Dienstag, 16. August 2016

Geschenkt ist noch zu teuer I

Geschenkt ist noch zu teuer I
Geschenkt ist noch zu teuer II - Die Rückkehr
Geschenkt ist noch zu teuer III - Fluch des Wassers
Geschenkt ist noch zu teuer IV - Das Kreuz des Unheils
Geschenkt ist noch zu teuer V - Eingemauert
Geschenkt ist noch zu teuer VI - Dark Water
Geschenkt ist noch zu teuer VII - Der Kühlschrank aka Winterwonderland 
Geschenkt ist noch zu teuer VIII - Fahrstuhl des Grauens
Geschenkt ist noch zu teuer IX - The Day after - Die Küche: Vollendung
Geschenkt ist noch zu teuer X - Dark Water II - Duftnoten
Geschenkt ist noch zu teuer XI - Der Begriff "Bruchbude"
Geschenkt ist noch zu teuer XII - Der tanzende Wasserhahn / Update Küche
Geschenkt ist noch zu teuer XIII - Gute Deutsche Handarbeit & weitere Lügen
Geschenkt ist noch zu teuer XIV - NUSSBAUMER ElektroanlÜgen AG
Geschenkt ist noch zu teuer XV - Tropenzone
Geschenkt ist noch zu teuer XVI - Das Glück zieht ein ins Haus
Geschenkt ist noch zu teuer XVII - NUSSBAUMER Elektroanlagen AG - Mailverkehr
Geschenkt ist noch zu teuer XVIII - Was lüüügsch?
Geschenkt ist noch zu teuer XIX - Das gute Gefühl gekündigt zu haben
Geschenkt ist noch zu teuer XX - Vollendung & Ade Merciii


Zum Titel ist anzumerken, dass ich mir diesen vom Film "The Money Pit" geliehen habe.
Tom Hanks bezieht ein Haus, das in sich zusammenfällt. Tja, und da wären wir auch schon bei den Grundpfeilern dieses Eintrages...

Im vergangen Jahr habe ich mich nach Wohnungen umgesehen. An meinem Heimatort schiessen neue Wohnanlagen, wie Pilze aus den Boden. Allerdings denke ich, dass so ein Pilz mehr Zeit zum Gedeihen braucht, denn all diese Wohnklötze. Jedenfalls habe ich dann DIE Wohnung gefunden. Der Grundriss einfach perfekt. Über 60qm, 2,5 Zimmer mit eigenem Reduit, in dem sich ein Waschturm befindet. Jeden Morgen bin ich an der Baustelle vorbei gegangen, auf dem Weg zum Bahnhof. Nirgends war eine Website angegeben. In Englisch hätte ich wohl gesagt "I googled the shit out of my mac" also wörtlich, ich habe die Scheisse aus meinem Mac gegooglet. Schliesslich habe ich die Webseite gefunden und mich für die Wohnung beworben. Ich gebe zu, die Löwen, welche die Anlage zieren, haben mich etwas geblendet. Dekadenz pur. Hauptsache man hat Löwenstauten vor der Haustür...
Wie dem auch sei, verlief da zunächst alles unkompliziert. Ehe ich meine zweimonatige Reise nach Japan angetreten habe, durfte ich den Mietvertrag unterzeichnen und ahnte noch nichts von dem Albtraum, welcher eine perfekte Episode für MAD TV abgegeben hätte...

Wo ist mein Fenster? o_O

Als ich wusste, welche Wohnung die meine sein würde, schaute ich im Vorbeigehen immer hoch zu ihr. Dann fiel mir auf, dass mit der Anzahl der Fenster etwas nicht stimmt. Zuhause schaute ich nochmals den Grundriss an. Mein Wohnzimmer (und ich) wurden um ein Fenster betrogen. Wo im Grundriss ganz klar eine blaue Linie das Fenster zeichnet, zeichnet die Realität eine nackte Wand. Den Damen und Herren Verwaltung ist das erst aufgefallen, als ich mich dazu geäussert hatte, denn in ihren Grundrissen gab es kein Fenster. 
Im Schlafzimmer war ein schmales Fenster eingezeichnet, wo in der Realität ein breites eingebaut worden ist. Bereits hatte ich Angst, meine 4m Kleiderschrank würden so nicht in den Raum passen. Die Zahlen des Meters, mit dem ich den ganzen verdammten Raum ausgemessen hatte, beruhigten mich dann. Auch da war die Dame der Verwaltung mit dem Runzeln ihrer Stirn beschäftigt. "Tatsächlich...?"

Indoor-Pool Badezimmer

Nachdem Anfang Juli der Umzug geschafft war, freute ich mich am Abend auf eine Dusche, um den ganzen Schweiss wegzuspülen. Ihr, meine Leser, kennt das ja. Im Nachhinein muss ich sagen, kann ich froh sein, dass zumindest die Dusche funktioniert hat. Als ich mich aus dieser bewegte und meinen Fuss auf das weisse Frotteetuch, welches auf dem Boden vor der Duschkabine ausgebreitet lag, setzte, war dieses bereits durchweicht. Nass. Ich bückte mich und konnte sehen, wie das Wasser aus der Duschkabine gen Boden rann. Mein iPhone hat dies dann mit einem Foto festgehalten und per Mail an die Verwaltung geschickt. 
Kurz darauf hing an jeder Wohnung ein Schreiben, dass vergessen wurde, die Kabine abzudichten, dies aber in den kommenden Tagen erledigt würde. Dies geschah dann auch in der zweiten Juliwoche. So kamen dann zwei Handwerker, welche dafür sorgten, dass sich mein Badezimmer doch nicht in einen Indoor-Pool verwandeln kann - oder nicht mehr. 
Dies war übrigens in sämtlichen Wohnungen der Fall. 

Ecken, Kratzer und Kanten, ach ja und der Staub... 

Als jemand, der fleissig dabei geholfen hatte ein 5-Sternehotel nach Sanierung vom Baustaub zu befreien, weiss ich, wie lästig diese Art Feinstaub ist. Dennoch dürfte man meinen, wenn man eine neue Wohnung bezieht, sei diese gänzlich vom Staub befreit. Die weisse Wand im Badezimmer ist äusserst spendabel. Fasst man sie an, gibt sie weissen Staub ab. Danke, liebe Wand. Dies wurde in der Mängelmail an die Verwaltung zwar angemerkt, aber von dieser gekonnt ignoriert. Geputzt habe ich sie bis heute nicht, denn es handelt sich um die Wand hinter der Tür. 
Auch in den steinernen Bodenplatten findet sich noch heute Staub. Dies wäre auch leicht zu putzen gewesen, wenn man das denn gewollt hätte. In dem 5-Sternehotel wollten wir den Boden sauber bekommen - und nicht nur diesen... Aber das war ja auch nur ein Hotel und keine Wohnung... 
Jedenfalls ist eine Bodenplatte im Schlafzimmer kaputt. Muss wohl jemandem etwas runtergefallen sein und so hat die Platte nun ein Loch. Sieht nicht sehr schön aus, aber man kann damit leben. Die Sockelleisten, welche aus dem selben Stein gefertigt sind, wie die Bodenplatten und die übrigen Wände im Badezimmer, mussten auch bereits Ecken einbüssen. Aber davon hat die Verwaltung Fotos erhalten und diese sogar zur Kenntnis genommen. 
Beide Balkontüren werden von tiefen Kratzern geziert. Auch dies wurde dokumentiert und so hiess es seitens Verwaltung, hier sei schlampig gearbeitet worden. Auch mit diesen Kratzern kann ich leben.

Der Geschirrspüler fällt auseinander

Wie ich eines Mittags (in der zweiten Juliwoche) die Tür des GS öffnen will, harzt es und ich bekomme die Tür nicht mehr ganz auf. Weiter muss ich feststellen, dass die Verkleidung ausgerissen ist, die Schrauben nutzlos aus dem Holz ragen und sich fragen, was sie noch hier machen und die Tür des GS völlig schief ist. 
Bei der Herstellerfirma hiess es, dies sei wohl auf den Küchenbauer zurückzuführen. Man möchte mit diesem schauen und sich ansonsten wieder bei ihnen melden. 
Hier sei angemerkt, dass diese Herstellerfirma, die einzige der involvierten Firmen ist, die sich für einen Rückruf interessiert hat. 
Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass dies wohl doch nicht auf den Küchenbauer sondern auf den Hersteller zurückzuführen ist. Der Monteur des Hersteller kommt am kommenden Donnerstag vorbei.  Wohl gemerkt über einen Monat später, da die Verwaltung noch Betriebsferien hatte.




Der Küchentyp

Besucht man die Webseite des Küchenbauers (Küchen Maxx AG) wundert man sich hinterher nicht, wieso man sich da nicht für seine Kunden interessiert. Webseiten dienen heute ja bekanntlich als Visitenkarte. Jene Firma wirbt mit ihren Preisen, nicht aber mit der Qualität. Kein Wunder, denn von Qualität ist man da weit entfernt. Man hat sich überhaupt nicht dafür interessiert, zurück zu rufen und einen Termin zu vereinbaren. Im Gegenteil. Auf mein Drängen bei der Verwaltung kam dann die Reaktion des Küchentypen in eine verlogene und nur so von Inkompetenz triefenden E-Mail. Diese wird im nächsten Eintrag mit dem Titel "Geschenkt ist noch zu teuer II - Vollendung" gezeigt. Natürlich auch meine Antwort, an den guten Menschen, den ich gleich seiner Lügen überführen durfte. 
Jedenfalls muss besagter Küchentyp noch immer einen Termin vereinbaren, um zwei LED's von ihren Eigenleben zu befreien. Laut ihm, kann das gar nicht sein. Zur Sicherheit hat mein iPhone ein Foto meiner sich auf der linken Seite in der Finsternis befindenden Küchenkombination gespeichert. 
Wollen wir gespannt sein, ob sich der Küchentyp noch meldet...



Modem kann nicht funktionieren, da kein Kabel in der Wand...

Anfang Juli habe ich mit zwei freundlichen Menschen der upc telefoniert, da mein Moden nicht richtig arbeiten wollte. Bereits wollte ich die Cablecom verfluchen, als dann der Mitarbeiter meinte, ich solle es mal bei einer anderen Steckdose versuchen, wenn denn da eine sei. Also durfte mein neues Modem mit mir ins Schlafzimmer kommen und siehe da, es funktionierte einwandfrei. 
Folglich lag es an der Steckdose. Mein Fernseher empfängt übrigens keine Sender. Diese würden über selbige Steckdose laufen. "Kein Signal" verkündet er mit bedauern. 
Auch dieses Problem hatte ich bereits in der zweiten Juliwoche gemeldet. Am 15. Juli wurde mir dann bestätigt, man habe alles in die Wege geleitet. Der Stromer (Nussbaumer Elektroanlagen AG) rief mich auch gleich an, um mir mitzuteilen, er würde sich am Montag wieder melden, um einen Termin zu vereinbaren. Dieser Rückruf blieb jedoch aus. Als ich ihn dann am Freitag angerufen habe, teilte er mir mit, er sei im Militär. Wundervoll! Er habe es weitergeleitet. In seiner Firma wusste man allerdings von nichts. Obschon ich zweimal in besagter Firma angerufen und mir zweimal ein Rückruf versprochen worden ist, hatte ich am vergangen Freitag, dem 12. August, auf mein Drängen bei der Verwaltung hin, eine Mitteilung auf meiner Combox. Man habe nichts davon gewusst, und der erste Stromertyp (der Militärtyp) habe wohl vergessen dies weiterzuleiten. Wenn das so ist, muss die Telefonfrau auch an starker Demenz leiden... Wie dem auch sei, kam dann heute, am Dienstag, dem 16. August, endlich ein Stromertyp vorbei. Der nach langem hin und her zwischen Wohn- und Schlafzimmer dann feststellen musste, dass das Modem gar nicht funktionieren kann, weil sich in der Wand gar kein Kabel befindet. TADAAA! (Geschenkt ist noch zu teuer)
Was mich dann aber in blanke Raserei getrieben hat, war der Satz, die Verwaltung müsste das wissen. 20 Minuten lang habe ich auf meinen Boxsack eingeprügelt. 
Hätte die Dame von der Verwaltung, diesen Umstand beim ersten Telefongespräch einfach mal erwähnt gehabt, wäre die Angelegenheit wesentlich schneller bereinigt gewesen. Weiter hiess es, die meisten Mieter wären bei der Swisscom (und haben allein für den Techniker noch zusätzlich Chf 150,- berappen müssen) und hätten keine Probleme, da die Stromerfirma, welche die Anschlüsse hier eigebaut hat, Swisscompartner sei. 
Nun habe ich einen mehr oder weniger attraktiven Katalog der Möglichkeiten:
a) ich lasse für Unsummen ein Kabel ziehen (ICH... ganz genau!)
b) Ich kaufe mir irgend so ein Adapterdings für CHF 150,- (klaaaar)
c) ich belasse es so und das Modem bleibt im Schlafzimmer
Der Stromertyp hat heute wohl gut 30min mit einem Cablecomtyp gesprochen und der Fernseher hat noch immer keine Sender anzuzeigen. Der Stromertyp kommt morgen nochmals und setzt sich einem weiteren Telefonat mit der Cablecom aus. 


Hier sei angemerkt, es ist (mal) nicht die Schuld der Cablecom.

Die Verwaltung

Dazu kommen wir nach dem, für morgen geplanten, Telefongespräch. 
Angemerkt sei, auf meine E-Mail von wegen Mietminderung ist man nicht eingegangen. Auch nicht auf die Frage, was es mit dem Schreiben der Cablecom auf sich habe, die Verwaltung übernehme die Kosten für den TV-Anschluss nicht mehr. Die Nebenkosten dürften sich um diesen Betrag vermindern. Seitens Verwaltung kam keine Info, noch war es der guten Frau möglich, diese Frage in meiner E-mail zu beantworten. 
Sind wir also gespannt, was ich morgen für Antworten bekommen werde... 

NS: Feuchtigkeit im Keller, wird auch beim nächsten Eintrag erwähnt, da ich jetzt einfach müde bin und nur noch schlafen will - in meinem Schlafzmmer, wo neben dem Bett auf dem Fussboden das Modem steht, dessen Lichtschimmer mir ja bereits vertraut ist... 

In diesem Sinne, Gute Nacht