Donnerstag, 12. Mai 2016

Eine unheimliche Nacht in einem leeren Haus in Tokyo

Oh meine Leser, es ist dem Zufall oder dem Schicksal zu verdanken, dass ich die letzte Nacht überdauert habe. Mein Ableben wäre durchaus möglich gewesen...
Man stelle sich vor, ich wäre tatsächlich dahingesiecht, dann hätte ich nicht über die Ereignisse der letzten Nacht schreiben können und Ihr hättet nie erfahren, was mir zugestossen ist... 

Es kommt ein Sturm

Schon der ganze Tag war recht windig. Was sage ich "recht", war verdammt windig. In der Nacht zuvor, war ich mit dem Metal Dude in Shinjuku etwas trinken. Da es geregnet hat, hatte ich meinen Knirps dabei, welcher auch vonnöten war. Wieder zuhause, habe ich den Knirps aufgespannt und zum trocknen vor der Haustüre gelassen. Wer hätte mit starken Bodenwinden am frühen Morgen gerechnet? Jedenfalls ist mir im Laufe des Nachmittags, da als mir beinahe ein Fenster entgegen geflogen ist, eingefallen "Scheisse! Mein Schirm!". Ein Blick aus dem Badezimmerfenster (und was, liebe Rechtschreibprüfung ist am Wort "Badezimmerfenster" falsch???) bestätigte meine Befürchtung: Mein Schirm war einfach nicht mehr da. Der ist wohl durch halb Sumida geflogen und hat irgendwo sein Ende gefunden. Ein Grund nach Asakusa rüber zu gehen und einen neuen Schirm zu kaufen. Hach ja... Zwei Jahre hat dieser Schirm Regen, Schnee und Wind überdauert und nun ist er einfach nicht mehr da. Ich konnte mich nicht einmal mehr verabschieden v_v 
Der Himmel verdunkelte sich zunehmend und der Wind wurde stärker und stärker. Die Abdeckung der Waschmaschine, die sich im Vorgarten befindet, ist auch davon geflogen. Der Sichtschutz vor dem, Achtung wieder das falsche Wort, Badezimmerfenster, ist erstaunlicherweise noch da. Das ganze Haus bebte und gab seltsame Laute von sich. Knarren und Scharren und Klopfen... 

"Lassen sie mich rein! Ihr seid alle des TODES!!!"

Irgendwann am späten Nachmittag erklang die Türklingel, welche ich erstmals hören durfte. Ich ignorierte den fremden Besucher. Einerseits, erwartete ich keinen Besuch und andererseits befand ich mich im oberen Stock und hätte runter gehen müssen. Wozu? Niemand weiss, dass ich hier wohne. Und mein Vermieter hätte sich via E-Mail angemeldet. Also ignorierten wir die Klingel. 

Am Abend, während der Dämmerung, klingelte es erneut. Ich ignorierte es wieder. Da ich mit einer Freundin via Whatsapp Sprachnachrichten austauschte, berichtete ich ihr davon. Sie meinte auch, sie würde nicht öffnen. Ob ich nicht sehen könne, wer es ist. Nein. Ich müsste auf den Balkon gehen und dann würde mich der Eindringling sehen. Ein Guckloch in der Tür gibt es hier nicht. 
Sie meinte dann, vielleicht ist es jemand von den E-Werken. Ich entgegnete, "Als Mensch, der seine Kindheit und Jugend mit dem Konsum von Filmen zugebracht hat, weiss ich, dass sich Einbrecher, Mörder etc. oftmals als Menschen von E-Werken und co tarnen." Wir lachten. Schliesslich war es ja schon irgendwie witzig. Dann machten wir uns Gedanken darüber, wer es wohl sein könnte und mit welcher Absicht. 
Schliesslich meinte sie, vielleicht möchte mir jemand meinen Schirm zurückbringen? "Ach, den können sie auch über den Zaun schmeissen."

Erinnert Ihr, oh meine geschätzten Leser, Euch an Poltergeist 2? "Reverend" Kane steht vor der Tür der Freelings und will ums verrecken das Haus betreten. "Lassen sie mich rein. Ehe es zu spät ist." Als ihm der Zutritt verweigert wird, schreit er schliesslich "Ihr seid alle des Todes! Des TOOODES!" Ehrlich gesagt, habe ich für einen kurzen Moment mit so etwas gerechnet. Aber Kane interessiert sich wohl wahrlich nur für Carol Ann und nicht für Navi M. Gray. 


Der Eindringling und unheimliche Geräusche aus dem Wandschrank

Draussen war es bereits dunkel. Ich befand mich im zweiten Stock meines Häuschens und war nach wie vor fleissig mit chatten beschäftigt. Einerseits mit meinem Droog via Whatsapp und mit anderen Freunden via LINE und Wechat. Draussen pfiff der Wind durch die nahezu menschenleeren Strassen Tokyos. Es krachte und knallte. Sachen flogen durch die Gegend. Schliesslich begann es noch zu regnen und weit weg war ein Donnern zu vernehmen. Ein richtiges Frühlingsgewitter? Ich machte mir Gedanken zu Blitzableitern bei japanischen Häusern... Wie sicher sind die? HELP!
Schliesslich klingelte es wieder. Ich machte keine Anstalten, die Tür zu öffnen. 
Hier muss ich erwähnen, dass sich die Klingel vor dem Gartentor befindet. Sprich der Besucher steht erstmal nicht direkt vor der Haustür. 

Dann klopfte es mit kräftiger Faust gegen die Haustür. Ich erschrak dergestalt, dass ich mein iPhone fallen lies. Es hämmerte regelrecht dagegen. Draussen heulte der Wind. Der Regen hämmerte an die Fensterscheiben. Und wieder hämmerte eine Faust gegen meine Haustür. Ich schrieb meinem Droog, "In dieser Nacht werde ich sterben. Jemand hämmert an meine Haustür." Das war die letzte Nachricht, die sie von mir erhalten sollte. Danach war der Akku meines portablen Wi-Fi-Routers alle. Das Ladegerät lag wunderbar im unteren Stock. Scheisse. Wieder hämmerte es gegen die Haustür. Ich setzte mich auf den Boden neben der Couch und harrte aus. Schliesslich hörte ich etwas im Wandschrank direkt vor mir! Ich starrte auf die Schranktür. Sie war geschlossen. Kein Platz für Nozokime (ein neuer japanischer Horrorfilm. Nozokime bedeutet, Augen in den Spalten. Sei es Spalten zwischen den Vorhängen, wenn eine Tür nicht richtig verschlossen ist, etc. Der Metal Dude erzählte mir von dem Film und ich schaute natürlich den Trailer und wurde regelrecht paranoid). Es klang so, als sässe jemand im Wandschrank, der sich bewegt. Als ziehe dieser jemand, oder dieses Etwas, sein Bein an sich. Mit Gänsehaut der übelsten Sorte redete ich mir ein, oder versuchte mir einzureden, "Das bildest du dir ein... Das bild ich mir nur ein... Das ist nicht real." Das klappte ganz gut, bis ich aus dem Schrank ein Geräusch vernahm, als schiebe jemand eine schwere Kartonkiste über den Boden. Unten hämmerte es wieder gegen die Tür. "Was wenn ich einfach die Augen schliesse? Habe ich dann eine Überlebenschance?"
Ich versuchte rational zu denken. Unten steht möglicherweise ein Serienkiller vor der Tür. Was heisst hier möglicherweise? Komm schon! In einer stürmischen Nacht, prügelt jemand an meine Haustür. Das kann sich nur um einen Serienkiller handeln. Im Schrank vor mir befindet sich kein Jemand sonder ein Etwas. Seit DAGON wissen wir, wir haben immer zwei Möglichkeiten. Will ich von einem paranormalen Wesen in eine andere Welt verschleppt oder von einem Serienkiller unter Höllenqualen und Folter ausgeweidet werden? 
Ich hatte die Bilder vor mir. Er gelangt ins Haus. Fegt meine Kosmetika vom Tisch. Schmeisst mich auf diesen und rammt mir sein Messer in den Bauch. Zieht es von oben nach unten sodass meine Eingeweide rausquellen. Auf dem Fussboden entleert sich die Flasche mit dem Gesichtstonic von

SHISEIDO. Mein Blut vermischt sich mit dem Tonic auf dem Fussboden. Er trennt mir Arme und Beine ab, da er ein Sammler ist. Er hat zuhause eine Art Museum, mit abgetrennten Gliedmassen in Pflanzentöpfen. Die einen sind schon fast ganz bis auf die Knochen zersetzt. Überall tummeln sich Maden und sonstiges Getier (Guinea Pig - Flowers of Flesh and Blood) Während ich da liege und vor mich hin sterbe, geht er nach oben, öffnet die Schranktür und wird von dem Wesen im Schrank ins Jenseits befördert. Zu spät für mein sterbendes Ich. 
Das Wesen aus dem Schrank kriecht, seltsame Geräusche von sich gebend, die Treppe herunter. Beugt sich über mich und starrt mich an. Ich sterbe. Ich bin eigentlich schon tot. Als ich wieder aufwache, befinde ich mich im Schrank und bin ein Geisterwesen. 
Wollte mich das Wesen im Schrank warnen? Gar beschützen? Da es, Jahre zuvor, vom selben Typen ermordet worden ist? Ähnlich, wie die Frau im Spiegel, in der einen Folge von X-Factor aka Beyond believe? Wir werden es nie erfahren... 


Was wirklich geschehen ist

Oben Erwähntes hätte ja wirklich passieren können. Ich meine, schliesslich lebe ich allein in einem Haus, einem möglicherweise verfluchten Haus, in Japan. Schon einmal JU-ON gesehen? Möglich wärs. 
Mein Wi-Fi-Router-Ladegerät befand sich mit mir im zweiten Stock. Die Wi-Fi-Verbindung war nie getrennt. Ich war stetig in Kontakt mit meinen Freunden. Irgendwann klingelte es wieder an der Tür. Und ich hörte Stimmen von der Strasse her kommen. Ob die etwas mit dem Klingeln zu tun hatten, werden wir nie erfahren. Ich rechnete ernsthaft mit einem Klopfen an der Tür, dies blieb aber aus. 
Ein Knarren und Scharren hörte ich auch. Auch eine Art Klopfen. Jedoch erst sehr viel später in der Nacht. Als ich bereits in diesem steinharten und unbequemen Bett lag und schlafen wollte. Ich schrieb es dem Wind zu. Selbst wenn es wirklich aus dem Schrank gekommen ist, ich wollte es einfach nicht wissen. Wer öffnet schon mitten in der Nacht, in der Dunkelheit eine Schranktür? 

Jedenfalls hätte sich so etwas tatsächlich ereignen können. Ich meine, die besten Voraussetzungen für den Anfang eines Horrorfilms oder Psychothrillers waren gegeben: 
Ein altes japanisches Haus, eine Frau allein zuhause, eine stürmisch-regnerische Nacht, ein Fremder vor der Tür. Kommt schon Leute, ehrlich, wie viele Filme fangen so an? Da ich ja völlig abgeklärt bin und mich bei Filmen immer über diese Idioten aufrege, die der Herkunft des Geräuschs auf den Grund gehen oder die Tür öffnen wollen und immer sage, so etwas würde ich ganz bestimmt nicht machen, machte ich dies auch nicht. Ich verharrte einfach im zweiten Stock. 
Ich schickte meinem Droog eine Sprachnachricht, in der ich ihr mitteilte, ich müsse so etwas von dringend Pipi, aber die Pipibox befinde sich im unteren Stock. Und ich habe nicht einmal einen Eimer hier oben. Ich harrte aus. Ehe es zu einer Notwasserung kommen konnte, ging ich dann aber doch nach unten. In meiner rechten Hand hielt ich, festumklammert, einen Kugelschreiber mit dem silbernen HILTON Logo. Ein Kugelschreiber ist besser, als gar keine Waffe zu haben. Obschon ich mit einer Silhouette vor der Haustür (Milchglastür) gerechnet hatte, war keine zu sehen. Es sass auch kein Mädchen in weissem Kleid im Wohnzimmer. Und auch kletterte keine Sadako aus der Badewanne. Das Haus war leer und ich konnte ganz beruhigt die Pipibox aufsuchen. Schrieb meinem Droog zuvor, "Ich gehe jetzt Pipibox. Falls du nichts mehr von mir hörst, alarmiere die Luftwaffe!" Sie hörte jedoch nach dem Besuch der Pipibox gleich wieder von mir. 


-> Jetzt just in diesem Moment, wo ich hier sitze und schreibe, klingelt es wieder an meiner Tür...
Dafuq? ?_?



Dienstag, 3. Mai 2016

Dating in Japan #1 : Mein pixelated oder half-blind Date in Ikebukuro

Bevor ich Euch mit meinem Reiseblog auf dem Laufenden halten kann, muss dies hier erst raus! Ja mir ist bewusst, dass ich seit meiner ersten Woche in Tokyo nicht mehr gebloggt habe. Wenn die Einträge online sind, wisst Ihr wieso ^_^

Jedenfalls spazierte ich zuvor durch die Nacht in den hellerleuchteten Strassen Gotanda's und da hörte ich im Hinterkopf den Typen aus Scream 2 sagen "Das ist heiss! Das muss raus!" und genau so verhält es sich mit meinem Erlebnis von vorhin. 70min habe ich es ausgehalten. Dann stand ich vor der Wahl:
a) Ich bringe mich um, um der Situation zu entfliehen
b) Ich bringe ihn um, um der Situation zu entfliehen
c) Ich gehe einfach

Pixelated Date? Half-blind Date? Gedanken zur Bezeichnung

Man spricht von einem Date, wenn man die Person schon einmal gesehen hat und weiss, wie sie aussieht. Man spricht von einem Blinddate, wenn man die Person noch nie zuvor gesehen hat und sich durch die Menschen fragen muss "Bist Du....?", was mir glücklicher- oder smarterweise noch nie passiert ist. Wie nennt man es, wenn man zwar drei Fotos gesehen hat, diese aber verpixelt waren? Spricht man dann von einem Pixelateddate? Oder einem Halfblinddate? Ich habe keine Ahnung. 
Und wieso zeigt man verpixelte Fotos? Und eines, das wohl vor 10 Jahren mal aufgenommen worden ist? Wieso tut man das? Denken solche Menschen nicht daran, dass man ihr Gesicht spätestens beim Date sehen wird? Wäre es da nicht besser, mit offenen Karten zu spielen? Ich sage ja auch nicht, ich wär "stick-thin". Gut, ich sage auch nicht, dass mein Arsch breiter ist, als auch schon, und dass man mit dem Fett aus meinen Oberschenkeln wohl eine Fastfood-Kette haushalten könnte (ok, so schlimm ist es dann doch nicht, aber Ihr kennt ja meinen Hang zur Dramatik!).

Hier die Anmerkung zu "Schönheit kommt von innen". Anton Szandor LaVey schrieb dazu in den Satanischen Essays "Ist Balsam für die Hässlichen." Meine Lehrlingsbetreuerin damals sagte etwa das Selbe. Sei ja schön und gut, aber wenn der Typ nicht gefällt (ich meine ihre Worte waren "chotzgrusig"), interessiert es dich auch nicht, ob er nett ist. Du sprichst gar nicht erst mit ihm und findest es so auch nicht heraus. Hart, aber wahr.

Soviel zur Vorbereitung... -_- "Typisch Frau"

Jedenfalls bin ich noch immer leicht angepisst. Bitte entschuldigt die Ausdrucksweise, oh meine Leser, aber anders kann ich es selbst in Deutsch nicht ausdrücken. Ich bin angepisst, weil ich mein Gesicht umsonst mit der BB Cream von Klairs eingeschmiert habe. Weil ich mein (bald zur Neige gehendes) Puder von Shiseido umsonst aufgetragen habe. Weil meine Augenbrauen heute kaum perfekter hätten gezeichnet sein können und so auch meine Lidstriche. Mein Pulli von Tommy Hilfiger hätte heute Premiere gehabt (er ist so angenehm weich und die Farbe schmeichelt mir). Ich habe 30min für die Wahl des richtigen Outfits aufgewendet und mir überlegt, ob ich mir nicht doch noch die Haare waschen soll. Faulerweise habe ich Letzteres bleiben lassen. Gestern ging ich gar in einem Anflug von Panik gen Daiba und kaufte für CHF... na ja jedenfalls für viel Geld, neue Klamotten, von denen ich glaube, dass ich zwei der drei Röcke niemals tragen werde. Ihr findet diese dann auf meiner Facebook-Seite "Navi's little wardrobe", die nach einer Aktualisierung schreit. In einer neuen Boutique (einfach weil es eleganter klingt, als "Laden" oder "Shop") kaufte ich mir einen weissen (die Farbe heisst eierschale oder creme) Pulli und eine Art "Wollemutz", der viel zu teuer war, aber er ist schön. Nur ob ich ihn je tragen werde, sei dahingestellt... Wir werden sehen. Ansonsten ist er ann auch günstig zu erwerben. Ja so wirds gemacht. Man kauft teuer ein und verkauft günstig, ganz im Sinne von Tenrikyo (aber dazu dann in meinem Reiseblog - gott aka Oyasama, diese Werbung immer!). Jedenfalls habe ich, bis auf das weisse Trägershirt unter dem Pulli nichts von den neuen Klamotten angezogen - was mich nicht einmal wundert...
Wie dem auch sei, ohne völlig arrogant klingen zu wollen, mein Styling war perfekt (auch ohne 3-Wetter-Taft). Besser hätte es gar nicht sein können und wofür? Für 70min des Umherwanderns in den überfüllten Strassen eines Ikebukuro's zur Golden Week. Mein Gesicht ist während des Schreibens noch immer angemalt, die Klamotten liegen auf dem Sofa und ich trage meine Zuhause-herumgammeln-Klamotten. Vor mir befindet sich ein riesiger Spiegel, in den ich während des Schreibens hin und wieder blicke um meine Augenbrauen zu betrachten. Ihr könnt schon lachen! Aber wer sich nicht jeden Tag die Augenbrauen nachzeichnen muss, hat keine Ahnung, wie das ist. Ja ich bin selbst schuld, ich weiss, dennoch ist es ätzend und wenn sie dann mal wirklich perfekt sind, dann schaut man sein Meisterwerk auch gerne an. Sollte ich eventuell noch Erinnerungsfotos davon machen?

Oh und ich bin angepisst, weil das perfekt gebügelte weisse Hemd um meine Aversion gegen Menschenmassen wusste und ich mich im Gedränge von Ikebukuro wiederfinden musste. DAS pisst mich am meisten an!

Treffpunkt 18:00 Ikebukuro Yamanote Line Track (düstere Befürchtungen...)

Da ich ja bekanntlich nie zu spät bin, stets zu früh (und daher IMMER auf Menschen warten muss), ging ich bereits 17:10 Uhr gen Gotanda Station und nahm die Yamanote gen Shinjuku und Co. 17:40 Uhr kam ich in Ikebukuro an und durfte also 20 Minuten auf mein Date warten, da dieses keine Minute zu früh antrabte. Ich stehe also da, am Ende des Bahnsteigs (um auch das deutsche Wort für "Track" oder "Noriba" mal verwendet zu haben) und warte auf mein Date, welches ich von zwei verpixelten Fotos kenne. Da ich 20 Minuten Zeit habe, hole ich mein Moleskine aus der Tasche und Folgendes habe ich ihm anvertraut (in meinem Moleskine steht alles in Schweizer Mundart, der Einfachheit halber hier ausgedeutscht): 
  • Eben hatte ich einen schlimmen Gedanken, was, wenn plötzlich irgend so ein alter Sack vor mir steht? Der so gar nichts mit dem Typen auf dem Foto zu tun hat? In dem Fall werde ich in hysterisches Gelächter ausbrechen und "bin dann mal weg".
  • Eigentlich ist es krank, was ich hier mache... oder? Oder nicht? Oh doch.
  • Bisher waren alle Menschen, die ich im Netz getroffen habe, ein riesen Reinfall. Das stimmt nicht. (und hier folgt eine Auflistung mit Menschen, die ich im Netz getroffen habe, die normal sind und mit denen ich heute noch befreundet bin)
  • Möglicherweise ist dies mein letzter Eintrag? In dem Sinne "adieu"
  • OMG hoffentlich ist es nicht der Typ da o_O Falls doch, habe ich Durchfall oder muss auf den Bus! HELP! - Phuuu Glück gehabt, er war es nicht. 
  • Eben ist mir der Gedanke gekommen, was wenn er mir gar nicht gefällt? Daran habe ich bisher noch gar nicht gedacht. Haha zu spät! (Eigentlich nicht, er ist noch nicht anwesend, ich könnte noch immer in die nächste Yamanote steigen und weg war sie.)
  • OMG! OYASAMA!!! Der Typ sieht ja schon aus wie ein Serienkiller!!! SCHEISSE! Phuuu Glück gehabt, der wars auch nicht ^^ Hab ich Schwains
  • Ich fühle mich gerade wie Kate in "Friends with better lives". Die Folge, in der sie ein Blinddate hat und froh ist, dass sie nicht Susan ist. "Susan fährt auf jeden Fall im Kofferraum nachhause."
Ein Typ in strahlend weissem Hemd, mit Schlips aber ohne Jackett, schwirrt herum. Ich sehe kein Gesicht, erkennen würde ich es ja ohnehin nicht, da man sich im richtigen Leben nicht verpixeln kann, und warte, bin aber sicher, dass dieses Hemd (wäre perfekt für die Weisser Riese Megaperls Werbung) mein Date ist. Irgendwann steht das Hemd ganz dicht neben mir (Wieso nur muss ich in diesem Moment, an den Typen vom Kamoriver 2015 denken? "Excuuuuuse"). Ich hätte fast aufgeschrien vor Schreck. Er sagt nicht meinen Namen, nein, er hält mir sein Mobiltelefon (ganz richtig, noch eines von den Dingern, die man aufklappen kann) unter die Nase mit einem Bild von mir. Ich nicke - leicht irritiert. Was ist aus dem guten alten Anstand geworden? Sich vorstellen? "Ich bin das weisse Hemd. Du musst Navi sein." An der Stelle, kam meine Oberflächlichkeit erstmals an die Oberfläche (ja mir ist bewusst, wie das zu lesen ist... aber egal). Alles, was ich sehen konnte, war der Entenschnabel. Die Falten um die Augen und dieses käseweisse Gesicht... Meine Stimmung war im Eimer. Dennoch redete ich mir ein, nicht oberflächlich zu sein und so hatte ich folgendes stummes Mantra "Sieh darüber hinweg. Du bist nicht so oberflächlich. Du bist nicht so oberflächlich." 

NS: Ich nenne seinen Namen absichtlich nicht, da ich ja niemanden ächten will. Das Foto könnte ich allerdings posten, man erkennt ohnehin nicht viel -_^ Ich belasse es beim weissen Hemd. Der Name gefällt mir. Vielleicht sollte ich es ergänzen durch, "das perfekt gebügelte weisse Hemd" ^^

Ikebukuro Sky Circus - Sunshine 60 Observatory "Jesus"

Wir gehen also durch die Strassen von Ikebukuro wo ich mit Fragen gelöchert werde. Fragen, die ich bereits in unserem Chat via LINE beantwortet hatte zum Einen, Wiederholungen neuer Fragen zum Anderen. Wir betreten eine Rolltreppe und er verhandelt mit einem Guide etwas, weist mich an zu warten, er gehe Tickets kaufen. Wofür sollte ich alsbald erfahren... Während er die beiden Tickets kaufen ging und ich wie bestellt und nicht abgeholt wartete und vom Guide angeglotzt worden bin, hatte ich doch Zeit folgendes in mein Moleskine zu schreiben: 
  • Oh ich wünschte, er wäre der Serienkiller gewesen... x_x
Schliesslich haben wir eine Vielzahl Animateurinnen vor uns, die uns mit strahlendem Lächeln den Weg weisen. Ich versuche nicht allzu pissig auszusehen, denke allerdings nicht, dass es mir gelungen ist. Dieses Sky Circus Dings ist etwas für kleine Kinder, aber nicht für genervte Navi M. Grays. Angefangen mit einer Geschichte in Japanisch, von der ich herzlich wenig verstanden habe, und Monsieur weisses Hemd hat keine Anstalten gemacht, etwas zu übersetzen, weiter mit Flugzeugen und dann gings ab in den nächsten Raum, wo man sich in diversen Spiegeln begutachten konnte (ich will an der Stelle keine Sprüche hören, von wegen, da wär ich ja am richtigen Ort gewesen, wenn ich schon "sooo perfekt gestylt war" und meine Augenbrauen heute einfach perfekt waren). Immerhin gab es eine Aussicht über Tokyo bei Nacht. Wenn man allerdings schon Ropponghi Hills und den Skytree besucht hat, ist das auch nicht mehr so interessant. Weiter konnte man durch irgendwelche Löcher gucken und Kaleidoskope begutachten, oder man stellte sich unter zwei Regenschirme vor einen Bildschirm. Wir haben nichts von alldem gemacht, da mein genervtes Ich nur nach dem rettenden EXIT Ausschau hielt und zielstrebig darauf zuging. Er fragte mich, wie es war. Ehrlich, ich mag solche Sachen nicht. Was er wissen würde, hätte er bei unseren Unterhaltungen aufgepasst. 

Nachtspaziergang durch Ikebukuro "Do you like...? Oh really? I mean, really?"

Auf dieses recht enttäuschende, gut CHF 17 kostende Ereignis, wanderten wir durch die Strassen Ikebukuros, wo ich zum Fragebogen mutierte. Jede Frage begann mit "Do you like....?" Egal, ob ich ja oder nein antwortete, darauf folgte immer ein "Oh really?" gefolgt von einer kurzen Denkpause, gefolgt von einem "I mean... really?". Anfangs machte ich mir noch die Mühe auf alles zu antworten, bis es mir dann zu lästig wurde. Alle ca. 10 Minuten kam die Frage, ob ich hungrig bin. Nein. Ob ich etwas trinken möchte. Nein. Als ihm langsam aber sicher die Fragen ausgegangen sind, hat er einfach wieder von vorne angefangen: "So du magst also Hunde. Und Katzen?" "Ich mag alle Tiere." "Also du magst Hunde? Aber du hasst Katzen nicht?" "Wieso sollte ich?" "Aha. Du magst auch Katzen? Wirklich?" 
Was mich ja am meisten nervt, ist die Frage nach dem Essen. Ich habe mir abgewöhnt zu sagen, ich esse kein Fleisch, oder ich sei Vegetarier, Veganer, was auch immer. Um es den Menschen begreiflich(er) zu machen, sage ich, "Ich esse keine Tiere". Wenn mir dann noch jemand mit der Frage kommt, "Auch keine Fische?" dann ists einfach vorbei. Ich sage ja genau deswegen, ich esse keine Tiere, weil viele Menschen noch immer der Ansicht sind, man isst zwar weder Schwein, noch Kuh noch Hund, aber Fisch kommt auf den Teller. Sind Fische seit Neustem ein Gemüse? Oder Obst?Dann kam er mit der genialen Frage, die ich hier draussen noch öfters höre, als in meiner Heimat (früher, als vegan zu leben noch nicht trendy war), "Du isst nur Gemüse?" Mein genervtes Ich antwortet dann in angemessenem Ton (angemessen für das genervte Ich, nicht für angemessen für den Fragesteller) "Nein. Ich esse einfach keine Tiere." Manch einer ist damit recht überfordert. Man könnte meinen in Japan bestehe ein Essen nur aus Fisch, Fleisch und Gemüse. Meines Wissens nach kommt zB. Tofu aus Japan... aber egal. 
Am schlimmsten war aber diese Gestikuliererei! Es war ihm nicht möglich zu sagen, hier links über die Strasse, nein, er holte mit seinem Arm aus, malte eine grosse Kurve in die Luft und deutete nach links. Im Lift/Fahrstuhl/Aufzug (darf ich an der Stelle "Fahrstuhl des Grauens" verwenden? denn für mich war es grauenvoll) steckte er beide Finger in die Ohren, gab seltsame Laute von sich und grunzte ein "Ah ears!", wegen dem bisschen Ohrendruck. Dies sowohl beim hoch- als auch beim runterfahren. Ich habe mich gar nicht fremdgeschämt... Wieso auch? Ich dachte wirklich, ich hätte die Zeiten des Fremdschämens hinter mir gelassen, aber dem ist definitiv nicht so. Vor Allem dann nicht, wenn andere Menschen, die sich ebenfalls in diesem Aufzug befinden, bestimmte Blicke zu werfen... 

Wieso treffe ich immer auf solche Leute??? (Weil Du sie online triffst? XD)

Dann erzählt er mir erneut, dass er keinen Alkohol trinkt, fragte mich aber, via LINE ob Alkohol in Ordnung wäre? WTF o_O Soll ich alleine eine Flasche Rotwein aussaufen und er schaut zu? So weit kommt's noch. 
Er erzählt mir ausserdem, dass er nicht kochen kann und mich bewundert, da ich es offenbar kann. Klar. Er kann kein Messer in die Hand nehmen, weil er sich als Kind mal geschnitten hat. Oookey? Ich habe mir als Kind auch mal die Finger auf diesen alten verdammten Herdplatten verbrannt, bin aber dennoch in der Lage mittels Herd zu kochen. 
Ausserdem habe er Angst vor Feuer. Er habe als Kind mal mit Feuer gespielt und sein Vater (der übrigens Alkoholiker war/ist) sei böse geworden und habe ihn irgendetwasunversändliches mit Gestik auf Haar und Gesicht. Hat er mir von einer Misshandlung erzählt? Wenn ja, wieso tut er das? 

Nach 60min wieder beim Bahnhof (und die Erkenntnis: Ich bin oberflächlich)

Wir sind dann wieder beim Bahnhof angekommen und ich habe gefragt, was wir noch machen. Er fragte, ob ich zum Tokyo Tower möchte. Nein. Ob ich zum Skytree möchte. NEIEN. Zuvor hatte er mich schon gefragt, als wir in weiter Ferne den Tokyo Skytree gesehen hatten, ob ich schon einmal da gewesen sei. Ja. Oh, wirklich? Ich meine, wirklich? JA! War allerdings enttäuschend und ist reine Zeit- und Geldverschwendung. Wieso sollte ich dann nochmals da hingehen wollen? 
Wir stehen also da, so mitten vor dem Bahnhof inmitten von Menschenmassen und ja. Stehen einfach da. Dann fragt er, ob ich schon einmal bei einem gewissen Tempel, dessen Namen ich vergessen habe, gewesen sei. Nein. Ob ich schon da in der Nähe gewesen sei. WTF?! Ob ich dahin gehen möchte. Sei in der Nähe von Shinagawa. Nein.
Er hat mich auch gefragt "Do you like Donkey Hotel?" Was antwortet man auf diese Frage? Ist in etwa so, als fragte ich Euch, oh meine Schweizer Leser, "Hey magsch de Coop?" oder für jene aus DE "Magst Du Aldi?". Im Fall Coop könnte man noch antworten, "Nei ich be es Migroschend!" oder bei Aldi könnte man ja noch entgegnen "Ich ziehe Lidl vor", aber zum Donkey Hotel gibt es einfach KEINE Alternative. Es ist ein riesiger Supermarkt. Soll ich sagen, "in meiner Freizeit lese ich gerne und verbringe viel Zeit im Donkey Hotel"?
Ob ich ok sei. Und an der Stelle hörte ich mich sagen, "Nein, ich bin angepisst.". Hinter einem Pfeiler suchte ich nach meiner Suica und verliess seine Erzählung (wenn er denn auch eine hat) durch das Ticketgate, über die Treppe hinauf zur Yamanote Line gen Shinagawa und mit mir die Freude darüber, dass er mir nicht gefolgt ist. 

Nun zur Erkenntnis. Ich kann nichts dafür. Es ist keine Absicht, aber ich bin oberflächlich. Denn, als wir so da vor dem Bahnhof gestanden haben, vom Neonlicht perfekt ausgeleuchtet, war mein erster und längster Gedanke folgender: 
  • Wenn wir uns eventuell hier fortbewegen könnten?! Bei diesem Licht sieht mich jeder mit dir! 
Ihr mögt mich nun für ein Arschloch halten, dann sei es eben so, aber es entspricht der Wahrheit. 
Hätte ich über den Entenschnabel, die Falten, die käseweise Haut, das schüttere Haar und die seltsame Gestik hinwegsehen und Freundschaft schliessen können? Ganz entschieden nein. Schon allein die Tatsache, dass er sehr dicht neben mir hergegangen ist und mich bei jeder Gelegenheit gestreift hat, was mich fast in den Wahnsinn getrieben, ist der Abscheu genug. Ich hatte mir echt überlegt, ob ich wie wahnsinnig zu schreien anfangen soll. Habe es dann aber gelassen. 

Ifi, mein Nachbar, den ich in Kyoto hatte, erzählte mir, der beste Weg, um aus einem miesen Date herauszukommen und sicher zu stellen, dass sich die Person nie wieder bei einem meldet ist, zu sagen man habe Durchfall. Ich überlegte mir ernsthaft, so etwas zu sagen... 

Dann fragte ich mich, wozu ich mir Gedanken um meine Haare gemacht habe, die mittlerweile fettig sind. Wieso ich die perfekten Augenbrauen quasi verschwenden musste? Immerhin ist mein Tommy Hilfiger Pulli so endlich mal rausgekommen. Schön für ihn.  

Brauchst du eine Louis Vuitton Tasche?

Das Merkwürdigste überhaupt und das gleich zu Beginn des Abends. Wir stehen vor dem Louis Vuitton und er fragt, ob ich shoppen gehen möchte. Wenn ja, soll ich ihm sagen, was ich brauche, er würde bezahlen. W-w-w-as?! Nein, danke. Er deutet auf das Louis Vuitton Geschäft und fragt allen Ernstes, ob ich denn keine neue Tasche brauche. Hätte ich ihm an der Stelle sagen sollen, dass ich nicht mal eine LV Tasche haben möchte, wenn es die letzte Tasche auf Erden wäre? Was soll das? Nein danke. Oh really? I mean, really? Ich sei einzigartig (das durfte ich 5x hören). Jede Frau liebt Shopping und Taschen. Danke. Ich habe eine Tasche wie man sieht. Aber nicht Louis Vuitton. Nein, ich bevorzuge Moschino oder Calvin Klein, oder COACH (Letztere besonders als Special Edition von Anna Sui, genannt Dragonfly, die ich mein Eigen nennen darf - eBay sei Dank. Hach ja, das ist wahre Liebe...) 
Er ist Buchhalter und verdient offenbar gut, aber sorry, so nicht. Wie verzweifelt kann man denn sein? 
An der Stelle möchte ich festhalten, ich bin definitiv nicht auf Geld aus, aber bin ungeduldig und oberflächlich. Klar würde ich gerne in Tokyo bleiben - aber nicht bei einem merkwürdigen und derart verzweifelten weissen Hemd, das bereits vor Einsamkeit trieft. Nein Danke. 


Allein in Gotanda - meine Gedanken, der schwarze Fluss und ich

Ich dachte, mein Styling ist zu perfekt, als das ich schon nachhause gehen könnte. So spielte ich mit dem Gedanken, mich ins HUB zu setzen und ein irisches Bier zu trinken. Ferner spielte ich auch mit dem Gedanken, mir ein zwei drei Bierchen im Supermarkt zu kaufen, mich aufs Hausdach zu setzen und dort allein zu trinken. Dies erschien mir dann aber ZU armselig, obschon das Dach eine wunderbare Aussicht bietet. Erst gesellte ich mich zu all den Einzelgängern, die auf Ego am Geländer lehnten und hörte dem einen Typen zu, der vor dem Bahnhof sein Equipment aufgebaut hatte und irgendwelche Schnulzen gesunden hat. Singen kann er, das muss man ihm lassen. 
Nach gut 30 Minuten ging ich am HUB vorbei und machte einen grosszügigen Umweg zum Supermarkt. So ein Nachtspaziergang ist doch etwas wunderbares! Bei der Brücke blieb ich stehen und betrachtete die Wolken am purpurnen Himmel, die es eilig hatten, vorbei zu ziehen. 
Ich kam nicht umhin mich zu fragen, was mir das Schicksal (in solchen Situationen auch unter dem Namen Arschloch bekannt) sagen will? Lebe ich wirklich nur, um andere (Euch, meine getreuen Leser) mit meinen Erlebnissen zu belustigen? Wer weiss... 
Jedenfalls verweilte ich eine Zeitlang dort mit Blick ins Wasser, wo sich etwas bewegte, was mich an "Das Floss" von Stephen King erinnerte, sich dann aber als Wind auf der Wasseroberfläche herausstellte. Zwei Typen gingen an mir vorbei, der einte wollte mich fragen, ob ich was trinken gehen wolle, sein Kumpel hat meinen finsteren Blick gesehen und ihn weggezogen - Ich hab's noch drauf ^_^ #yeah! 

Morgen treffe ich mich mit einer anderen Gestalt - in (bitte entschuldigt die Wortwahl) fucking SHINJUKU!!! Dem Stadtteil von Tokyo, in dem ich nebst Shibuya und Harajuku am wenigsten gerne sein möchte. Wir dürfen also gespannt sein, was der morgige, doch recht windige Tag, bringen wird ^^ Euch wünsch ich viel Spass - denn ich zweifle daran, dass ich meinen Spass haben werde... 

Hier in Tokyo ist es mittlerweile 00:40 und ich gehe jetzt meine perfekten Augenbrauen abschminken und mache mich bettfertig. 
Gute Nacht Euch

Und um dem Frausein gerecht zu werden: Ohje, was ziehe ich morgen bloss an?! Ich habe NICHTS anzuziehen!!! haha