Sonntag, 31. August 2014

The SANDRIAN CHURCH

Der Medienrummel bei Erscheinen ihres Buches war nicht schlecht. Reporter aus aller Welt wollten ein Interview mit der Autorin bekommen.
In ihrem ersten Buch, erschienen in der Rubrik Erfahrungen, schildert die Autorin die Ereignisse vor, während und nach ihrer Zeit bei den SANDRIANERN.

Sie muss 16 gewesen sein, als sie erstmals Kontakt mit einem Mitglied der SANDRIANER hatte, doch wusste sie nichts von dessen Hintergrund.
Sie wusste auch nicht, dass sie den direkten Weg in deren Fänge beschritt, als ein Praktikum in diesem kleinen düsteren Buchladen des Herrn Sylvius absolvierte.

2 Jahre nach diesem Praktikum fand sie sich in den Fängen der SANDRIANER wieder, deren oberstes Gebot es war, sich den Menschen Untertan zu machen, ihn seelisch zu missbrauchen und zu foltern.
Sie schildert Praktiken der Gehirnwäsche, die auch bei ihr angewendet wurden. Sie sollte die SANDRIANER lieben und ehren. Sollte sich ihnen mit Leib und Seele verschreiben - was sie, um ihr Leben willen, auch tat.
Obschon sie gequält und gedemütigt wurde, unterwarf sie sich dem Orden. Hoffte auf Erlösung. Hoffte auf eine Aufnahme in die höheren Kreise - welche ihr stets verwehrt blieb, witterten die Oberen doch, ihre innere Abneigung gegen den Orden. Niemals hätte sie eine von ihnen sein wollen. Hinterhältig, intrigant, manipulierend, falsch und abgrundtief böse. So war sie weitere Jahre der Folter und Qual ausgesetzt.

Die SANDRIANER, welche ihren Sitz in der SANDRIAN CHURCH hatten (oder noch heute haben), galten nach Aussen hin, als Glaubensgemeinschaft. Als gute Samariter. Doch jeder, der sich etwas näher mit ihnen befasste, und es schaffte, nicht in deren Fänge zu geraten, wusste um die Wahrheit. Erkannte das Böse, das hinter den Backsteinmauern schlummerte.
Man kommt hinein, aber keiner kommt raus... 

Im Dorf wurde gemunkelt, es handle sich um Satanisten. Die Autorin dementierte dies vehement. Hätte sie die Wahl gehabt, hätte sie sich eher der FIRST CHURCH OF SATAN, denn der SANDRIAN CHURCH verschrieben. Aber diese Entscheidung wurde ihr damals von den SANDRIANERN abgenommen. Sie geriet in deren Klauen, an denen das Blut unzähliger Unschuldiger bzw. Ungläubiger haftet.

Nach Erscheinen ihres Buches wurden Stimmen gegen die SANDRIAN CHURCH laut. Die Zeitung BLICK widmete dem Thema ganze 4 Seiten. Die abscheulichen Bilder erhielten sie von einem anonymen Insider, so der Absender. Die Bilder wurden nur zensiert abgedruckt, da man sich nicht der Publikation von Snuff schuldig machen wollte. Im Internet kursierten die Bilder unzensiert nebst weiteren Fotos anderer "Glaubensgemeinschaften". Auf Youtube erschienen gar qualitativ schlechte Handyvideos, welche die Schilderungen der Autorin bestätigten, sich hinterher aber als Fake herausstellten.

Zwei Monate nach Erscheinen der autobiografischen Publikation mit dem Titel THE SANDRIAN CHURCH - Leidensgeschichte einer Abtrünnigen verschwand die Autorin spurlos. Verschwörungstheoretiker glauben, sie sei erneut in die Fänge des Ordens geraten. Nach zahlreichen Leserbriefen und öffentlichen Demos vor dem Bundeshaus in Bern, entschied sich die Zürcher Kantonspolizei doch noch dazu, den Hauptsitz der SANDRIAN CHURCH zu durchsuchen.
Was sie dort vorfanden, sollte die ganze Welt in Staunen versetzen.
Sie fanden nichts. Keinen Folterkeller, keine Leichen, ja noch nicht einmal einen Altar. Der Sitz erinnerte mehr an eine Hippie-Kommune, denn an einen Sektentempel, meinte der Sprecher der KaPoZürich.

Auf zahlreichen Webseiten lässt sich nachlesen, was Verschwörungstheoretiker zum Verschwinden der Autorin äussern. Diese behaupten, die SANDRIANER hätten lange genug Zeit gehabt, ihren Sitz auszuräumen, um ihn friedvoll wirken zu lassen. Wer weiss, was sich da im Keller abspielt?
Für die Polizei ist der Fall erledigt. Ein waghalsiger Journalist schlich sich bei den SANDRIANERN ein, und wurde die wieder gesehen, so verkünden es zumindest die Webseiten.

Wenn man den Schilderungen der Autorin Glauben schenken kann, und besonderes Augenmerk auf das Kapitel legt, in dem sie die Methoden beschreibt, mit denen Abtrünnige zu Tode gefoltert wurden, können wir nur hoffen, dass sie nicht mehr lebt.

Andere Seiten meinen ja, das Buch wäre ein riesengrosses Fake. Fiktiver Dünnschiss einer Frau, die einfach ein bisschen Aufmerksamkeit und Geld wollte, sich mit besagtem Geld irgendwo ins Ausland abgesetzt hat und sich über uns kaputt lacht.

Gestern wurde auf Youtube ein neues "Enthüllungsvideo" hochgeladen - und bereits weniger Minuten wieder gelöscht. Die Botschaft war:

Hütet Euch vor den SANDRIANERN. Sie sind überall. Sie sind unaufhaltsam... 

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Diese Geschichte ist Désirée Hasler (wuhuuu i ha mol ned Frey gseit) gewidmet... 

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