Sonntag, 25. September 2016

Geschenkt ist noch zu teuer VII - Der Kühlschrank aka Winterwonderland

Geschenkt ist noch zu teuer I
Geschenkt ist noch zu teuer II - Die Rückkehr
Geschenkt ist noch zu teuer III - Fluch des Wassers
Geschenkt ist noch zu teuer IV - Das Kreuz des Unheils
Geschenkt ist noch zu teuer V - Eingemauert
Geschenkt ist noch zu teuer VI - Dark Water
Geschenkt ist noch zu teuer VII - Der Kühlschrank aka Winterwonderland
Geschenkt ist noch zu teuer VIII - Fahrstuhl des Grauens
Geschenkt ist noch zu teuer IX - The Day after - Die Küche: Vollendung
Geschenkt ist noch zu teuer X - Dark Water II - Duftnoten
Geschenkt ist noch zu teuer XI - Der Begriff "Bruchbude"
Geschenkt ist noch zu teuer XII - Der tanzende Wasserhahn / Update Küche
Geschenkt ist noch zu teuer XIII - Gute Deutsche Handarbeit & weitere Lügen
Geschenkt ist noch zu teuer XIV - NUSSBAUMER ElektroanlÜgen AG
Geschenkt ist noch zu teuer XV - Tropenzone
Geschenkt ist noch zu teuer XVI - Das Glück zieht ein ins Haus
Geschenkt ist noch zu teuer XVII - NUSSBAUMER Elektroanlagen AG - Mailverkehr
Geschenkt ist noch zu teuer XVIII - Was lüüügsch?
Geschenkt ist noch zu teuer XIX - Das gute Gefühl gekündigt zu haben
Geschenkt ist noch zu teuer XX - Vollendung & Ade Merciii

Guten Tag meine geschätzten Leser, da sind wir wieder, mit einem neuen Problemfall in Sachen, Navi's neue Wohnung.
Im Morgengrauen sitze ich hier und schreibe. Vom Morgen ist aufgrund des dichten Nebels, der an Stephen King's "The Mist" erinnert, nicht viel zu sehen. Vom GRAUEN dafür umso mehr. Sind solche Wortspiele nicht wunderbar? Mir gefallen sie. ^_^

Neben meinem Macbook steht eine Tasse mit herrlich duftendem Kaffee. Immerhin diese Freude kann mir (noch) nicht genommen werden, in diesem Kasten, der als meine Wohnnung, Behausung oder auch las "DAS LOCH" bekannt ist. Ich habe noch Strom. Oder soll ich sagen, ich habe wieder Strom?

BLACKOUT

Es war auf den Tag genau am 17. September 2016. Aufgrund meines Geburtstages, den ich mit der fabelhaften Fläivi zelebriert habe, war ich ausser Haus. 
Mein lieber Vater war bei mir in der Wohnung, um mir frische Brötchen vom Bäcker vorbei zu bringen. <3 Und es war genau zu der Zeit, als Der Komplex ohne Strom war. 
Das Treppenhaus war dunkel, wie eine Wagenladung Arschlöcher. Denn schliesslich gibt es nicht ein verdammtes Fenster - ausser im EG beim Eingang. Der Fahrstuhl (des Grauens) hatte natürlich auch keinen Saft und ich gehe davon aus, dass auch mein Kühlschrank dieses Schicksal teilte. Das Gefrierfach ebenso. 
Als ich am Abend wieder zu hause war und das Gefrierfach geöffnet hatte, ist mir aufgefallen, dass die Lebensmittel eine feine weisse Beschichtung hatten. Wie nach dem ersten Schneefall im Winter hat es gewirkt. Nachdem ich die Information über den Stromausfall bekommen hatte, war mir klar wieso. Schon mal den Begriff Kühlkette gehört? 
Wie dem auch sei, seitdem Blackout (und wieder haben wir den Titel eines Films leihen können - und den eines Buches noch dazu) zeigt mein Backofen die Uhrzeit nicht mehr an. Wundervoll. Mir wurde die Zeit gestohlen. Aber kommen wir zum eigentlichen Thema, dem Gefrierfach.


Der Kühlschrank (vorheriger Titel: THE GATE)

Obschon der Titel vermuten lässt, ich würde gleich von unterirdischen kleinen Lebensformen berichten, wie man sie aus dem Film THE GATE - Die Unterirdischen kennt, ist dem nicht so. Aber diesen Film haben wir ja bereits im Eintrag "Eingemauert" angesprochen.  
Es war am Montag, dem 19. September 2016, als meine Mutter freundlicherweise bei mir in der Wohnung auf den Sanitär und sein +1 (den Gutsherren aka den Typen der Verwaltung) gewartet hat (auch auf den Spediteur, der nach "3-6" Wochen mein Sofa geliefert hat, hat sie gewartet. Das Sofa hatte ich Mitte Juli bestellt. Soviel zu 3-6 Wochen...). Als sie die Tür des Gefrierfachs geöffnet hat, ist ihr ein kleines Plastikstück entgegen geflogen und die Tür liess sich dann nicht mehr schliessen. 
Es sollte sich herausstellen, dass das Scharnier Suizid begangen hatte. "Bellige Ramsch"
Dies wurde der Verwaltung am Dienstag gemeldet. Am Mittwoch wollte ohnehin der Küchentyp kommen, also sollte dies gleich behoben werden. 
Meinem Vater ist es dann gelungen, dass Gefrierfach wieder zu schliessen. Mit ein bisschen anheben und drücken ging das dann auch. 
Als ich am Dienstag, dem 20. September 2016 nach hause gekommen bin, stand die Tür offen. Im Inneren des Gefrierfachs hatte sich ein Winterwonderland gebildet. Die Tür wollte sich nicht mehr schliessen lassen. Sie sperrte sich wortwörtlich dagegen. Die angetauten Lebensmittel (ein riesiger Vorrat an No-Muh Sauce u.a.) wanderten gen Mülltonne. Hier erwarte ich natürlich eine Entschädigung seitens Verwaltung. Diese ignoriert allerdings meine E-Mails. Aber dazu später. Meiner Mutter gegenüber wurde erwähnt, ich würde dafür entschädigt werden. Aha. 


































Heute, am 25. September 2016 war es natürlich an mir, den Kühlschrank auszuschalten, da dieser mit dem Gefrierfach gekoppelt ist und das Gefrierfach abzutauen und die wunderbare Eiszeit, die darin herrschte und gedieh zu vernichten. Offenbar ist das eine Selbstverständlichkeit, dass ich mich darum bemühe. Wieso? Wohl weil ich dieses Loch bewohne. Jedoch entzieht sich dies meiner Logik. 
Nachdem sich in meinem Gefrierfach ein See aus den geschmolzenen Polarkappen gebildet hatte (wieso erinnert mich das an ICE AGE?), durfte ich das ganze Wasser mittels Kehrblech hinausbefördern, hinterher die Innenseite des Fachs trocknen und konnte dann den Kühlschrank wieder einschalten. 
Alles selbstverständlich... Natürlich. Ich habe an meinem freien Tag ja sonst nichts zu tun... 











































Am Mittwoch hätten ja, wie bereits erwähnt, die Typen der Firma KÜCHENMAX AG vorbeischneien sollen, um endlich den Korpus auszutauschen und meinem Geschirrspüler wieder eine Verkleidung zu verpassen. Aus Mittwoch wurde dann aber Donnerstag, da der eine Monteur laut Angaben, von einer Leiter gestürzt ist. Aha? 
Jedenfalls wurde das Scharnier dann am Donnerstag, dem 22. September ausgewechselt. Das Gefrierfach funktioniert also wieder. 
Allerdings hat der Kühlschrank die gleichen Scharniere. Also warte ich nun täglich darauf, dass mir entweder ein Plastikstück entgegen geschmettert wird oder aber die ganze Tür auf meinen schönen Fuss fällt. So schön sind meine Füsse eigentlich nicht, aber dennoch möchte ich sie nicht gebrochen haben... 

Möglicherweise ist die Sache mit dem Kühlschrank noch nicht ausgestanden. 
Folgendes könnte mir noch bevorstehen:

SZENARIO 1
Mein Kühlschrank verweigert seinen Dienst. Einfach so. Ein neuer muss angeschafft werden. Dies würde dann wohl auch wieder so ca. 4 Wochen dauern...

SZENARIO 2
Ich öffne den Kühlschrank und erblicke den Gozer Tempel, aus dem Ghostbusters Film. Würde ich dann wie Weaver reagieren und die Tür schreiend zu schmettern? Oder würde ich einfach mit den Schultern zucken und denken, ok, dann gibt es heute eben keine Soyamilch. Trinke ich den Kaffee eben schwarz. 
Oder aber würde ich mich dergestalt aufregen, dass ich brüllen würde "Du gottverdammte Gottheit! Verzieh dich aus meinem Kühlschrank! Ich habe mit dieser scheiss Wohnung und der unfähigen und teilzeit-ignoranten Verwaltung schon genug Ärger!"
Würde trotz meiner Raserei à la Klaus Kinski, dennoch Zool's Gummigesicht aus meinem Kühlschrank starren? 







SZENARIO 3
Mein Kühlschrank vertritt die Meinung, dass ich mit dieser scheiss Wohnung noch nicht genug Ärger und Horror in meinem Leben - und meinem Zuhause habe und beschliesst, von Horrorfilmen beeinflusst, ein Eigenleben zu entwickeln. Er denkt aber nicht im Traum daran, ein netter lebendiger Kühlschrank zu sein, der etwa mit diesen Glubschaugen und dem ewigen Lächeln singend durch die Wohnung tanzt, wie etwa der Toaster in "Der tapfere kleine Toaster". Haha, denkste. Wäre ja zu schön, wenn man auf dem Sofa, das nach 2 Monaten endlich geliefert worden ist, zu sitzen/liegen und dem Kühlschrank zurufen zu können "Hey Kühli, ich hätte gerne ein Bier." und dann käme der Kühlschrank angetanzt, eines dieser doofen Lieder singend, wie man sie aus Disney-Filmen kennt und brächte mir ein Bier. Nicht in diesem Szenario und ganz bestimmt nicht in meinem Leben. 
Mein Kühlschrank würde eher gefallen an Splatter finden und würde mordend durch die Wohnung hüpfen, wie etwa der Kühlschrank aus dem, tragischerweise ernst gemeinten, Horrorfilm "Der Kühlschrank aka The Refrigereator". Er würde Handwerker töten (in dem Fall würde ich Herrn Z. der Küchenmax AG gerne zum Tee einladen) und sich auf jeden stürzen, der die Wohnung betritt. Nein, ich würde nicht mehr ruhig schlafen, mit dem Wissen, dass ich mich in einer Wohngemeinschaft mit einem mordlüsternen Kühlschrank befinde. 


Vielleicht würde er aber auch so eine Scheusslichkeit beinhalten, die dann die Menschen kalt macht. Wie etwa in dem Film "Pridyider"... Wir werden sehen...