Mittwoch, 28. Oktober 2015

Parasit

"Gegenwärtig ist zu sagen "es tobt ein Krieg in mir"...
Ich weiss, dass ich mir das von der Seele schreiben muss, jedoch muss ich meine Worte mit Bedacht wählen... schliesslich gab es schon einmal von einem ehemaligen Arbeitgeber eine Abmahnung... Einer solchen möchte ich dieses Mal entgehen.
Die Zeit wird kommen... 
Bald ist Halloween und somit Zeit für eine Horrorgeschichte? Möglicherweise eine Geschichte, über eine intrigante schwangere Frau, die ein Höllenbaby ausstösst? Verachtung gepaart mit dem Besuch eines Parasitenmuseums in Meguro, Tokyo, können erstaunliche Geschichten hervorbringen... 
Warten wir's ab „kiki“-Emoticon Aber, etwas wird bald geschrieben worden sein..."
- Navi M. Gray auf Facebook am 27.10.2015

Es war ein sonniger Tag, an dem SIE ihre neue Stelle als leitende Assistentin in einer nicht zu verachtend grossen Pharamaunternehmung antreten durfte. 
Bereits in ihrer alten Firma, wucherte SIE eines Virus gleich, und zerstörte, was es zu zerstören gab. Wie ein Parasit frass SIE sich durch die Firma und spann Netze aus Intrigen, welche SIE alle schriftlich festhalten musste, um sich nicht zu vertun. Kaum ein Wort, das über ihre spröden Lippen kam, entsprach der Wahrheit. Wenn SIE den Mund aufmachte und zu, nicht mit, ZU jemandem sprach, kam dieser jemand in den zweifelhaften Genuss, ihren schlechten Atem einzuatmen. Ihr Mundgeruch erinnerte an einen verwesenden Leichnam - ob der eines Tiers oder Menschen sei dahingestellt. 
Bald schon erzählten sich die ersten Mitarbeiter Geschichten darüber, dass jedes Mal, wenn SIE einen Raum betrat, ein beissender Geruch nach Schwefel in der Luft hing. Eine Abgesandte aus der Hölle, meinten die einen. Eine wandelnde Grabstädte, meinten andere. 
Langjährige Angestellte wurden entlassen, aufgrund von Fehlern, die sie nicht begonnen hatten. SIE dafür schon. SIE drehte alles so, dass SIE nie die Schuldige war. Selbst wenn SIE von Betroffenen darauf angesprochen wurde, wies SIE jegliche Schuld von sich. Wurde die Situation heikel, spielte SIE ihren Joker aus. SIE begann zu wimmern und zu wehklagen. Ihre Klagelieder waren stets von gleichem Inhalt. So etwas widerfahre ihr nur, weil SIE eine Auswärtige sei. Bereits in ihrer letzten Firma, sei SIE gemobbt worden. Dass ihr das jetzt wieder passieren müsse... 
SIE kletterte die Karriereleiter steil nach oben, auch wenn das bedeutete, mit einem Vorgesetzten zu schlafen, tat SIE das. SIE wollte nach oben. Dazu kam ihr jedes Mittel recht! Natürlich wurde die Anzahl der Leute, die SIE verabscheuten immer grösser. Feinde hatte SIE genug. So manch einer verlor seinen Job wegen ihrer Intrigen. So manch einer schwor auf Rache. Manche schworen gar auf Blutrache. 

Erwiesen ist nichts, aber man erzählt sich, es sei diese zarte unscheinbare Frau gewesen, die dem Treiben ein Ende gesetzt hat. Jene Frau durfte eine hohe Position ihr Eigen nennen. SIE gierte nach jener Position. So kam es, dass die unscheinbare Frau entlassen wurde, aufgrund eines Zwischenfalls in der Forschungsabteilung. Drei Personen kamen auf abscheuliche Art und Weise ums Leben. Jene Personen erforschten einen Erreger, welcher eine noch unbekannte Form Nekrotisierender Fasziitis auslöste, kam man damit in Berührung. Den Kollegen blieb nur eines: Durch dickes Glas zu beobachten, wie den drei Kollegen im Labor die Haut vom Körper gefressen wurde. Deren Haut begann anzuschwellen. Blasen bildeten sich, die innert Kürze platzten. Flüssigkeit trat aus. Die Haut, die Unterhaut und die Muskelfaszien lösten sich auf. 
Dies innert 30 Minuten. 30 Minuten Qualen. 30 Minuten bis zum Tod... als die Nervenbahnen begannen sich aufzulösen, verspürten die drei wohl keine Schmerzen mehr. Sie bekamen nicht mit, wie schliesslich nur noch eine Pfütze aus Blut und ein paar Eingeweiden von ihnen zurück blieb. Und die Knochen natürlich. 
SIE hatte ja keine Ahnung mit wem SIE sich angelegt hatte und so trat die kleine unscheinbare Frau eines Abends, ganz klassisch auf dem schwach beleuchteten Parkplatz an SIE heran. Sie blickte SIE an und murmelte etwas, das für SIE unverständlich war. 
Nach diesem Abend ging dann alles ziemlich schnell... 

SIE verkündete voller Freude, SIE sei schwanger. Auf die Frage "von wem?" hatte sie allerdings keine Antwort. Schliesslich kamen vom 65-jährigen Firmeninhaber bis hin zum rangniedrigsten Chef jeder in Frage. Es war ihr jedoch egal. Denn SIE wusste, wer SIE war und das Kind konnte man ja zu Forschungszwecken verwenden. SIE dachte nicht im Traum daran, diesen kleinen Menschen nach der Geburt zu behalten. Zur Forschung ja. 
Ein weiterer Untersuch bei der Frauenärztin zeigte, dass SIE Drillinge erwarte. SIE freute sich darüber, denn so hatte sie gleich drei Babys, die SIE zur Forschung missbrauchen konnte. 
Etwas später, zeigte eine weitere Untersuchung, dass von den Drillingen nur noch zwei da waren. Wie konnte das möglich sein? Keiner wusste es... SIE dachte nicht weiter darüber nach. Die Frau bei der ersten Untersuchung musste geschlampt haben. Ganz einfach. 
SIE wurde während der gesamten Schwangerschaft von stechenden Schmerzen heimgesucht. Ihr Bauch wuchs in rasantem Tempo und so auch der Fötus in ihr - oder das fötusähnliche Wesen, dass da in ihr keimte und gedieh... 

Aus dem Protokoll des Leichenbeschauers geht folgendes hervor: 
Als man SIE gefunden hatte, war SIE noch am leben. In ihrem Bauch klaffte ein grosses Loch und alles war mit ihrem Blut verschmiert. In ihrem Bauch bewegte sich eine unbekannte Lebensform, welche entnommen und erforscht wurde. Die Tests ergaben, dass es sich bei der Lebensform um ihr Kind handelte, welches von einem Parasiten absorbiert wurde. Offenbar hatte es nie Drillinge gegeben. Fälschlicherweise wurde der Parasit als Fötus angesehen, der den einen Zwilling dann absorbiert hatte und sich danach dem zweiten Kind widmete. Der Parasit hatte, als er nicht mehr ausreichend Platz im Bauch des Wirts hatte, die Bauchdecke durchstossen. Welche Schmerzen SIE hatte erleiden müssen, ist kaum auszudenken. Offiziell ist SIE hinter her gestorben.
Doch, so habe ich vernommen, wurde SIE zu Forschungszwecken in ein Labor ihrer ehemaligen Firma gebracht, wo sie am leben erhalten wird und als Wirt für weitere Parasiten dient. Schliesslich hat ihre Firma eine grosse Abteilung, die sich der Erforschung von Parasiten jeglicher Art widmet. Dort in einem Labor liegt sie festgeschnallt und dient als "Leihmutter" für Parasiten. 
Und wenn sie noch immer nicht gestorben ist, dann dient und leidet sie noch heute.



Das schöne an solchen Geschichten ist, es muss nicht alles 100% stimmig sein - möglich wärs aber. Ausserdem konnte nie erwiesen werden, wie SIE sich mit diesem Parasiten infiziert hat. Manche sagen ja, sie wäre von der unscheinbaren Frau verflucht worden. Andere halten das aber für zu sehr "Drag me to hell". Möglicherweise war SIE beim Präparieren einer ihrer Intrigen zu unvorsichtig? Wer weiss...
In dem Sinne, bedanke ich mich dafür, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, meine kleine Geschichte zu lesen. Ich hoffe, sie gefällt Euch so gut, wie dem Parasiten die Föten gefallen haben -_^
Eure, Navi M. Gray

Sonntag, 18. Oktober 2015

KLM Royal Dutch Airlines | Kundendienst Teil 4: Tag X

Teil 1: 4 Monate bis zur Lösung
Teil 2: Reaktion auf die Mängelrüge
Teil 3: Alles zurück auf Anfang
Teil 4: Tag X
Teil 5: Erneuter Antrag auf Rückerstattung (nach der Reise)


Der Tag X ist gekommen. Heute um 05:50 Uhr bin ich aufgestanden um pünktlich einchecken zu können. Dies natürlich in der Hoffnung, dass, wie von KLM vermittelt, der Sitzplan angezeigt wird und ich meinen Vorzugssitz (ja ganz recht...) wählen kann.
Die Meldung am Vortag machte mir neuen Mut, schliesslich war sie eine andere, als jene zuvor:


Die Uhr zeigte 05:55 Uhr an und der Button "check-in" leuchtete in einem beruhigenden Orange. Ich betätigte ihn. Erst wurde ich noch gefragt, ob ich für CHF 22.00 einen Comfortplatz buchen möchte. Nein Danke. Es ging weiter zur Sitzplatzauswahl für Flug KL1958 von ZRH nach AMS.
Der hinterste Sitzplatz auf der linken Seite ist MEIN: 25F! Juhuuu

Für den zweiten, und wichtigeren Flug, KL0861, stand da diese eine Meldung, die ich gar nicht vernehmen wollte: "Wir bedauern, aber der Sitzplan kann vorübergehend nicht angezeigt werden."
NOOOOOOOIIIIIIIIIIIIIIIIIN ! ! !

Die Büros der Hotline sind ab 09:00 Uhr besetzt und so legte ich mich wieder schlafen, um später dort anzurufen.


Im Bett liegend, Visionen von einem schreienden Balg auf dem Platz hinter mir habend, schaltete sich der Verstand ein und vermeldete, schreib denen über Facebook. DIE IDEE! 

Und das ist dabei herausgekommen: 


Mehr hätte ich mich nicht freuen könne! Ich konnte es kaum glauben! Ich fasse es noch immer nicht, aber 66J ist MEIN! 
Vorzugsplatz. Zweierreihe. Zu hinterst! 
Sollte meine B747-400 in einen Berg knallen und zerschellen, wie damals Flug 123 der JAL, stehen die Chancen gut, dass ich überleben werde -_^


Die Reise kann beginnen! Ich bin glücklich ! 

Danke KLM!!! 

Montag, 12. Oktober 2015

KLM Royal Dutch Airlines | Kundendienst Teil 3: und alles zurück auf Anfang

Teil 1: 4 Monate bis zur Lösung
Teil 2: Reaktion auf die Mängelrüge
Teil 3: Alles zurück auf Anfang
Teil 4: Tag X
Teil 5: Erneuter Antrag auf Rückerstattung (nach der Reise)



So viel zu meiner gegenwärtigen Stimmung im Bezug auf den Kunden"Service" der KLM...






























Der rote Balken des Terrors!

Wie ich mich auf der Webseite der KLM eingelogt hatte, um... ja warum eigentlich? Könnte man in diesem Fall von Vorsehung reden? Von Kontrollzwang? Von weiblicher Intuition? 
Jedenfalls klickte ich auf "Meine Buchungen" und schrak kalkweiss zurück. Da war er und kündigte nichts Gutes an... der rote Balken des Terrors!






Hallo mein alter Freund, Vorzugsplatz! (KLM... you can't be serious... o_O)

Es gibt keine Möglichkeit, das Seatmap der Langstreckenflüge anzuschauen. Und siehe da! Mir fielen beinahe meinen schönen Augäpfel aus den Höhlen. Fast wären sie mit einem schmatzenden Geräusch auf dem Boden aufgeschlagen... Aber sie blieben dann doch an Ort und Stelle... 
Ich habe WIEDER VORZUGSPLÄTZE! Mitten im Gewühl! 
KLM ernsthaft? Nach 4 Monaten, dann die Lösung und jetzt fangen wir wieder von vorne an?



KLM erneut kontaktiert - via Kontaktformular und Facebook

In der Mail war ja ein Link angegeben, falls ich mich melden möchte. Und heute wollte ich das unbedingt und mache Gebrauch von jenem Link und dem kommenden Kontaktformular. Ja, auch ich musste unweigerlich lachen, denn wir wissen ja, wie diese Formulare bei der KLM bearbeitet werden... 
Ich nahm Bezug auf die Mail, bedankte mich für die Entschuldigungsmeilen und sagte zeitgleich, dass diese ein Witz seien, in Anbetracht dessen, dass das ganze Drama nun wieder von vorne anfängt. 
Ob sie das unter Kundenzufriedenheit verstehen würden. 
Jemand solle mir mal erklären, was dieser Zirkus soll! 

Aber da wir wissen, wie bei der KLM mit diesen Kontaktformularen umgegangen wird, habe ich gleich danach noch die unfähigen Mitarbeiter auf Facebook kontaktiert und freue mich auf zwei Wochen des Erklärens und Aufregens... bis ich dann schliesslich in der B747 sitzen werde - natürlich auf einem Vorzugsplatz! 

Auf die Reaktion von den Facebook-Debilen warten wir nun natürlich voller Spannung und wissen, der Text wird nicht auf mein Anliegen eingehen und er wird eine Entschuldigung beinhalten... 


KLM erneut kontaktiert (ja schon wieder... ganz recht)

Reaktion der KLM auf mein Schreiben









































Eine Nummer in der Schweiz existiert wohl nicht. Nun soll ich auch noch nach Deutschland anrufen? 
Meine Reaktion auf dieses Schreiben fiel nicht gerade freundlich aus. 
Leider habe ich davon keine Kopie v_v
Jedenfalls waren meine Worte in etwa die, dass ich nicht einsehe, wieso ich nun nach Deutschland anrufen soll. Schliesslich war es ihnen vorher auch möglich, dass intern zu lösen. Und jetzt geht das plötzlich nicht mehr? Ich habe die Dame darum ersucht, ihren Job auszuführen und das abzuklären. 
Was für eine Art von SERVICE soll das sein? 
Hätte ich, als ich zB in jenem Businesshotel tätig war, auch zu den Gästen sagen sollen "Sie möchten Ihr Lunchmenü ändern? Dann wenden Sie sich doch an die Küche."... 
Unglaublich! 

Ach und so nebenbei erwähnt, war bei der Nummer für die Schweiz natürlich? ja? GENAU! Richtig! Die Wartezeit war wieder jenseits von gut und böse... So langsam glaube ich an einen Scherz... Ich werde in der Boeing 747C sitzen (was mich zumindest ein bisschen erfreut), hinter mir wird ein schreiendes Balg gegen meinen Sitz treten und ein Crewmitglied wird mir mitteilen, dass sie mich über 6 Monate hin verarscht haben und mir etwas schenken - eine Weltreise beispielsweise... 


Und weiter gehts via Facebook (ja auch ich habe hier ein Déja-vu)




Und jetzt heisst es wieder warten... 
(NS, mir sind die peinlichen Schreibfehler bewusst, aber Rage gepaart mit der Tastatur des iPhone 5S sind keine gute Kombination...)


Dem Wahnsinn noch nicht verfallen

Meine getreuen Leser... Meine Nerven liegen blank. Jedes noch so kleine Teilchen an Verständnis ist verpufft. Die Geduld ist längst über alle Berge - oder hat sich von einer Klippe gestürzt, wie in Thelma & Louise. 
Meine Gedanken kreisen um ein Wort. Nur um jenes eine Wort. WARUM?
Wie kann man sich so dumm anstellen? Wie kann man dergestalt inkompetent agieren? Arbeiten im klmschen Kundendienst nur Mitarbeiter, die ihren Job verabscheuen und deren einzige Freude es ist, Kunden in den Wahnsinn zu treiben? 

Ich habe ein Szenario vor Augen. Eines, in dem ich mich auf den Weg nach Deutschland mache, zur Reservierungszentrale der KLM für den deutschsprachigen Raum. Ich sehe mich die Treppen zu dem Grossraumbüro emporsteigen. Verfolgt vom Sicherheitsdienst renne ich durch die Gänge, bis ich im Büro stehe und wie Willem Defoe in Platoon auf die Knie falle. Eventuell werde ich von den Kugeln des Sicherheitsdienstes durchbohrt. Wer weis? 
Jedenfalls werde ich mit verzweifelter Stimme und Tränen, die über meine Wangen strömen von mir geben: "Ich will es doch nur verstehen!"


Update vom 12. Oktober 2015


Na, das lässt ja hoffen... warten wir's ab. 
Am 20. Oktober 2015 werde ich mein Zimmer im Grand Pacific Le Daiba, auf der künstlichen Insel Odaiba in Tokyo beziehen. Sicherlich werde ich dazu kommen, Euch über den Verlauf meiner Flugreise zu informieren... Wir dürfen gespannt sein... ^_^

Ich denke, ich werde mir ein T-Shirt anfertigen, oder besser noch, ich lasse mir ein Tattoo stechen: 
KLM Customer Support: I LOVE you!

Update vom 14. Oktober 2015

Hier zeigt sich, dass ich ein Arschloch-Kunde bin. Ehrlich. Möglicherweise bin ich durch meine Arbeitsstellen in diversen Hotels (mit Rang und Namen) zu einem Arschloch-Kunden geworden. Weil ich gesehen habe, wie man mit Kunden umgeht. Weil mir eingebläut worden ist, was es heisst 100% guest satisfaction zu bieten. 
Was solls. Hier die Reaktion eines KLM-Mitarbeiters und mein Antwortschreiben darauf. Jenes Schreiben ist der Beweis dafür, dass ich ein Arschloch-Kunde bin:



Sonntag, 4. Oktober 2015

KLM Royal Dutch Airlines | Kundendienst Teil 2: Reaktion auf meine Mängelrüge

Teil 1: 4 Monate bis zur Lösung
Teil 2: Reaktion auf die Mängelrüge
Teil 3: Alles zurück auf Anfang
Teil 4: Tag X
Teil 5: Erneuter Antrag auf Rückerstattung (nach der Reise)


Ihr, meine treuen Leser, werdet Euch bestimmt an den vorherigen Eintrag über das Hin und Her mit dem Kundendienst der KLM erinnern.


Reaktion auf meine Mängelrüge und Freude über die geschenkten Meilen

Am 15. September 2015 ereilte mich dann doch noch eine Reaktion auf meine Mängelrüge: 



















































"Die späte Rückmeldung entspricht natürlich nicht dem Service, den wir bieten möchten." 
Leider kenne ich es bisher nicht anders... Also scheint jener Service doch Standart zu sein...

"Natürlich möchte ich nicht, dass diese Situation einen bleibenden Eindruck hinterlässt..."
Allerding stut sie genau das. Wieso? Das erfahrt Ihr, meine getreuen Leser, etwas weiter unten.

"...mit dem Wunsch, dass Sie uns eine weitere Möglichkeit gewähren, Sie von unseren Serviceleistungen zu überzeugen."
Ich wurde überzeugt. Total überzeugt! Überzeugt in der Hinsicht, dass der Grad an Inkompetenz steigend ist. Und so vernehme ich die mechanische Stimme des TCAS, welches ganz ruhig sagt "Increase"... 

Ich wägte mich in einer Sicherheit trügerischer Natur...

Ich freute mich darüber, dass mein Anliegen zur Kenntnis genommen worden ist und natürlich über die 7500 Flugmeilen. Ich hätte ahnen sollen, dass jene Zahl nichts Gutes verheissen würde. Einige meiner Leser werden jetzt ein Lächeln im Gesicht haben, andere werden die Stirn in Falten legen. Jene mit den Stirnrunzeln haben bestimmt nicht Takashi Shimizu's Flug 7500 gesehen. Ein netter Horrorfilm auf einer wahren Begebenheit basierend (Wir gedenken Helios 522). 
Sie hätten auch die Zahl 1408 nehmen können... die wäre genauso verheissungsvoll gewesen. Wieso? Die Quersumme ergibt 13. Wir könnten jetzt noch lange über verheissungsvolle Zahlen debattieren... Aber dazu reicht uns die Zeit nicht mehr. Denn mein Flug geht in 14 Tagen. 

Ich wägte mich in Sicherheit und blickte in eine Zukunft, fernab von Vorzugssitzplätzen. Ich sah mich in einem Economyplatz die Flugreise geniessen und die Inkompetenz der KLM vergessen... Ich machte mir gar Gedanken darüber, wann ich das nächste Mal mit der KLM nach Japan fliegen werde. Im Frühling? Im Herbst?