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Samstag, 18. August 2018

Vom Wunsch, Schädel einzuschlagen....

Seid gegrüsst, oh meine Leser

Na, was solls denn heute sein? Geht es Euch gut? Geniesst Ihr das Wochenende? Nun, mein Samstagmorgen war bis vor wenigen Minuten noch wunderbar. Was sich vor wenigen Minuten ereignet hat, ist Grund für diese Eintragung.
Allerdings war ich erst nicht sicher, ob es auf diesen Blog gehört. Was solls...

Ich fahre nach Bern. Unterrichte heute noch. Gehe in der Welle in die dortige Migros. Schleicht eine faltige Bürgerin aus Innsmouth (entschuldigt, ich lese mal wieder Lovecraft, und die Fischaugen dieser Alten, erinnerten mich irgendwie daran) mit ihrem verdammten Tablett, auf dem sich zwei Kaffee Gesellschaft leisteten  vor mir her durch die Gänge. Ziellos, wie es scheint. Schlurf.
Ich gehe in meinem üblichen Stechschritt an ihr vorbei, da ich um 11:00 Uhr unterrichte und nicht, anders als sie, den ganzen Tag Zeit habe. Ich stehe vor dem Regal und schaue, sie quetscht sich zwischen mich und Regal und greift mir gierigen Fingern in die Brotauslage. Sie fasst an, dreht um, legt zurück. Igitt. Da überlegte ich schon, ob ich etwas sagen soll, tue es aber nicht. Denn noch immer bin ich guter Laune. Schliesslich hat sie ihre Brote aufs Tablett geladen und quetscht sich an mir vorbei, wobei sie mich leicht anschuppst. Sie hätte neben mir vorbeigehen können. Hat sie aber nicht getan. Ich rege mich auf und als ihr Ohr auf meiner Höhe ist, gebe ich ein echauffiertes "Entschuldigung!" von mir. Sie schaut mich genervt an, schüttelt den Kopf. Ihr Mund formt Worte, die ich nicht verstehe, da ich meine BOSE QuietComfort35 trage und ich die Aussenwelt somit nicht höre. Dennoch raste ich aus! Ich schubse die Alte ins Regal. Sie holt zur Gegenwehr aus. Ich entreisse ihr das Tablett und prügle auf sie ein. Immer mitten in die Fresse rein. Als ihre hässliche Nase dann endlich gebrochen ist, greife ich nach ihren Haaren, wickle meine Finger schön darin ein und schlage ihre Visage immer wieder gegen das Regal. Das hohle anfängliche Poltern endet in schmatzenden Lauten. Irgendwann realisiere ich, dass alles voller Blut ist. Von der Alten Gesicht ist nichts mehr übrig. Nur noch eine breiige Masse, die an den Haaren hängt, die ich noch immer fest umschlossen halte. Ein Teil ihres Gesichts hat sich über die Brote ergossen, die sie zuvor wieder zurückgeworfen hatte. Ich habe mein Werk vollendet. Lasse die grauen Haare los und gehe zur Kasse. Das Blutbad hinter mir kann jemand anderes aufwischen.

Gut, meine Leser. In einer perfekten Welt, wäre das so abgelaufen. Es ist auch alles so passiert, ausser dem Teil, in dem ich auf sie eingeschlagen habe.
Ich habe nicht gehört was sie gesagt hat. Sie ist dann zur Kasse geschlurft. Zwei junge Typen neben mir haben sich darüber amüsiert, dass ich die Alte zurechtweisen musste. Woah echt! Diese Trotzhaltung! So à la, ICH GEHE HIER LANG! GEHT MIR ALLE AUS DEM WEG!
Auf dem Weg zum Self-Checkout steht sie an der Kasse und schaut mich grimmig an. Ich starre zurück mit erhobener Augenbraue. Ich bin bereit Alte! Wenn Du kämpfen willst, wir tragen es aus! Sie wendet sich ab. Ich gehe zum Self-Checkout und verlasse nach dem Bezahlen die Migros. Dabei sehe ich, wie sie einen jungen Typen anrempelt, der vor ihr steht. Sie will zu einem der Tische und bringt es nicht fertig an dem Typen vorbei zu gehen. Nein. Denn es ist IHR VERDAMMTER WEG!
Solche Menschen sollten echt zuhause bleiben!



Samstag, 11. August 2018

Geständnis einer Lehrerin

Seid gegrüsst, oh meine Leser

Mir ist die Tatsache bewusst, dass bereits wieder viel Zeit verstrichen ist, seit ich hier etwas Neues geschrieben habe. Wieso, möchtet Ihr nun bestimmt wissen. Nun, es gab da nichts. Nichts, was interessant genug gewesen wäre, um hier erwähnt zu werden... Und um mit ehemaligen Arbeitgebern abzurechnen, dafür fehlte mir der Groll.
Aber letzte Woche hat sich etwas ereignet... Ich muss Geständnis ablegen. Aber nur hier. Nicht bei der Polizei. Nicht bei den Angehörigen. Nicht bei den Behörden.
Ich habe getötet. Ich habe gemordet. Ich habe Lebenslichter ausgelöscht. Haha sind wir ehrlich. Jeder von uns hat gewusst, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, ehe ich endlich Menschen töten werde. Meine verkommene Seele ist geradezu geschaffen dafür!

Ehe ich zu den Ereignissen des Tatabends komme (was absolut bescheuert klingt. Hätte ich ein paar Stunden gewartet, hätte ich Tatnacht schreiben können), noch kurz ein paar Dinge vorweg.

Also erstens krabbelt eine Assel auf mich zu. Ich weiss nicht, ob ich mein Zeug packen und panisch kreischend in meine Stube rennen soll. zweitens hat sich eine Wespe zu mir gesellt. Aktuell krabbelt sie an der leeren Braufrischdose hoch. Solange sie da bleibt, ist alles gut. Von der Wespe abgelenkt, habe ich die Assel ausser Acht gelassen und nun ist ihre Position nicht mehr auszumachen. Scheisse.

Wir erinnern uns an die Zeit, als selbst ich, Nara M. jung war und die hiesige Kirche besuchen musste, um eine bescheuerte Stempelkarte voll zu bekommen, die der Einlass zur Konfirmation war. Wieso haben wir uns konfirmieren lassen? Es gab Geld. Haha Schweizer. Kapitalismus anstelle eines Schnullers mit in die Wiege gelegt bekommen. Allah, was sind wir doch für ein verkommenes Volk! (Na? Seid Ihr auch alle schön irritiert, dass ich anstelle von "Gott" "Allah" geschrieben habe? haha gut so!)
Jedenfalls sagte mir ja damals einer dieser Schnorris der hiesigen Kirche, ich behaupte noch heute, dass diese Gruppierung einer Sekte gleichkommt, meine Seele stehe an einem Abgrund. Dies, weil ich Horrifilme- und Literatur konsumiert hatte, wie andere Kaffee. Die Seele sei ein Abfalleimer und der sei irgendwann voll. Und bei mir dauere es nicht mehr lange, ehe dieser voll ist und die dunkle Seite Besitz meiner Seele ergreifen würde. Mit der dunklen Seite war natürlich Belzebub aka Satan gemeint. Erzengel Gabriel. Ganz ehrlich? Wenn Gabriel so war, wie von Christopher Walken in God's Army verkörpert, habe ich nichts gegen seinen Besuch einzuwenden.
Jedenfalls sollte es noch weitere 15 Jahre dauern, ehe ich die Kontrolle über mich verlieren und endlich morden sollte.
Also ich für meinen Teil, bewundere mich für meine Ausdauer. Schliesslich hatte ich diesen Drang immer in mir und konnte ihn unterdrücken. Zumindest bis zur letzten Woche...

Also, angefangen hatte alles ganz harmlos. Die Kameras zeigten eine grüne Wiese. Einen Hund, der sich im Gras wälzte und eine fröhliche intakte Familie. Das wäre zumindest so gewesen, lebten wir in einem Horrorfilm. Aber das wahre Leben ist ganz anders.
Grünes Gras gibt es aktuell nicht. Durch die grosse Hitzewelle 2018 war alles braun, verdorrt und tot. Ich sass im Lehrerzimmer und unterhielt mich mit zwei Lehrerkollegen. Einer von ihnen ist ebenso sarkastisch und zynisch wie Eure werte Mörderin... uiuiui... Erzählerin. Die andere weniger.
Wir machten Spässe und tauschten uns darüber aus, dass man manchmal einfach keine Geduld mehr hat und ausrasten möchte. Ich meinte dann mit der trockenen und nüchternen Stimme Muldoons in Jurassic Park "Man sollte sie alle töten.". Der zynische Lehrer lachte Tränen, kannte er doch den Film. Die Lehrerin sah mich entsetzten Asudruckes an. Als hätte sie gewusst, dass dieser Spruch bald schon Realität werden würde. Wir sponnen den Gedanken weiter und meinten, Lehrer wäre die perfekte Begebenheit für einen Massenmörder. Einfach ist Zimmer kommen, alle umbringen, Geld kassieren und dann bei der nächsten Klasse genau das gleiche.
Nein, meine getreuen Leser. Es ist nicht meine Klasse, die ich getötet habe. Obschon ich mir heute, wenn ich so zurückblicke wünschte, ich hätte die eine Frau dem Sensenmann übergeben. Die eine, deren Parfüm mich beinahe kotzen lässt - so süss ist es. So etwas sollte verboten werden.

Wie dem auch sei. Ich war in der Schule und unterhielt mich mit einem der Chefs. Wieso sind Chefs immer so uneinsichtig? Jedenfalls ging es darum, dass die Lehrer immer mehr Arbeiten übernehmen sollten und dies natürlich unbezahlt. Denn die Haltung der Schule ist wahrhaftig die, dass die Mitarbeiter kostenlos arbeiten sollen. Da ich natürlich anderer Meinung bin, wurde unsere anfänglich friedliche Unterhaltung zunehmends hitziger. Als er dann vom Stuhl aufsprang und mir dergestalt ins Gesicht brüllte, sodass meine Haare nach hinten flogen, dass ich die längste Zeit Lehrerin gewesen sei, da ich kein bisschen Einsatz für die Schule zeigen würde, war es einfach genug! Ich fragte ihn ganz ruhig, ob das nun sein Ernst sei. Er entlasse mich, weil ich nicht gratis arbeiten wolle. Er brüllte mir alles mögliche entgegen. Das konnte ich nicht zulassen, schliesslich bin ich eine der Besten. Noch immer war ich ganz ruhig. Das war der Moment, in dem ich selbst feststellen musste, dass ich eine Psychopathin bin. Ich fragte ihn, mit einem Lächeln im Gesicht, ob das nun sein letztes Wort gewesen sei. Er brüllte mir ein Ja entgegen und marschierte zur Tür. Ich griff zur Schreibmaschine, die auf dem Tisch stand. Es handelte sich um eine alte Royal 10. haha ganz genau! Das gleiche Modell, dass Paul Sheldon in Misery verwendet. Nur dass, bei dieser hier das N noch nicht fehlen sollte. Wie dem auch sie, ich griff zur Schreibmaschine und schlug sie meinem Chef auf den Hinterkopf. Als er sich zusammensackend der Gravitation hingab, glotzte er mich mit weit aufgerissenen Augen an. Sein Blick sagte mir, dass sein Gehirn noch nicht verarbeitet hatte, was mit ihm geschah. Saudämlich glotzte er mich offenen Mundes an. Ich schlug nochmals zu und nochmals und nochmals. Wie oft ich die Royal 10 auf seinen Schädel habe runtersausen lassen, weiss ich nicht mehr. Jedenfalls muss es oft gewesen sein. Sein Gesicht war nicht mehr zu erkennen. Gehirnmasse klebte an der petrolfarbenen Wand. Scheisse.... Ich hätte die Wände mit Zeitung oder Plastikfolie abdecken sollen. Habt Ihr eine Ahnung, wie lange es dauert, Blut von Wänden abzuwaschen und Gehirnmasse abzukratzen??? Ausserdem spritzte sein verdammtes Gehirn auf den Sichtbeton, den zu bekleben uns ja verboten war. Der Sichtbeton musste belassen werden, wie er war. Ja super!
Nachdem ich diesen gottverdammten Leichnam in zerteilt hatte, begann ich damit die Wände, Tische und Stühle zu schrubben. Wir hatten nicht einmal ein Hackebeil! Einzig ein Brotmesser. Ja richtig. Ich war gezwungen, diesen Wichser mit einem Brotmesser zu zerteilen! Ihr könnt Euch ja sicherlich denken, dass das eine ganze Weile gedauert hat. Das war mir jedenfalls eine Lehre. Ich habe mir ein Hackebeil gekauft, welches ich nun stets in meiner Handtasche herumtrage. Man weiss ja nie, wann man den Nächsten töten muss.
Die ganze verdammte Nacht lang hatte ich damit zugebracht, die Wände zu säubern. Der verdammte Sichtbeton (Tenshi, Dési. Dä Siech esch Euch gwedmet!) ist nun wieder sauber. So auch die Wände. Die Tür. Die Tische. Die Stühle. Den Chef habe ich entsorgt. ^_^
Mit unserer Schule dürfte es nun bergauf gehen. Und was haben wir von Edward Furlong (was war ich als Teenie in ihn verliebt... also in den Terminator 2 und Friedhof der Kuscheltiere 2 und American History X Furlong) in American History X gelernt? Man soll immer einen starken Abgang hinlegen und wenn einem selbst keiner einfällt, soll man mit einem Zitat abziehen. Also ich beende dieses Geständnis mit einem Zitat aus American Psycho 2:

"Ich töte für eine bessere Zukunft."

Sonntag, 30. April 2017

wandernder Dickdarm mit Reisekrankheit

Der Titel verrät es bereits. Es ist an der Zeit nun nicht mehr länger von meiner Hausärztin sondern von meiner ehemaligen Hausärztin zu sprechen.
Die Schmerzen im Unterleib kämen wohl vom Dickdarm. Könnte eine leichte Entzündung sein. Die Entzündungswerte im Blut waren dann aber bei 0,0000... Möglicherweise hätte ich einfach die Reisekrankheit und die Schmerzen würden sich dann wieder legen, sobald ich in den Ferien weile.
Da die Schmerzen aber vielmehr im Bereich der Leiste angesiedelt sind, gehe ich davon aus, dass mein Dickdarm gewandert ist. Vielleicht ja weil er an der Reisekrankheit leidet?

Heute habe ich knapp 2 Stunden meines Lebens im Notfall des hiesigen Krankenhauses zugebracht. Um die Wartezeit zu überbrücken hatte ich Tammy Cohen's neues Buch dabei.

Ein Rentner meldete sich bei einer der Schwestern und klagte darüber, dass er nicht den ganzen Tag Zeit habe. Er habe noch einen Termin! Genosse Rentner, dies ist eine Notaufnahme. Mit Wartezeiten ist zu rechnen. Würde ich dort arbeiten, würde ich mich wohl eXtrem über solche Patienten aufregen...

Jedenfalls durfte ich dann wieder gehen, mit einem Rezept für eine Ladung Medikamente.
Es ist nun offiziell! Ich darf fliegen! Dann äusserte man sich mir gegenüber (einfach um mein internes Freudenorchester zum Schweigen zu bringen), dass Japan ja ausgezeichnete Krankenhäuser habe, falls etwas sein sollte... Danke.

Ich habe mir, möglicherweise beim Trampolin-Workout (oder einfach durch meine Fettheit) einen Leistenbruch zugezogen. Einer, der nicht so schlimm ist, dass man gleich operieren müsste. Andere Menschen laufen 8 Monate mit einem Leistenbruch umher. Das beruhigte mich dann doch ein bisschen, besonders nachdem ich gelesen hatte, dass das Gedärm davon flutschen und sich so einklemmen kann, was dann eine sofortige Notoperation zur Folge hat - es sei denn, man möchte das Zeitliche segnen.

Tja und so gehe ich mit einem Leistenbruch und 4 Packungen Medikation in den Urlaub. Eigentlich hatte ich ja den zweiten Hiking Trail in Kamakura geplant, aber angesichts meines defekten Daseins, denke ich, es ist von Vorteil übermässige Anstrengungen auszulassen.
Mein anfänglicher Scherz, von wegen ich würde mich dieses Jahr nur auf dem Balkon meines Apartments in Tokyo aufhalten und sonst nichts machen, wird wohl fast die traurige Wahrheit... Wir werden sehen.

Sollte ich mich zu einer Notoperation im St. Lukes, welches wir ja bereits kennen, einfinden, werde ich natürlich darüber berichten. In dem Sinne: schöne Ferien! 

Sonntag, 13. September 2015

Gesellschaftliche Konvention: Das Bierli

Nahezu jeden Samstag verbringen wir den Feierabend auf der Dachterrasse des Betriebs und trinken ein zwei Bierchen. Die Einen trinken eines mehr, die Anderen eines weniger. Meistens geht es auf. Wenn nicht, muss jemand in den sauren Apfel beissen, gen Coop pilgern und Neues besorgen. Ich war das noch nie. Unsere männlichen Genossen sind eben noch Gentlemen und so geht einer von ihnen. Aber meist wird schon im Voraus genug des kühlen blonden Getränks organisiert.

So kam ich nicht umhin, mir ein paar Gedanken übers Biertrinken zu machen...

Bier muss einfach sein!

Nicht das jetzt jemand denkt, ich hätte ein Alkoholproblem. Ich bin weit davon entfernt. Und zwar so weit, wie ich nicht mehr in der versoffenen Gastronomie tätig bin. Aber ich dachte, wenn ich schon einen Eintrag zum Thema Bier schreibe, kann ich mir auch eines genehmigen, nicht? 
Neben mir steht eine Dose des neuen "Fäldschlössli Braufrösch". Seit diese rote Dose in den Kühlregalen des Coop vertreten ist, gibt es für mich nur noch ein "Braufrösch" als samstäglichen Feierabendtrunk, denn es ist herrlich mild!

Wenn wir uns zurück erinnern, weit zurück in jene frühen Kindertage, zu denen wir gerade noch Erinnerungen abgespeichert haben, sehen wir Familienfeste oder einfach Besuche. Die Erwachsenen, also der männliche Anteil, hatten stets eine Flasche Bier in der Hand. Ich höre die Stimme meines Vaters fragen "Nemsch no es Bierli?" oder die Stimme meines Onkels, der einen Kasten Bier mitgebracht hatte und meinte, das müsse mein Vater mal probieren. 

Es gibt kein Fest, keine Feier, ob öffentlich oder im Familienkreis, kein Konzert, wo es nicht etwa auch Bier gäbe. 

Ein "Fäscht", wie mein einer Arbeitskollege, das immer so schön auszudrücken weiss, ohne Bier ist hierzulande unvorstellbar. 

Wie viele Menschen trinken nach der Arbeit das sogenannte Feierabendbier? 
Ich denke, Bier kommt vor allen anderen Getränken. Kaffee könnte ihm wohl das Wasser reichen.. oder auch nicht?



Ein Bier ist immer freundschaftlich...

... es sei denn, es wird in eine Glasfalsche über jemandes Kopf geschlagen...
Ernsthaft jetzt, jeder hat sein Bierchen in der Hand und es versteht sich von selbst, dass man anstösst. Dabei schaut man dem Gegenüber in die Augen und sagt einen Trinkspruch, egal in welcher Sprache. Sei es "Kampai", "Nastrovje", "Prost", "Zum Wohl", "Santé"... egal in welcher Sprache der Trinkspruch ausgesprochen wird, er muss einfach sein. Seit ich Hostel 2 gesehen habe, lautet mein Trinkspruch Nastrovje. ^_^
Man stösst an und trinkt in einer freundschaftlichen Runde, während dem man sich unterhält. Sei es in unserer Dachterrassenrunde über Kunden, das Leben oder meistens über Filme. In der Mitte des Tisches steht immer ein Sixpack Quöllfrisch. Vor mir steht ein Braufrisch und manchmal sieht man gar ein Chopfab, das übrigens auch nicht zu verachten ist. 
Egal in welcher Runde man sich befindet, sobald ein Bier da ist, scheint alles gut. Man hat Gleichgesinnte. Sitzt man in einer Bar, trinkt man plötzlich mit einer Gruppe wildfremder Menschen und erhebt die Flasche zum Gruss. Bier verbindet. 


Bier und Black Metal

Während der Zeit, die ich in der (hauptsächlich Zürcher) Black Metal Szene zugebracht habe, ist wahrlich viel Bier geflossen. Viel ist gar kein Ausdruck. Ich erinnere mich gut an den ersten PDW-Tag, an dem ich, die dem Trinken nicht gewöhnt war, bereits nach zwei Bier schwankenden Schrittes gen Toilette wackelte. 
An Konzerten und Treffen war immer literweise Bier bereit. Man war an einem Konzert, trank sein Bier. Sah ein bekanntes Gesicht und erhob die Flasche zu Gruss. Ein Bier sagt mehr als tausend Worte. Das grösste Problem bei Konzerten war stets, wann trinke ich nur mein Bier? Bei welcher Band will ich bangen und bei welcher kann ich mein Bierchen trinken? Das waren noch Probleme... Oder man gab sein Bierchen in die Obhut des Freundes, des Kumpels, der Freundin und gesellte sich zu den bangenden Black Metallern. Das waren noch Zeiten, die ich hin und wieder vermisse... 
Bei solchen Erinnerungen muss ich stets lächeln. Es waren stupide Zeiten. Es waren gute Zeiten. 
Ich erinnere mich an zwei Typen in Gestalt eines Kleiderschranks, die sich die Fresse einschlagen wollten, schliesslich der eine dem anderen aber ein Bierchen spendierte und so tranken sie brüderlich und das Kriegsbeil wurde weggespült - mit Bier. 
Im Black Metall ging es ohnehin meist friedlich zu und her. Nie werde ich die Genossen von damals vergessen. Das Gelächter. Die Sprüche. Die Stimmung. Die Sympathie. Die Musik! 

Es Bierli


Oft macht man sich ja über die Schweizer lustig, weil wir unsere Verniedlichungsform "li" haben. So auch beim Bier. Jedes Mal, wenn ich über Whatsapp eine Nachricht erhalte, in der "Bierli" steht, muss ich unweigerlich lächeln. Ein "Bierli" ist etwas unschuldiges. Etwas gutes. 
So traf ich mich erst am vergangenen Montag mit einer Freundin auf ein Bierli in Olten an der Aare. Der Text lautete in etwa "Hökle mer chli ad Aare ufnes Bierli". "Hökle" ist auch so was... von "hocken" das Schweizer Wort für "sitzen". "Hökle" ist niedlich. "Hökle" ist etwas gutes, etwas niedliches, etwas unschuldiges, wie das "Bierli". 
Bierli ist fast schon liebevoll, vor allem dann, wenn es aus dem Mund eines Mannes kommt. So hörte ich doch neulich im Zug gen Olten einen jungen Typen zum anderen sagen "Holen wir uns nachher ein Bierli". Ich musste schmunzeln. 

Meiner Meinung nach ist die gesellschaftliche Konvention des Biertrinkens etwas gutes. So lange es zelebriert und nicht mit Füssen getreten wird. 

Und somit schliesse ich diesen Text für heute, erhebe mein Bierli und ende mit einem Nastrovje!






Mittwoch, 3. Juni 2015

Nachbarn aus der Hölle II - Brief: Fassung 1

(Auf dem Küchentisch lag schliesslich eine stark abgeschwächte Variante, welche dem Hausherren noch immer zu drastisch war... Fassung 1 haben meine Nachbarn nie zu Gesicht bekommen - noch nicht mal Fassung 2. Aber sollten sie meinen Blog lesen, dürften sie wissen, dass sie gemeint sind - in dem Fall: HALLOOOOO ^_^)

Werte Nachbarn

Die Grenze der Geduld ist nun endgültig erreicht. 
Es ist der Toleranz genug, dass wir die Lärmkulisse, welche tagtäglich zu uns herüber schwappt schweigend hingenommen haben - über viele Jahre.
Könnte man morgens einmal ausschlafen, wird man sicherlich vom Gebell des einen Hundes und dem doch recht lauten Organ der Hundehalterin aus dem Schlaf gerissen. 

Angesichts des enormen Lärms, der jeden Tag, in jeder Woche, in jedem Monat, in jedem Jahr, seit Anbeginn der Zeit, als Sie Aarburg verlassen und hier her gezogen sind, von Ihnen produziert wird, ist es wohl nicht zu viel verlangt, wenn immerhin in der Nacht Ruhe einkehrt. 

Wenn nicht der Hund nach 22:00 Uhr wie von Sinnen über die ganze Dauer seines Aufenthalts im Garten bellt, dann wird irgendetwas umgeräumt, oder Türen werden zu gedonnert, oder die Eheprobleme werden brüllend und tobend ausgetragen, oder es werden Beziehungsprobleme gelöst. Letztere meist nach 23:00 Uhr. Zum Zeitpunkt des Schreibens schlägt die Uhr 23:19 Uhr und noch immer ist keine Ruhe im Hause S. eingekehrt oder besser gesagt, ums Hause S. 

Die Hunde würden nicht dergestalt in fast schon krankhaftes Dauergebell übergehen, wenn Sie, werte Hundehalter, einfach mit ihnen Gassi gehen würden - sowie das alle anderen Hundehalter machen. In unserer Strasse haben wir gleich zwei vorbildliche Hundehalter, die mehrmals am Tag mit ihren Vierbeinern spazieren gehen - fragen Sie jene doch einfach nach einer Anleitung. Ich bin sicher, sie helfen Ihnen gerne - einfach den Hunden zuliebe. 

Als ebenfalls arbeitende Menschen, werden Sie sicher verstehen, dass wir zumindest in der Nacht gerne Ruhe hätten und durchschlafen möchten, dies ist in diesem Jahr allerdings erst gegen Mitternacht möglich. 

Wir ersuchen Sie hiermit ein bisschen Rücksicht auf Ihre Nachbarn zu nehmen. Gerade wenn man in einem Quartier wohnen darf, wie der ____strasse, ist Rücksichtnahme oberstes Gebot - besonders wenn man Zaun an Zaun lebt. Der Lärm kennt jedoch keine Zäune, weder den unseren noch zwei drei weitere. Nun legt sich Ihre Stirn in Falten und Sie schauen einander entgeistert an. Was könnte "Rücksichtnahme" nur bedeuten? Mir ist bewusst, dass Ihnen die Existenz jenes Wortes gänzlich unbekannt ist. Dem ist aber leicht Abhilfe zu schaffen. Gehen Sie in eine Buchhandlung und fragen Sie nach einem gelben Buch namens DUDEN. Hier sei angemerkt, dass die Mehrzahl keineswegs "Dudens" oder "Dudene" ist - dies erwähne ich einfach, damit Sie sich nicht blamieren. Natürlich habe ich bedacht, dass Ihnen auch Buchhandlungen fremd sein könnten. An der Stelle sind wir froh darüber, dass wir im 21. Jahrhundert leben und es DUDEN auch online gibt. Öffnen Sie Ihren Webbrowser, geben Sie Google.ch ein und suchen Sie nach "DUDEN" und "Rücksicht". Sie werden innert Kürze fündig werden und den Freiraum in Ihrem Oberstübchen mit Wissen füllen. 

Ist es wirklich in Ihrem Sinne, von der ganzen Nachbarschaft verachtet zu werden - wie es bereits in Aarburg der Fall war? Dort geriet man damals in regelrechte Partystimmung, als der Umzugswagen vorgefahren wurde. Schätzen Sie wirklich Ablehnung und Zorn? Liegt Ihnen wirklich an einem Konflikt? 
Wir für unseren Teil können uns das nicht vorstellen. Aber bei Ihnen muss man ja auf Einiges gefasst sein - nur nicht auf das Triebwerk einer B777, welches auf Ihr Haus stürzt und dem Lärm mit lautem Krachen ein Ende setzt. Aber die Hoffnung stirbt zu letzt. 

Zu den Eckdaten, die Ihnen wohl nicht bekannt sind:

Während der Ruhezeit nicht erlaubt ist:
- Lautes Spielen
- Kindergeschrei während der Ruhezeit und an Sonn- und Feiertagen
- Andauerndes Herumspringen von Kindern, ausserhalb der Ruhezeiten
- Dauernde Handwerksarbeiten an Sonn- und Feiertagen sowie während der Ruhezeiten
- Rasenmähen an Sonn- und Feiertagen sowie während der Ruhezeiten
- Lautes Feiern bis in alle Nacht hinein
- Streitgespräche während der Nachtruhe
- Andauerndes Zuschlagen von Türen und Fenstern
- Als Nachtruhe gilt die Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr.

Zusätzlich gelten an Sonn- und Feiertagen sowie an Werktagen der Mittag von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr als Ruhezeit.

Art. 684.2 ZGB: Verboten sind insbesondere alle schädlichen (…) nicht gerechtfertigten Einwirkungen durch Rauch (…) Lärm oder Erschütterung.

Auszug aus dem Polizeireglement der Gemeinden im Einzugsgebiet der Regionalpolizei Zofingen:
§ 12.1 In Wohngebieten ist das Arbeiten mit lärmigen Werkzeugen und Maschinen (z.B. Rasenschneiden, Hämmern, Fräsen, Bohren usw.) im Freien wie folgt verboten:
Montag - Samstag 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Montag - Freitag bis 06:00 Uhr und ab 20:00 Uhr
Samstag bis 07:00 Uhr und ab 18:00 Uhr
Sonn- und Feiertage ganztags (ausgenommen Ostermontag und Pfingstmontag)

§ 12.2 In der Zeit von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr ist jeder Lärm verboten, der die Nachtruhe stört.

Da Sie nun mit den Gepflogenheiten vertraut sind, hoffen wir darauf, dass sich nun daran gehalten wird. 

Um meine Aggression über Ihr asoziales Verhalten zu unterstreichen möchte ich anmerken, dass, dürfte ich eine Schrotflinte mein Eigen nennen, ich längst geschossen hätte. Man mag viel Negatives über die Amerikaner sagen, aber... oh wie oft wünschte ich mir bereits eine Schrotflinte... Als unser Grundstück widerrechtlich von Ihrem Wurf betreten wurde, wäre in Texas das Gesetz auf meiner Seite gewesen und ich hätte sie alle erschiessen dürfen. Wieso sind die Gesetze in der Schweiz nur so lasch? 
Des öfteren habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, Ihr Haus niederzubrennen. Aber bei meinem Glück, würde dann ein Neues hingestellt und Sie würden wieder neben uns wohnen. Ich hatte nie etwas mit Religion am Hut, aber seit einigen Wochen nun, falte ich abends stets meine Hände zum Gebet und ersuche sämtliche Gottheiten aller möglicher Religionen (je mehr desto besser, oder?), er oder sie möge/n meine Gebete endlich erhören, und ein verdammtes Triebwerk oder ein ganzes verdammtes Kleinflugzeug in Ihr verfluchtes Haus steuern. 
Ich bezeichne mich als ruhigen, leicht introvertierten, und friedlichen Veganer, der im Einklang mit der Natur lebt und Gewalt und Streit aus dem Weg geht. Aber Sie zwingen einen regelrecht dazu, gewalttätig zu werden. Wenn man über 10 Jahre neben einer permanenten Lärmkulisse leben muss wo alles Reden nichts nützt, den Lärm eher noch verstärkt, und man sich dann dazu entschliesst, eine ganze Familie samt Tieren abzuschlachten, muss man sich nicht wundern. Menschen werden von Menschen in den Wahnsinn getrieben. Psychisch zermürbt. Schuldig sind die Schuldigen, werte Nachbarn.

Sie müssen wissen, seit es irgendeine mies gelaunte Gottheit wollte, dass Sie und Ihr Nachwuchs aus der Hölle, hier her ziehen, und Sie es auch getan haben, ist unser gutes Leben vorbei. Fragt mich jemand, wo ich denn wohne, bleibt mir, als stets ehrlichem Menschen, nichts anderes übrig als zu antworten "neben dem Portal zur Hölle". Antwortete ich etwas anderes, müsste ich ja lügen. 

Dann würde mich noch interessieren, wieso Ihr Jüngster immer brüllt, als teste man mittelalterliche Folter- und Hinrichtungsmethoden an ihm. Wenn Sie wünschen, mache ich ihn gern mit welchen bekannt, vielleicht weiss er dann wieder wo er ist - und dass er, in seinem Leben keinen Grund hat, solch ein Geschrei zu zelebrieren. 

So, nun dürften Sie im Bilde sein. 

Wir danken für die Kenntisnahme

Nachbarn aus der Hölle I

Wir hatten ein gutes Leben. Selbst als wir noch in einer Mietwohnung gewohnt hatten, war unser Leben gut. Dann zogen wir in dieses Haus... in dieses alte Haus... und nein dies hier artet nicht in eine Gruselgeschichte über ein Spukhaus aus - obschon hier paranormale Aktivitäten zu verzeichnen sind, aber dies ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Wie dem auch sei, als wir in eben jenes Haus gezogen sind, begrüssten wir die Nachbarn. Zur Rechten ein junges Ehepaar, welches sich das Elternhaus mit der Mutter teilte und dem Hund natürlich. Der Rüde, welcher auf den Namen Ivan hörte, wurde nach dem seine Zeit auf Erden abgelaufen war, durch ein ähnliches Modell gleicher Rasse ersetzt. Diesmal durch eine Hundedame. Jene Nachbarn leben noch immer neben uns, mittlerweile mit einem Kind. Wir unterhalten uns gerne mit ihnen. Es sind angenehme Zeitgenossen. Eben solche Menschen, mit denen man gerne Zaun an Zaun wohnt.
Und hier beginnt sich die Geschichte zu verfinstern... Das Haus zur Linken... ein altes Haus... ein schauderhaftes Haus... ein Haus, welches in den Jahren immer mehr von der dunklen Seite in Besitz genommen wurde... solange bis es schliesslich zum direkten Portal zur Hölle wurde...

Die ersten Nachbarn, die wir in diesem Haus kennen lernen durften, waren Italiener. Ein pensioniertes Ehepaar, welches täglich, ganz nach italienischer Manier, sämtliche Kinder zum Essen bei sich hatte. Der Mittag war daher immer recht laut - aber es waren freundliche und angenehme Menschen, sodass einen das nicht gestört hat. Man konnte sich gar mit dem nervtötenden Gekläffe des Mini-Hundes anfreunden. Doch als die Jahre verstrichen, zog das Ehepaar in eine Wohnung, da man sich nicht mehr in der Lage sah, ein Haus zu bewirtschaften - vom Garten ganz zu schweigen. Abschied wurde zelebriert, Möble wechselten kostenlos ihre Besitzer...
Es folgte ein junges Ehepaar. Bald schon hatten sie einen Hund und mir graute vor dem Tag, an dem eines dieser peinlichen Schilder vor dem Haus oder Banner am Balkon hängen würde, mit den Worten "Wir sind schwanger" oder einfach mit dem Namen des eben geworfenen kleinen Menschen. So weit sollte es jedoch nicht kommen. Erst kam ein Hund, der nach 3 Monaten bereits in den Garten ziehen musste, wo er zwar eine kleine Hütte hatte, aber es doch an Wärme fehlte. An Wärme einer Heizung bei kalten Herbsttagen, und an Wärme der Besitzer. Der Hund verschwand irgendwann wieder, zurück blieb die Hütte. Leer und verlassen.
Dann stellte sich heraus, dass er seine Frau oder Freundin mehrmals in der Woche betrogen hatte. Öfters konnte man ihn mit einer anderen Frau (es war nicht immer die gleiche) auf dem Motorrad davon fahren sehen. Gleich nach der Kurve wurde angehalten und sich leidenschaftlich geküsst. Irgendwann wurde das Haus verkauft und die beiden gingen getrennte Wege...
Hätte er sie mal nicht betrogen, könnten wir jetzt ein schönes Leben führen. So gesehen, ist er Schuld.

Was dann folgte ist an Grauen kaum in Worte zu fassen. Es handelte sich um die Familie Fick, welche ihrem Namen doch alle Ehre macht - 8 Kinder (eines aus erster Ehe - dieser Mann war klug und floh, als er noch konnte), 3 Hunde, ca. 35 Katzen und irgendwelche Nagetiere.
Über Familie Fick liesse sich in der Tat ein Buch schreiben... Was wir alles erleben durften, in den Tagen der Nachbarschaft...

Meiner Theorie zufolge, lebt Herr Fick nur noch in diesem Haus der Verdammnis, weil sich kein Mensch so viele Alimente leisten kann. Zahl mal für 8 Kinder und eine Frau, die mehr breit als hoch und stinkfaul ist. Da kann man sich eigentlich nur noch erhängen...
Oft habe ich versucht mich in diesen Mann hineinzuversetzen und ehrlich, jedes mal bin ich zu dem Schuss gekommen, dass ich entweder auswandern und unter neuer Identität leben oder mich erhängen würde.
Nun wird man sich aufregen und sagen, der Mann sei daran auch beteiligt und so... ja das ist er wirklich, dennoch hält niemand so ein Weib auf Dauer aus.
Würden Sie es denn schätzen, wenn Ihre Frau im Garten steht, bekleidet in ein Nachthemd, dass den 70ern entsprungen ist - und ihrer doch recht umfangreichen Person nicht sehr schmeichelt, da es zwei Nummern grösser hätte ausfallen dürfen, und Sie anbrüllt? Das ist wirklich so geschehen. Sie stand in eben diesem Nachthemd im Garten und brüllte ins Haus, wo sich der Mann aufhielt - bis er dann mit den Hunden spazieren gegangen ist - was sie nicht mitbekommen hat, da im Garten schreiend und so schrie sie weiter ins leere Haus. Da kam die ganze Gossensprache zum Vorschein:
- Fick! Du verdammter Hund! Verpiss dich endlich!
- Fick! Ohne Dich sind wir besser dran! Hau ab, verpiss dich! Lass uns allein!
- Fick! Du elender Waschlappen! Ich hab genug von dir, du verweichlichter Dreckskerl!
- Fick! Du "Schofsäcku", du bist zu nichts nutze!
- Wie konnte ich mir nur auf so einen jämmerlichen Taugenichts einlassen!
und so ging es etwa über 40 Minuten weiter...
Einmal brüllte sie, er wäre eine Flasche im Bett - und doch haben sie 7 Kinder zusammen gezeugt... Irgendetwas muss er ja richtig gemacht haben...

Das Organ dieser Frau ist eine Tortur für jedermanns Ohren. Eine doch recht maskuline Stimme hat sie. Noch nie habe ich sie in einem normalen Ton reden hören. Man möchte meinen, diese Frau arbeite als Marktschreier oder irgendwo auf einem Bazar - aber dafür ist sie ja zu faul. Sie zieht es vor, den ganzen Tag zuhause herum zu hocken, sich nicht um die Kinder, geschweige denn um die Tiere zu kümmern und ihren Mann zur Schnecke zu machen, wenn er nach einer 10-Stunden-Schicht nach hause kommt. Sie züchtet Katzen in ihrem Keller. Die Rasse ist mir nicht bekannt, da ich mich nicht für Katzen interessiere. Jedenfalls handelt es sich um diese langhaarigen Biester mit diesem griesgrämig gezüchteten Gesicht.
Ein Teil ihrer Katzensammlung ist im grossen Regen im Keller ersoffen. Sie waren in den Ferien und hatten niemanden, der für die Tiere organisiert. So kam dann die Feuerwehr, da auch unser Haus sich mit Wasser gefüllt hatte. Und als man dann bei der Familie Fick war, kam ein Feuerwehrmann aus dem Haus gerannt, der sich erstmal auf die Strasse übergeben musste. Mit weit aufgerissenen Augen, in denen das blanke Entsetzen auszumachen war, stammelte er: Er habe noch nie so etwas ekelhaftes gesehen! Der ganze verdammte Keller sei verschissen. Ein paar der Katzen wären versoffen und überall schwimme Scheisse herum. Katzenscheisse. Und der Gestank! Er habe schon vieles gesehen und vieles GEROCHEN, aber so etwas... nein... das sei einfach zu viel...

Ende von Teil 1