Mittwoch, 3. Juni 2015

Nachbarn aus der Hölle II - Brief: Fassung 1

(Auf dem Küchentisch lag schliesslich eine stark abgeschwächte Variante, welche dem Hausherren noch immer zu drastisch war... Fassung 1 haben meine Nachbarn nie zu Gesicht bekommen - noch nicht mal Fassung 2. Aber sollten sie meinen Blog lesen, dürften sie wissen, dass sie gemeint sind - in dem Fall: HALLOOOOO ^_^)

Werte Nachbarn

Die Grenze der Geduld ist nun endgültig erreicht. 
Es ist der Toleranz genug, dass wir die Lärmkulisse, welche tagtäglich zu uns herüber schwappt schweigend hingenommen haben - über viele Jahre.
Könnte man morgens einmal ausschlafen, wird man sicherlich vom Gebell des einen Hundes und dem doch recht lauten Organ der Hundehalterin aus dem Schlaf gerissen. 

Angesichts des enormen Lärms, der jeden Tag, in jeder Woche, in jedem Monat, in jedem Jahr, seit Anbeginn der Zeit, als Sie Aarburg verlassen und hier her gezogen sind, von Ihnen produziert wird, ist es wohl nicht zu viel verlangt, wenn immerhin in der Nacht Ruhe einkehrt. 

Wenn nicht der Hund nach 22:00 Uhr wie von Sinnen über die ganze Dauer seines Aufenthalts im Garten bellt, dann wird irgendetwas umgeräumt, oder Türen werden zu gedonnert, oder die Eheprobleme werden brüllend und tobend ausgetragen, oder es werden Beziehungsprobleme gelöst. Letztere meist nach 23:00 Uhr. Zum Zeitpunkt des Schreibens schlägt die Uhr 23:19 Uhr und noch immer ist keine Ruhe im Hause S. eingekehrt oder besser gesagt, ums Hause S. 

Die Hunde würden nicht dergestalt in fast schon krankhaftes Dauergebell übergehen, wenn Sie, werte Hundehalter, einfach mit ihnen Gassi gehen würden - sowie das alle anderen Hundehalter machen. In unserer Strasse haben wir gleich zwei vorbildliche Hundehalter, die mehrmals am Tag mit ihren Vierbeinern spazieren gehen - fragen Sie jene doch einfach nach einer Anleitung. Ich bin sicher, sie helfen Ihnen gerne - einfach den Hunden zuliebe. 

Als ebenfalls arbeitende Menschen, werden Sie sicher verstehen, dass wir zumindest in der Nacht gerne Ruhe hätten und durchschlafen möchten, dies ist in diesem Jahr allerdings erst gegen Mitternacht möglich. 

Wir ersuchen Sie hiermit ein bisschen Rücksicht auf Ihre Nachbarn zu nehmen. Gerade wenn man in einem Quartier wohnen darf, wie der ____strasse, ist Rücksichtnahme oberstes Gebot - besonders wenn man Zaun an Zaun lebt. Der Lärm kennt jedoch keine Zäune, weder den unseren noch zwei drei weitere. Nun legt sich Ihre Stirn in Falten und Sie schauen einander entgeistert an. Was könnte "Rücksichtnahme" nur bedeuten? Mir ist bewusst, dass Ihnen die Existenz jenes Wortes gänzlich unbekannt ist. Dem ist aber leicht Abhilfe zu schaffen. Gehen Sie in eine Buchhandlung und fragen Sie nach einem gelben Buch namens DUDEN. Hier sei angemerkt, dass die Mehrzahl keineswegs "Dudens" oder "Dudene" ist - dies erwähne ich einfach, damit Sie sich nicht blamieren. Natürlich habe ich bedacht, dass Ihnen auch Buchhandlungen fremd sein könnten. An der Stelle sind wir froh darüber, dass wir im 21. Jahrhundert leben und es DUDEN auch online gibt. Öffnen Sie Ihren Webbrowser, geben Sie Google.ch ein und suchen Sie nach "DUDEN" und "Rücksicht". Sie werden innert Kürze fündig werden und den Freiraum in Ihrem Oberstübchen mit Wissen füllen. 

Ist es wirklich in Ihrem Sinne, von der ganzen Nachbarschaft verachtet zu werden - wie es bereits in Aarburg der Fall war? Dort geriet man damals in regelrechte Partystimmung, als der Umzugswagen vorgefahren wurde. Schätzen Sie wirklich Ablehnung und Zorn? Liegt Ihnen wirklich an einem Konflikt? 
Wir für unseren Teil können uns das nicht vorstellen. Aber bei Ihnen muss man ja auf Einiges gefasst sein - nur nicht auf das Triebwerk einer B777, welches auf Ihr Haus stürzt und dem Lärm mit lautem Krachen ein Ende setzt. Aber die Hoffnung stirbt zu letzt. 

Zu den Eckdaten, die Ihnen wohl nicht bekannt sind:

Während der Ruhezeit nicht erlaubt ist:
- Lautes Spielen
- Kindergeschrei während der Ruhezeit und an Sonn- und Feiertagen
- Andauerndes Herumspringen von Kindern, ausserhalb der Ruhezeiten
- Dauernde Handwerksarbeiten an Sonn- und Feiertagen sowie während der Ruhezeiten
- Rasenmähen an Sonn- und Feiertagen sowie während der Ruhezeiten
- Lautes Feiern bis in alle Nacht hinein
- Streitgespräche während der Nachtruhe
- Andauerndes Zuschlagen von Türen und Fenstern
- Als Nachtruhe gilt die Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr.

Zusätzlich gelten an Sonn- und Feiertagen sowie an Werktagen der Mittag von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr als Ruhezeit.

Art. 684.2 ZGB: Verboten sind insbesondere alle schädlichen (…) nicht gerechtfertigten Einwirkungen durch Rauch (…) Lärm oder Erschütterung.

Auszug aus dem Polizeireglement der Gemeinden im Einzugsgebiet der Regionalpolizei Zofingen:
§ 12.1 In Wohngebieten ist das Arbeiten mit lärmigen Werkzeugen und Maschinen (z.B. Rasenschneiden, Hämmern, Fräsen, Bohren usw.) im Freien wie folgt verboten:
Montag - Samstag 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Montag - Freitag bis 06:00 Uhr und ab 20:00 Uhr
Samstag bis 07:00 Uhr und ab 18:00 Uhr
Sonn- und Feiertage ganztags (ausgenommen Ostermontag und Pfingstmontag)

§ 12.2 In der Zeit von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr ist jeder Lärm verboten, der die Nachtruhe stört.

Da Sie nun mit den Gepflogenheiten vertraut sind, hoffen wir darauf, dass sich nun daran gehalten wird. 

Um meine Aggression über Ihr asoziales Verhalten zu unterstreichen möchte ich anmerken, dass, dürfte ich eine Schrotflinte mein Eigen nennen, ich längst geschossen hätte. Man mag viel Negatives über die Amerikaner sagen, aber... oh wie oft wünschte ich mir bereits eine Schrotflinte... Als unser Grundstück widerrechtlich von Ihrem Wurf betreten wurde, wäre in Texas das Gesetz auf meiner Seite gewesen und ich hätte sie alle erschiessen dürfen. Wieso sind die Gesetze in der Schweiz nur so lasch? 
Des öfteren habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, Ihr Haus niederzubrennen. Aber bei meinem Glück, würde dann ein Neues hingestellt und Sie würden wieder neben uns wohnen. Ich hatte nie etwas mit Religion am Hut, aber seit einigen Wochen nun, falte ich abends stets meine Hände zum Gebet und ersuche sämtliche Gottheiten aller möglicher Religionen (je mehr desto besser, oder?), er oder sie möge/n meine Gebete endlich erhören, und ein verdammtes Triebwerk oder ein ganzes verdammtes Kleinflugzeug in Ihr verfluchtes Haus steuern. 
Ich bezeichne mich als ruhigen, leicht introvertierten, und friedlichen Veganer, der im Einklang mit der Natur lebt und Gewalt und Streit aus dem Weg geht. Aber Sie zwingen einen regelrecht dazu, gewalttätig zu werden. Wenn man über 10 Jahre neben einer permanenten Lärmkulisse leben muss wo alles Reden nichts nützt, den Lärm eher noch verstärkt, und man sich dann dazu entschliesst, eine ganze Familie samt Tieren abzuschlachten, muss man sich nicht wundern. Menschen werden von Menschen in den Wahnsinn getrieben. Psychisch zermürbt. Schuldig sind die Schuldigen, werte Nachbarn.

Sie müssen wissen, seit es irgendeine mies gelaunte Gottheit wollte, dass Sie und Ihr Nachwuchs aus der Hölle, hier her ziehen, und Sie es auch getan haben, ist unser gutes Leben vorbei. Fragt mich jemand, wo ich denn wohne, bleibt mir, als stets ehrlichem Menschen, nichts anderes übrig als zu antworten "neben dem Portal zur Hölle". Antwortete ich etwas anderes, müsste ich ja lügen. 

Dann würde mich noch interessieren, wieso Ihr Jüngster immer brüllt, als teste man mittelalterliche Folter- und Hinrichtungsmethoden an ihm. Wenn Sie wünschen, mache ich ihn gern mit welchen bekannt, vielleicht weiss er dann wieder wo er ist - und dass er, in seinem Leben keinen Grund hat, solch ein Geschrei zu zelebrieren. 

So, nun dürften Sie im Bilde sein. 

Wir danken für die Kenntisnahme

Nachbarn aus der Hölle I

Wir hatten ein gutes Leben. Selbst als wir noch in einer Mietwohnung gewohnt hatten, war unser Leben gut. Dann zogen wir in dieses Haus... in dieses alte Haus... und nein dies hier artet nicht in eine Gruselgeschichte über ein Spukhaus aus - obschon hier paranormale Aktivitäten zu verzeichnen sind, aber dies ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Wie dem auch sei, als wir in eben jenes Haus gezogen sind, begrüssten wir die Nachbarn. Zur Rechten ein junges Ehepaar, welches sich das Elternhaus mit der Mutter teilte und dem Hund natürlich. Der Rüde, welcher auf den Namen Ivan hörte, wurde nach dem seine Zeit auf Erden abgelaufen war, durch ein ähnliches Modell gleicher Rasse ersetzt. Diesmal durch eine Hundedame. Jene Nachbarn leben noch immer neben uns, mittlerweile mit einem Kind. Wir unterhalten uns gerne mit ihnen. Es sind angenehme Zeitgenossen. Eben solche Menschen, mit denen man gerne Zaun an Zaun wohnt.
Und hier beginnt sich die Geschichte zu verfinstern... Das Haus zur Linken... ein altes Haus... ein schauderhaftes Haus... ein Haus, welches in den Jahren immer mehr von der dunklen Seite in Besitz genommen wurde... solange bis es schliesslich zum direkten Portal zur Hölle wurde...

Die ersten Nachbarn, die wir in diesem Haus kennen lernen durften, waren Italiener. Ein pensioniertes Ehepaar, welches täglich, ganz nach italienischer Manier, sämtliche Kinder zum Essen bei sich hatte. Der Mittag war daher immer recht laut - aber es waren freundliche und angenehme Menschen, sodass einen das nicht gestört hat. Man konnte sich gar mit dem nervtötenden Gekläffe des Mini-Hundes anfreunden. Doch als die Jahre verstrichen, zog das Ehepaar in eine Wohnung, da man sich nicht mehr in der Lage sah, ein Haus zu bewirtschaften - vom Garten ganz zu schweigen. Abschied wurde zelebriert, Möble wechselten kostenlos ihre Besitzer...
Es folgte ein junges Ehepaar. Bald schon hatten sie einen Hund und mir graute vor dem Tag, an dem eines dieser peinlichen Schilder vor dem Haus oder Banner am Balkon hängen würde, mit den Worten "Wir sind schwanger" oder einfach mit dem Namen des eben geworfenen kleinen Menschen. So weit sollte es jedoch nicht kommen. Erst kam ein Hund, der nach 3 Monaten bereits in den Garten ziehen musste, wo er zwar eine kleine Hütte hatte, aber es doch an Wärme fehlte. An Wärme einer Heizung bei kalten Herbsttagen, und an Wärme der Besitzer. Der Hund verschwand irgendwann wieder, zurück blieb die Hütte. Leer und verlassen.
Dann stellte sich heraus, dass er seine Frau oder Freundin mehrmals in der Woche betrogen hatte. Öfters konnte man ihn mit einer anderen Frau (es war nicht immer die gleiche) auf dem Motorrad davon fahren sehen. Gleich nach der Kurve wurde angehalten und sich leidenschaftlich geküsst. Irgendwann wurde das Haus verkauft und die beiden gingen getrennte Wege...
Hätte er sie mal nicht betrogen, könnten wir jetzt ein schönes Leben führen. So gesehen, ist er Schuld.

Was dann folgte ist an Grauen kaum in Worte zu fassen. Es handelte sich um die Familie Fick, welche ihrem Namen doch alle Ehre macht - 8 Kinder (eines aus erster Ehe - dieser Mann war klug und floh, als er noch konnte), 3 Hunde, ca. 35 Katzen und irgendwelche Nagetiere.
Über Familie Fick liesse sich in der Tat ein Buch schreiben... Was wir alles erleben durften, in den Tagen der Nachbarschaft...

Meiner Theorie zufolge, lebt Herr Fick nur noch in diesem Haus der Verdammnis, weil sich kein Mensch so viele Alimente leisten kann. Zahl mal für 8 Kinder und eine Frau, die mehr breit als hoch und stinkfaul ist. Da kann man sich eigentlich nur noch erhängen...
Oft habe ich versucht mich in diesen Mann hineinzuversetzen und ehrlich, jedes mal bin ich zu dem Schuss gekommen, dass ich entweder auswandern und unter neuer Identität leben oder mich erhängen würde.
Nun wird man sich aufregen und sagen, der Mann sei daran auch beteiligt und so... ja das ist er wirklich, dennoch hält niemand so ein Weib auf Dauer aus.
Würden Sie es denn schätzen, wenn Ihre Frau im Garten steht, bekleidet in ein Nachthemd, dass den 70ern entsprungen ist - und ihrer doch recht umfangreichen Person nicht sehr schmeichelt, da es zwei Nummern grösser hätte ausfallen dürfen, und Sie anbrüllt? Das ist wirklich so geschehen. Sie stand in eben diesem Nachthemd im Garten und brüllte ins Haus, wo sich der Mann aufhielt - bis er dann mit den Hunden spazieren gegangen ist - was sie nicht mitbekommen hat, da im Garten schreiend und so schrie sie weiter ins leere Haus. Da kam die ganze Gossensprache zum Vorschein:
- Fick! Du verdammter Hund! Verpiss dich endlich!
- Fick! Ohne Dich sind wir besser dran! Hau ab, verpiss dich! Lass uns allein!
- Fick! Du elender Waschlappen! Ich hab genug von dir, du verweichlichter Dreckskerl!
- Fick! Du "Schofsäcku", du bist zu nichts nutze!
- Wie konnte ich mir nur auf so einen jämmerlichen Taugenichts einlassen!
und so ging es etwa über 40 Minuten weiter...
Einmal brüllte sie, er wäre eine Flasche im Bett - und doch haben sie 7 Kinder zusammen gezeugt... Irgendetwas muss er ja richtig gemacht haben...

Das Organ dieser Frau ist eine Tortur für jedermanns Ohren. Eine doch recht maskuline Stimme hat sie. Noch nie habe ich sie in einem normalen Ton reden hören. Man möchte meinen, diese Frau arbeite als Marktschreier oder irgendwo auf einem Bazar - aber dafür ist sie ja zu faul. Sie zieht es vor, den ganzen Tag zuhause herum zu hocken, sich nicht um die Kinder, geschweige denn um die Tiere zu kümmern und ihren Mann zur Schnecke zu machen, wenn er nach einer 10-Stunden-Schicht nach hause kommt. Sie züchtet Katzen in ihrem Keller. Die Rasse ist mir nicht bekannt, da ich mich nicht für Katzen interessiere. Jedenfalls handelt es sich um diese langhaarigen Biester mit diesem griesgrämig gezüchteten Gesicht.
Ein Teil ihrer Katzensammlung ist im grossen Regen im Keller ersoffen. Sie waren in den Ferien und hatten niemanden, der für die Tiere organisiert. So kam dann die Feuerwehr, da auch unser Haus sich mit Wasser gefüllt hatte. Und als man dann bei der Familie Fick war, kam ein Feuerwehrmann aus dem Haus gerannt, der sich erstmal auf die Strasse übergeben musste. Mit weit aufgerissenen Augen, in denen das blanke Entsetzen auszumachen war, stammelte er: Er habe noch nie so etwas ekelhaftes gesehen! Der ganze verdammte Keller sei verschissen. Ein paar der Katzen wären versoffen und überall schwimme Scheisse herum. Katzenscheisse. Und der Gestank! Er habe schon vieles gesehen und vieles GEROCHEN, aber so etwas... nein... das sei einfach zu viel...

Ende von Teil 1

Montag, 1. Juni 2015

Ich war Kundin der Cablecom II

Ich war Kundin der Cablecom I

Kaum war das Paket versandt und der Beleg an die Inkasso-Unternehmung gemailt, ereilte mich ein neues Schreiben:

Eine Mahnung über zwei Rechnungen aus dem Jahre 2008, welche ich angeblich nicht bezahlt hatte. Ernsthaft? Zwei-Tausend-Acht. Folgendes ging mir durch den Kopf:
a) man lebt bei der Cablecom einfach noch (immer) in der Vergangenheit
b) man arbeitet nicht ganz so schnell
c) man hat so viel Arbeit, dass erst jetzt Pendenzen von vor 7 Jahren abgearbeitet werden
d) man hat keine Arbeit und erfreut sich daran, ehemalige Kunden zu ärgern
In letzterem Fall werde ich mein erstes Magengeschwür voller Wonne "upc cablecom" taufen, es nach erfolgreicher Entfernung ganz cablecom gerecht, bespucken und die Toilette runterspülen.

Das Jahr 2008 liegt doch schon ein bisschen zurück, und doch bin ich mir gewiss, jede einzelne Rechnung beglichen zu haben. Allerdings hatte ich nie eine Mahnung seitens upc cablecom erhalten.
Auf Anfrage bei der Inkasso-Unternehmung teilte mir ein herablassender und sehr arroganter Mensch mit, dass man damals keine Adresse von mir ausfindig machen konnte und mich diese Mahnung daher erst heute erreicht.
Um es mit den erstaunten Worten meiner Arbeitskollegin auszudrücken: WTF o_O
Auf meinen Kommentar, dass ich die Adressänderung zweimal durchgegeben hatte, meinte der überarbeitete und hörbar genervte Herr, dass ich das so verstehen soll, dass keine gültige Adresse vorlag, sonst könnten wir noch den ganzen Tag diskutieren. WTF II o_O

Ich habe ja Verständnis, für Menschen, die im Kundendienst arbeiten und sich täglich wohl so Einiges anhören müssen. Dies ist jedoch noch lange kein Grund dafür, bereits genervt zu grüssen und das ganze Telefongespräch lang einen ungeheuerlichen Ton anzuschlagen.
Jedenfalls wolle man die, fast schon fossile, Mahnung aus dem Jahre 2008 ad acta legen. Ich werde wieder von ihnen hören. Schliesslich gab er ein "Auf wiederhören" von sich, welches des Tones wegen, geradezu danach schrie, mit der gebundenen Ausgabe von "Die Wohlgesinnten" verprügelt zu werden. Manche Menschen betteln förmlich nach Gewalteinwirkung mittels nicht periodisch erscheinendem Druckerzeugnis mit nicht weniger als 48 Seiten.

Hier sei anzumerken, dass der E-Mail-Support jener Inkasso-Unternehmung wesentlich freundlicher gestimmt ist. Dies war wieder einmal ein Beweis dafür, dass man im Zeitalter des Internets, auch Gebrauch davon machen und sich dem Mail-Support zuwenden sollte.

Nun warte ich, gespannt wie die Seiten einer E-Gitarre, auf Neues der Inkasso-Unternehmung.

Und so schliesse ich diesen Eintrag, so wie ich alles im Leben meistere, mit der Sonne im Herzen und einem fröhlichen Lied auf den Lippen: "Freude schöner Götterfunken, Töchter des Elysium, wir betreten, feuertrunken..."