Mir wurde die Ehre zu Teil in einem der wohl schönsten Hotels der Schweiz arbeiten zu dürfen. Von Bergen, Wäldern, See und Wasserfällen umgeben, waren die knapp 6 Monate nebst der Hektik der Hotellerie einfach traumhaft. Arbeiten möchte ich der Hektik wegen nicht mehr dort, aber übernachten tu ich alle Jahre mal wieder im "Märchenschloss".
Wir hatten Glasflaschen mit Kristallprägung. Das Etikett schien aus dem 17. Jahrhundert zu stammen und verriet den Namen des Hotels und ausserdem dass es sich um hoteleigenes Wasser handelte. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich nicht näher auf eben jenes Wasser eingehen werde, weil ich mich nicht plötzlich auf der Anklagebank eines Gerichtsaals wiederfinden möchte.
Die Gäste, die dieses Wasser bestellten, stellten oft die Frage, woher das Wasser denn sei? Ob es sich um Seewasser handle? Jene Frage erschien mir stets recht eigenartig. Seewasser für die Gäste eines hochangesehenen 4-Sternehauses... haha Nein. Es handelte sich dabei um Quellwasser.
Ich war beim Mittagsservice im Restaurant als ich von einem älteren Ehepaar gefragt wurde, was für Wasser das denn sei. Quellwasser von der hauseigenen Quelle. Der Mann schmunzelte und meinte, er habe schon gedacht, es sei vom Wasserfall. Ob wir Jemanden hätten, der die Flaschen da abfülle?
Da der Mann zu Scherzen aufgelegt war, entgegnete ich, dass unsere Azubis das zweifelhafte Vergnügen hätten, sich in die tosenden Fluten zu begeben und Wasser abzufüllen, wenn sie eines Fehlers bezichtigt würden. Der Mann schaute mich prüfenden Blickes an, merkte dann, dass es nicht ernst gemeint war und begann schallend zu lachen. Schliesslich stimmte auch seine Gattin und das Ehepaar am Nebentisch in das Gelächter ein.
Mir winkte nebst einem guten Trinkgeld im Verlauf des Nachmittages ein weiterer Schwatz mit eben jenem Paar. Da sie drei Tage bei uns waren, gab es bei jeder Begegnung etwas zu Lachen. ^_^
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