Samstag, 18. August 2018

Vom Wunsch, Schädel einzuschlagen....

Seid gegrüsst, oh meine Leser

Na, was solls denn heute sein? Geht es Euch gut? Geniesst Ihr das Wochenende? Nun, mein Samstagmorgen war bis vor wenigen Minuten noch wunderbar. Was sich vor wenigen Minuten ereignet hat, ist Grund für diese Eintragung.
Allerdings war ich erst nicht sicher, ob es auf diesen Blog gehört. Was solls...

Ich fahre nach Bern. Unterrichte heute noch. Gehe in der Welle in die dortige Migros. Schleicht eine faltige Bürgerin aus Innsmouth (entschuldigt, ich lese mal wieder Lovecraft, und die Fischaugen dieser Alten, erinnerten mich irgendwie daran) mit ihrem verdammten Tablett, auf dem sich zwei Kaffee Gesellschaft leisteten  vor mir her durch die Gänge. Ziellos, wie es scheint. Schlurf.
Ich gehe in meinem üblichen Stechschritt an ihr vorbei, da ich um 11:00 Uhr unterrichte und nicht, anders als sie, den ganzen Tag Zeit habe. Ich stehe vor dem Regal und schaue, sie quetscht sich zwischen mich und Regal und greift mir gierigen Fingern in die Brotauslage. Sie fasst an, dreht um, legt zurück. Igitt. Da überlegte ich schon, ob ich etwas sagen soll, tue es aber nicht. Denn noch immer bin ich guter Laune. Schliesslich hat sie ihre Brote aufs Tablett geladen und quetscht sich an mir vorbei, wobei sie mich leicht anschuppst. Sie hätte neben mir vorbeigehen können. Hat sie aber nicht getan. Ich rege mich auf und als ihr Ohr auf meiner Höhe ist, gebe ich ein echauffiertes "Entschuldigung!" von mir. Sie schaut mich genervt an, schüttelt den Kopf. Ihr Mund formt Worte, die ich nicht verstehe, da ich meine BOSE QuietComfort35 trage und ich die Aussenwelt somit nicht höre. Dennoch raste ich aus! Ich schubse die Alte ins Regal. Sie holt zur Gegenwehr aus. Ich entreisse ihr das Tablett und prügle auf sie ein. Immer mitten in die Fresse rein. Als ihre hässliche Nase dann endlich gebrochen ist, greife ich nach ihren Haaren, wickle meine Finger schön darin ein und schlage ihre Visage immer wieder gegen das Regal. Das hohle anfängliche Poltern endet in schmatzenden Lauten. Irgendwann realisiere ich, dass alles voller Blut ist. Von der Alten Gesicht ist nichts mehr übrig. Nur noch eine breiige Masse, die an den Haaren hängt, die ich noch immer fest umschlossen halte. Ein Teil ihres Gesichts hat sich über die Brote ergossen, die sie zuvor wieder zurückgeworfen hatte. Ich habe mein Werk vollendet. Lasse die grauen Haare los und gehe zur Kasse. Das Blutbad hinter mir kann jemand anderes aufwischen.

Gut, meine Leser. In einer perfekten Welt, wäre das so abgelaufen. Es ist auch alles so passiert, ausser dem Teil, in dem ich auf sie eingeschlagen habe.
Ich habe nicht gehört was sie gesagt hat. Sie ist dann zur Kasse geschlurft. Zwei junge Typen neben mir haben sich darüber amüsiert, dass ich die Alte zurechtweisen musste. Woah echt! Diese Trotzhaltung! So à la, ICH GEHE HIER LANG! GEHT MIR ALLE AUS DEM WEG!
Auf dem Weg zum Self-Checkout steht sie an der Kasse und schaut mich grimmig an. Ich starre zurück mit erhobener Augenbraue. Ich bin bereit Alte! Wenn Du kämpfen willst, wir tragen es aus! Sie wendet sich ab. Ich gehe zum Self-Checkout und verlasse nach dem Bezahlen die Migros. Dabei sehe ich, wie sie einen jungen Typen anrempelt, der vor ihr steht. Sie will zu einem der Tische und bringt es nicht fertig an dem Typen vorbei zu gehen. Nein. Denn es ist IHR VERDAMMTER WEG!
Solche Menschen sollten echt zuhause bleiben!



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