28. September 2005
Mit nur einem Wort lässt sich dieses Bild beschreiben:
Angst
Es
ist die Edward Munchs selbst. Jene, die ihn laut eines
Tagebucheintrages während eines unbeschwerten Spazierganges mit Freunden
überkam. Er verspürte einen Hauch von Schwermut, der Himmel färbte sich
bedrohlich rot. Er blieb stehen, lehnte sich an den Zaun, wo nicht weit
unter dieser Brücke ein Schlachthof stand und in dessen Nähe eine
psychiatrische Klinik für Frauen, in der unter anderem auch seine
Schwester auf ihren Tod wartete. Er sah die flammenden Wolken wie Blut
den blauschwarzen Fjord und die Stadt Olso, welche 1900 von diesem
Blickwinkel ein begehrtes Postkartenmotiv war. Seine Freunde gingen
unbekümmert weiter, merkten nichts von all dem. Munch jedoch stand da,
zitternd vor Angst, einen unendlichen Schrei fühlend, der durch die
Natur ging.
Jenes Bild existiert in den verschiedensten Versionen und Techniken. Ein totenkopfcharakterliches Selbstbildnis mit weit aufgerissenen Augen und in einer für den Menschen typischen Geste des Erschreckens.
Beklemmend und zugleich inspirierend.
Jenes Bild existiert in den verschiedensten Versionen und Techniken. Ein totenkopfcharakterliches Selbstbildnis mit weit aufgerissenen Augen und in einer für den Menschen typischen Geste des Erschreckens.
Beklemmend und zugleich inspirierend.
© Navi M.
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