

Auf die Reaktion von den Facebook-Debilen warten wir nun natürlich voller Spannung und wissen, der Text wird nicht auf mein Anliegen eingehen und er wird eine Entschuldigung beinhalten... 


KLM erneut kontaktiert (ja schon wieder... ganz recht)

Reaktion der KLM auf mein Schreiben









































Eine Nummer in der Schweiz existiert wohl nicht. Nun soll ich auch noch nach Deutschland anrufen? 
Meine Reaktion auf dieses Schreiben fiel nicht gerade freundlich aus. 
Leider habe ich davon keine Kopie v_v
Jedenfalls waren meine Worte in etwa die, dass ich nicht einsehe, wieso ich nun nach Deutschland anrufen soll. Schliesslich war es ihnen vorher auch möglich, dass intern zu lösen. Und jetzt geht das plötzlich nicht mehr? Ich habe die Dame darum ersucht, ihren Job auszuführen und das abzuklären. 
Was für eine Art von SERVICE soll das sein? 
Hätte ich, als ich zB in jenem Businesshotel tätig war, auch zu den Gästen sagen sollen "Sie möchten Ihr Lunchmenü ändern? Dann wenden Sie sich doch an die Küche."... 
Unglaublich! 

Ach und so nebenbei erwähnt, war bei der Nummer für die Schweiz natürlich? ja? GENAU! Richtig! Die Wartezeit war wieder jenseits von gut und böse... So langsam glaube ich an einen Scherz... Ich werde in der Boeing 747C sitzen (was mich zumindest ein bisschen erfreut), hinter mir wird ein schreiendes Balg gegen meinen Sitz treten und ein Crewmitglied wird mir mitteilen, dass sie mich über 6 Monate hin verarscht haben und mir etwas schenken - eine Weltreise beispielsweise... 


Und weiter gehts via Facebook (ja auch ich habe hier ein Déja-vu)




Und jetzt heisst es wieder warten... 
(NS, mir sind die peinlichen Schreibfehler bewusst, aber Rage gepaart mit der Tastatur des iPhone 5S sind keine gute Kombination...)


Dem Wahnsinn noch nicht verfallen

Meine getreuen Leser... Meine Nerven liegen blank. Jedes noch so kleine Teilchen an Verständnis ist verpufft. Die Geduld ist längst über alle Berge - oder hat sich von einer Klippe gestürzt, wie in Thelma & Louise. 
Meine Gedanken kreisen um ein Wort. Nur um jenes eine Wort. WARUM?
Wie kann man sich so dumm anstellen? Wie kann man dergestalt inkompetent agieren? Arbeiten im klmschen Kundendienst nur Mitarbeiter, die ihren Job verabscheuen und deren einzige Freude es ist, Kunden in den Wahnsinn zu treiben? 

Ich habe ein Szenario vor Augen. Eines, in dem ich mich auf den Weg nach Deutschland mache, zur Reservierungszentrale der KLM für den deutschsprachigen Raum. Ich sehe mich die Treppen zu dem Grossraumbüro emporsteigen. Verfolgt vom Sicherheitsdienst renne ich durch die Gänge, bis ich im Büro stehe und wie Willem Defoe in Platoon auf die Knie falle. Eventuell werde ich von den Kugeln des Sicherheitsdienstes durchbohrt. Wer weis? 
Jedenfalls werde ich mit verzweifelter Stimme und Tränen, die über meine Wangen strömen von mir geben: "Ich will es doch nur verstehen!"


Update vom 12. Oktober 2015


Na, das lässt ja hoffen... warten wir's ab. 
Am 20. Oktober 2015 werde ich mein Zimmer im Grand Pacific Le Daiba, auf der künstlichen Insel Odaiba in Tokyo beziehen. Sicherlich werde ich dazu kommen, Euch über den Verlauf meiner Flugreise zu informieren... Wir dürfen gespannt sein... ^_^

Ich denke, ich werde mir ein T-Shirt anfertigen, oder besser noch, ich lasse mir ein Tattoo stechen: 
KLM Customer Support: I LOVE you!

Update vom 14. Oktober 2015

Hier zeigt sich, dass ich ein Arschloch-Kunde bin. Ehrlich. Möglicherweise bin ich durch meine Arbeitsstellen in diversen Hotels (mit Rang und Namen) zu einem Arschloch-Kunden geworden. Weil ich gesehen habe, wie man mit Kunden umgeht. Weil mir eingebläut worden ist, was es heisst 100% guest satisfaction zu bieten. 
Was solls. Hier die Reaktion eines KLM-Mitarbeiters und mein Antwortschreiben darauf. Jenes Schreiben ist der Beweis dafür, dass ich ein Arschloch-Kunde bin:



Sonntag, 4. Oktober 2015

KLM Royal Dutch Airlines | Kundendienst Teil 2: Reaktion auf meine Mängelrüge

Teil 1: 4 Monate bis zur Lösung
Teil 2: Reaktion auf die Mängelrüge
Teil 3: Alles zurück auf Anfang
Teil 4: Tag X
Teil 5: Erneuter Antrag auf Rückerstattung (nach der Reise)


Ihr, meine treuen Leser, werdet Euch bestimmt an den vorherigen Eintrag über das Hin und Her mit dem Kundendienst der KLM erinnern.


Reaktion auf meine Mängelrüge und Freude über die geschenkten Meilen

Am 15. September 2015 ereilte mich dann doch noch eine Reaktion auf meine Mängelrüge: 



















































"Die späte Rückmeldung entspricht natürlich nicht dem Service, den wir bieten möchten." 
Leider kenne ich es bisher nicht anders... Also scheint jener Service doch Standart zu sein...

"Natürlich möchte ich nicht, dass diese Situation einen bleibenden Eindruck hinterlässt..."
Allerding stut sie genau das. Wieso? Das erfahrt Ihr, meine getreuen Leser, etwas weiter unten.

"...mit dem Wunsch, dass Sie uns eine weitere Möglichkeit gewähren, Sie von unseren Serviceleistungen zu überzeugen."
Ich wurde überzeugt. Total überzeugt! Überzeugt in der Hinsicht, dass der Grad an Inkompetenz steigend ist. Und so vernehme ich die mechanische Stimme des TCAS, welches ganz ruhig sagt "Increase"... 

Ich wägte mich in einer Sicherheit trügerischer Natur...

Ich freute mich darüber, dass mein Anliegen zur Kenntnis genommen worden ist und natürlich über die 7500 Flugmeilen. Ich hätte ahnen sollen, dass jene Zahl nichts Gutes verheissen würde. Einige meiner Leser werden jetzt ein Lächeln im Gesicht haben, andere werden die Stirn in Falten legen. Jene mit den Stirnrunzeln haben bestimmt nicht Takashi Shimizu's Flug 7500 gesehen. Ein netter Horrorfilm auf einer wahren Begebenheit basierend (Wir gedenken Helios 522). 
Sie hätten auch die Zahl 1408 nehmen können... die wäre genauso verheissungsvoll gewesen. Wieso? Die Quersumme ergibt 13. Wir könnten jetzt noch lange über verheissungsvolle Zahlen debattieren... Aber dazu reicht uns die Zeit nicht mehr. Denn mein Flug geht in 14 Tagen. 

Ich wägte mich in Sicherheit und blickte in eine Zukunft, fernab von Vorzugssitzplätzen. Ich sah mich in einem Economyplatz die Flugreise geniessen und die Inkompetenz der KLM vergessen... Ich machte mir gar Gedanken darüber, wann ich das nächste Mal mit der KLM nach Japan fliegen werde. Im Frühling? Im Herbst? 



Sonntag, 13. September 2015

KLM Royal Dutch Airlines | Kundendienst Teil 1: 4 Monate bis zur Lösung

Teil 1: 4 Monate bis zur Lösung
Teil 2: Reaktion auf die Mängelrüge
Teil 3: Alles zurück auf Anfang
Teil 4: Tag X
Teil 5: Erneuter Antrag auf Rückerstattung (nach der Reise)



Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Alles haargenau zu rekonstruieren würde wohl einen ganzen Tag bis zwei Tage in Anspruch nehmen, und ehrlich gesagt, habe ich bereits zu viel meiner kurzen Zeit auf Erden für dieses Problem verschwendet. Sollte ich auf einem der bevorstehenden vier Flüge ums Leben kommen, werde ich als Geist in deren Maschinen herumspuken. So viel ist sicher! Sie werden mich nicht mehr los werden und dies einfach aufgrund der Inkompetenz gewisser Mitarbeiter des "Kundendienstes"...

Beginnen wir doch so, wie eine meiner Gottheiten, Stephen King, es zu tun pflegt: Mit einem idyllischen sonnigen Tag. Einem zufriedenen, ja auch glücklichen Menschen, über dem plötzlich alles zusammenbricht und der sich alsbald in einer Hölle der besonderen Art wiederfindet...

Es war im Frühjahr 2015, März/April als ich bei der holländischen KLM einen Flug nach Japan und zurück nach Zürich gebucht habe. Da ich über genug Fantasie verfüge, zeichne ich jenen Tag in meiner Erinnerung perfekt. Als sonnigen Frühlingstag. Ein Reh sprang an meinem Fenster vorbei, ein Kaninchen hoppelte in die entgegengesetzte Richtung und zwei Schmetterlinge sangen im Duett das Lied des Schmetterlings aus The last Unicorn. Wenn ich mich anstrenge, sehe ich sogar ein Einhorn, das aus dem glasklaren Wasser des Gartenteichs trinkt. Die Realität war die, dass ich zuhause war, der Regen an die Fenster prasselte und ich eine Mail der KLM erhielt, in dem sie Tokyo zum Bestprice anboten...

Obschon es Flüge zum HND gegeben hätte, buchte ich vie NRT. Wo liegt der Unterschied?
NRT = Nartia international Airport-> Präfektur Chiba, ausserhalb von Tokyo
HND = Haneda international Airport -> Präfektur Tokyo, nahe dem Zentrum
Der Haneda ist also einiges bequemer.

Wieso habe ich so gebucht? 

Wer mich kennt, weiss, dass ich meine Flüge nach Flugzeugtyp und Flughafen buche. Zum Zeitpunkt meiner Buchung hiess es noch, ich würde mit einer B747 nach NRT fliegen und mit einer B777 zurück nach Amsterdam.
Beide Flugzeugtypen verfügen über Vorzugssitze (wo wir beim eigentlichen Problem wären), welche sich in den hintersten Reihen des Flugzeugs befinden und Teil einer Zweierreihe sind. Für jene Plätze, die ich immer buche, zahle ich jeweils ca. CHF 35.-/Sitzplatz. Die Buchung war erledigt, die Beträge der Kreditkarte abgebucht und ich konnte frisch und fröhlich mit dem Buchen der Hotels und Apartments beginnen.

Änderung des Flugzeugtyps (und des positiven Eindrucks, den ich von der KLM hatte)

Im Mai kam die Mail der Reservierungszentrale, welche mich über die Änderung des Flugzeugtyps informierte. Beim Durchlesen musste ich mit SCHRECKEN feststellen, dass der Typ für beide Strecken geändert worden ist. Beide Male in eine B747-Combi. Das wäre ja nicht weiter schlimm, da Boeing und 747, ABER die B747-Combi verfügt nicht über Zweierreihen und die Vorzugssitze befinden sich in der Mitte. Wundervoll! So hätte ich doch die Flüge buchen können, die einen Tag früher gestartet wären... Shit happens...

Hinflug am Tag der Buchung: B747-400

Rückflug am Tag der Buchung: B777-300

Nach der Änderung: B747-Combi
Wie man sieht, befinden sich die Vorzugsplätze (violett) direkt über den Tragflächen in Dreierreihen. Sprich, ich würde Gefahr laufen, ein schreiendes Kind hinter mir zu haben. Dafür bezahle ich bestimmt nicht noch einen Aufpreis.

Stellen Sie einen Antrag auf Rückerstattung

So informierte ich mich über die Website der KLM nach einer Rückerstattung.
Und somit sollte das Grauen seinen Anfang nehmen:

Kontakt via Kontaktformular, Telefon und Facebook

Es muss im April/Mai gewesen sein, als ich jenes Rückerstattungsformular ausfüllte und einreichte. Einfache Sache, direkt über die Website. Als ich über zwei Wochen lang keine Rückmeldung erhalten hatte, versuchte ich, die Airline telefonisch zu erreichen.
Haben Sie mal versucht, jemanden bei der Cablecom telefonisch zu erreichen? Wenn ja, dann wissen Sie, wie es bei der KLM zu und her geht.
Herzlich willkommen bei der KLM... Für Deutsch wählen Sie die... Für Fragen zum... wählen Sie die... etc... Zur Zeit sind alle Mitarbeiter besetzt. Die geschätzte Wartezeit dauert 15 Minuten. Bitte versuchen Sie es später erneut. 
Ähm ja... Dies war so unter der Woche, genauso am Sonntag, egal zu welcher Tageszeit. Bei der KLM wollte man einfach nicht erreicht werden.
Also rief ich nochmals die Website auf, wo es hiess: Geschätzte Reaktionszeit via Facebook ca. 25min. Also kontaktierte ich die Airline erstmals via Facebook. Innert 20 Minuten erhielt ich umgehend eine Antwort. In der ich zwar vertröstet wurde, aber es war zumindest eine Reaktion. Man entschuldigte sich (bekäme ich für jede Entschuldigung, die ich seit der ersten Anfrage bekommen hätte, 5 Franken, hätte ich bald das Geld für einen Comfortsitzplatz zusammen), und versicherte mir, das wäre überhaupt nicht Standart und man würde die zuständige Abteilung gleich informieren.

Sie haben kein Anrecht auf eine Rückerstattung

Zwei Tage später erhielt ich eine entschuldigende Mail des KLM-Kundenservices. Man bat mich um Entschuldigung für die lange Wartezeit und versicherte mir, dass dies ein aussergewöhnlicher Umstand sei und man sich bei der KLM in der Regel innert kurzer Zeit um die Anliegen der Kunden kümmere. Allerdings hätte ich kein Anrecht auf eine Rückerstattung. 
In meiner Reaktion, zählte ich ihre AGBs für Rückerstattungen auf: 




Sie haben Anrecht auf eine Rückerstattung

Daraufhin erhielt ich wieder eine Mail, in der man sich für den Fauxpas entschuldigte und mir mitteilte, ich sei natürlich im recht und hätte Anrecht auf Rückerstattung. 
Darauf folgte dann folgende Mail: 

Stellen Sie einen neuen Antrag auf Rückerstattung, es handelte sich um einen Fehler

Als ich nach 4 Wochen noch immer keine Rückerstattung auf meiner Kreditkarte verzeichnen konnte, fragte ich erneut bei der KLM, über Facebook, nach. Denn auf das Webformular erhielt ich natürlich wieder keine Antwort. Via Facebook entschuldigte man sich wieder und fragte nach einem Screenshot der Mail, in der mir die Rückerstattung zugesichert worden sei. 
Als ich nach 3 Tage noch immer keine Antwort erhalten hatte, fragte ich nochmals nach und folgendes wurde mir mitgeteilt: 




Gesperrte Economy-Sitzplätze und nicht ersichtliches Seatmap für den Rückflug

Da ich ja einen Vorzugsplatz gebucht und bezahlt hatte, sind die Economyplätze nach wie vor gesperrt. Sprich, wenn ich meinen Sitzplatz ändern möchte, habe ich die Wahl zwischen Vorzugsplätzen, welche bei diesem Flugzeugtypen keinerlei Vorzüge bieten oder ich bezahle noch CHF 100,-irgendwas drauf und buche einen Comfort-Sitz. Auf diesen Umstand habe ich auch schon mehrmal hingewiesen gehabt. Auch hatte ich schon x-mal nachgefragt, wieso das Seat-Map für den Rückflug gar nicht ersichtlich ist. 
Erstmals hatte ich nach Economyplätzen gefragt, als es um die Rückerstattung ging. 
Man sagte mir, ich solle einfach einen Economyplatz auswählen, damit mir die Kosten für den Vorzugssitz erstatten werden können. 
"Die Economysitze sind aber nach wie vor blockiert."
Dann hiess es einmal, ich solle beim Web-Check-in einen Economyplatz auswählen. Wieder sagte ich, dass die Plätze aber aufgrund des Vorzugsplatzes blockiert sind. 
Auf die Frage, nach dem Seat-Map für den Rückflug hatte ich noch immer keine Antwort. Der Kundendienst schien bereits mit zwei Fragen überfordert zu sein, denn es wurde meist nur eine beantwortet. 

Dann hiess es einmal, die Änderungen seien gemacht, aber auf der Website noch nicht ersichtlich. Ich solle mich gedulden. Das Update scheint extrem lange zu dauern, denn zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Eintrags, ist noch immer alles beim Alten. 

Economy-Sitplatz 44K wurde für Sie reserviert

Endlich hatte man begriffen, dass ich selbst keinen Ecoplatz wählen konnte. Also erbarmte man sich meiner und teilte mir über Facebook mit, man habe mir für den Rückflug Platz 44K (ganz hinten an der Wand, die mir enorm wichtig ist, und am Fenster) zuweisen können. Das konnte ich online aber nicht einsehen. Dennoch war ich schon mal beruhigt. Für den Hinflug hiess es, man versuche, mir beim Check-in einen Wunschplatz zuzuweisen. 
Ich hatte schon Zukunftsvisionen, wie ich am Check-in-Desk des ZRH stehe und meine ganze Geschichte, die ich nun in über 4 Monaten durchgemacht habe, in ein paar Minuten schildern muss... X_X HELP! 

Economy-Sitzplatz 44K wurde doch nicht für Sie reserviert  (haa-haa)


Der Inhalt dieser Nachricht machte mich stutzig. Und so fragte ich: 

100% guest satisfaction & die Jagd nach Passierschein A38

Während meiner Zeit in der Hotellerie, kam ich mit dem Motto 100% guest satisfaction in Berührung. Dazu gehörte, dass der Gast vollends zufrieden sein soll. Wurde seitens Hotel ein Fehler begannen, wurde der Gast nicht nur mit einem läppischen gesprochenen oder geschriebenen "Entschuldigung" abgespeist. Es wurden Tagungspauschalen oder Verpflegung oder sonst was von der Rechnung storniert oder es gab eine Übernachtung umsonst, eine Flasche Champagner... je nach dem, was angebracht war. So machte mich eine Freundin darauf aufmerksam, ich solle doch mal nachfragen, ob das bei der KLM bekannt sei und nach einem Upgrade fragen. 
In Anbetracht dessen, was wir unseren Hotelgästen für, manchmal minimale Fehler, alles "geschenkt" haben, hätte ich hier einen kostenlosen Flug erhalten müssen. Aber die KLM ist nunmal kein Hotel und dies habe ich als Antwort erhalten: 
Die Antwort ist ja mal genial. Mein Anliegen wurde richtig ernstgenommen und es wurde auch vollkommen darauf eingegangen. Ich kam nicht umhin, mir Gedanken über Sterne bei Airlines zu machen. Airlines sollten, wie Hotels künftig auch über Sterne verfügen. Die KLM hätte dan für den gesamten On-Bord-Service 5 Sterne, für die Website 5 Sterne und für den Kundendienst keinen Stern.


Nach dieser Nachricht wurde mir klar, dass es sich nur um einen Scherz handeln konnte. Ich wartete sehnsüchtig auf ein "haha reingefallen!" Aber das kam einfach nicht. 
So langsam fühlte ich mich wie in Asterix... auf der Jagd nach Passierschein A38...


Das Online-Beschwerdeformular

Natürlich habe ich von dem Link Gebrauch gemacht und eine Beschwerde verfasst, die 1,5 A4-Seiten lang war. 
Wie die Reaktion ausgefallen ist, möchtet Ihr nun sicher wissen, nicht? Tja, ich auch... Denn ich warte noch immer darauf... 

WTF o_O  (denn etwas anderes fällt mir hierzu wirklich nicht mehr ein...) o_O


Ihr Vorzugsplatz wurde storniert


Ihr Vorzugsplatz wurde storniert - oder doch nicht?

Via Facebook teilte man mir am Sonntag mit, mein Vorzugsplatz sei gestrichen worden. Leider ist die Website über jenen Zustand (noch?) nicht informiert worden, denn sie sagt mir nach wie vor, ich hätte einen Vorzugsplatz. Und beim Rückflug heisst es nach wie vor "Leider kennen wir derzeit nicht den Status Ihrer Anfrage. Bitte versuchen Sie es später erneut". Wie viel später? Der Text steht seit der ersten Anfrage da...                                

Stellen Sie einen weiteren Antrag auf Rückerstattung - obwohl er bereits genehmigt worden ist

Was ist mit dem Beschwerde-Formular?


Was ist nun mit meinen Sitzplätzen? 

Eine Lösung ist da - wenn auch unbefriedigend und nicht der Wahrheit entsprechend

Man sagte mir ja, die Vorzugsplätze wären storniert worden, was leider noch immer nicht der Fall war. Wie man an meiner Reaktion erkennen kann, war ich während des Schreibens etwas echauffiert über diesen Grad an Inkompetenz. Sitzplatz 33E...

Sitzplatz 43H gehört mir und Zugriff auf das Seatmap auch! - Ah ja? Wirklich?


Nach wie vor ist das Seatmap blockiert - aber der Kundenservice hilft ja... 


Ach wirklich? Ich könnte den Browser aktualisieren oder mich nochmals einloggen? Dass ich da nicht von selbst drauf gekommen bin... ich muss ja ein richtiger Idiot sein... @_@

Eure getreue Schreiberin Navi M. Gray vergreift sich leicht im Ton....

Mir ist bewusst, dass ich mich hier im Ton vergriffen habe und dass der Text in seiner Arroganz nur bedingt gesteigert hätte werden können, da er doch bereits trieft. Dennoch konnte ich mich gerade noch beherrschen und liess die Kiste mit den unterschwelligen Beleidigungen zu. So professionell sind wir dann doch noch, oh meine Brüder. ("Oh meine Brüder" abgekupfert aus Lansdale's Drive-In, der es wiederum aus Burgess' Clockwork Orange abgekupfert hat. Sind wir nicht alle Edelfälscher?) Eigentlich könnte ich einen Eintrag über meine Empfindungen verfassen, solange es in mir noch so brodelt, wie die Feuer im Schicksalsberg in Mordor. Aber ich denke, dies wäre bloss eine Aneinanderreihung diverser Kraftausdrücke gepaart mit Metaphern... Belassen wir's dabei. 

KLM bietet den besten Service 

Recht infantil, aber treffender könnte es nicht ausgedrückt bzw.  gezeigt werden

KLM Kundendienst VS upc cablecom Kundendienst

Nun ist es an Euch, werte Leser, zu entscheiden, wer den schlechteren Kundendienst bietet. Mir fällt es ehrlich gesagt schwer, hier eine Entscheidung zu treffen. 
Denn, bei beiden Unternehmen kann ein Anliegen schon mal über Monate hinweg bearbeitet werden. 
Bei beiden Unternehmen werden die Anliegen der Kundschaft nicht ernst genommen. 
Bei beiden Unternehmen fühlt man sich wie in Asterix, auf der Jagd nach Passierschein A38. 

Am ganzen Paket KLM konnte ich nie etwas aussetzen. Es war immer alles perfekt. Jede Reise war ein Genuss und der Flug fast das schönste an den Ferien. 

Nach diesem 4-monatigen Hin und Her, bisher ohne Lösung, stellt sich mir nun die Frage, ob ich künftig mit der SAS, der Aeroflot oder gar der SWISS fliegen soll... Seit meinem ersten tête-à-tête mit der JAL würde ich diese ja vorziehen, nur fliegen sie Zürich nicht an v_v 

So viel zum Image der KLM nach diesem... wie nennt man so etwas eigentlich? Irrsinn?