Willkommen zurück lieber Leser,
Schön, dass Du wieder hier bist - um Dich ein weiteres Mal an meinem Leid zu ergötzen.
Wer kennt das nicht? Eigentlich hat man etwas völlig Anderes geplant, aber Umstände der unumstösslichen Art machen die Planung zunichte und plötzlich befindet man sich in einem Szenario, welches so absurd ist, dass man es für einen Moment in einem Standbild einfriert, betrachtet und voller Entsetzen sagt:
"Das ist nicht mein Leben!"
Genau so sollte es mir ergehen... Die Erinnerung, die unsereins dann noch Jahrzehnte lang verfolgt, ist ein Fluch... So hat man dieses Szenario eigentlich nicht nur einmal durchlebt, nein man durchlebt sie immer wieder. Selbst die Gerüche sind präsent. Nicht einmal die Gerüche kann mein Gehirn vergessen!
Irgendwo habe ich gelesen, dass die Hölle, die Wiederholung sei.
Stephen King hat eine wunderbare Kurzgeschichte zu genau diesem Thema veröffentlicht. Das Leben nach dem Tod enthalten in Basar der bösen Träume.
Wie dem auch sei, ich möchte.... ("möchte"? Modalverb... "möchte" ist das gänzlich falsche Verb) ich WERDE nun gleich mit der eigentlichen Erzählung beginnen, doch ehe ich dies tue, komme ich nicht umhin anzumerken...
VORSATZ 2018 #1
Ich werde wieder mehr schreiben. Oh, wie wortgewandt wir doch heute sind... "mehr schreiben". Was soll das heissen? Ich werde längere Einträge schreiben? Ich werde das Wort "mehr" schreiben?
Ich werde häufiger schreiben, soll das heissen.
Vorgenommen habe ich mir, den Sonntag der Schreiberei und des Bloggens zu widmen. Heute haben wir zwar Montag, aber dieser Silvester-Eintrag muss raus!
DER EIGENTLICHE EINTRAG BEGINNT HIER:
Als Einleitung passt der Comic vom ComicGott Adam Ellis perfekt:
Es zeigt wahrheitsgetreu mein Leben im Bezug auf Silvester.
Im Kindesalter war es super! Man durfte endlich mal bis um Mitternacht aufbleiben. Ich erinnere mich an einen Monopolyabend mit Verwandten... Im Teeniealter war dann Party angesagt! Ich erinnere mich an einen Black Metal Event von Dark Forest, der mir in Erinnerung geblieben ist. In den Zwanzigern folgte das Grauen, über welches ich hier schreiben werde und etwa so haben wir ausgesehen, wie im Comic. In den Dreissigern wurde mir Silvester völlig egal. Zweimal habe ich es bereits verschlafen... Ju:Hu.
Haha nein, ich werde nicht über den gestrigen Abend berichten. Sondern über ein Silvester im Jahr... in welchem Jahr war das noch gleich? Moment, ich muss meine Moleskine konsultieren.
Während ich das mache, geniesst dieses Musikvideo von Goldfrapp. Ich höre den Song schon den ganzen Vormittag powerplay. Kennen tue ich ihn exakt seit dem 29.12.2017. Er kam in der Episode Crocodile von Black Mirror vor.
So, ich bin fündig geworden. Es handelt sich hier um den Neujahrsabend des Jahres 2005. ...2005...
...als ich jung war...
Jedenfalls hatte ich damals diesen Freund, ein Muttersöhnchen sondergleichen! Heute arbeitet er als Mittelstufenlehrer. Das hat zumindest eine Stalkingreise durchs WWW ergeben.
Wie das mit Exen oftmals so ist, kann man sich, nachdem man die Beziehung beendet hat, nicht erklären, wieso man sich je darauf eingelassen hat. So ergeht es auch mir.
Jedenfalls ereignete sich dieses gar grausige Silvester-Highlight während meiner Black-Metal-Ära, welcher der heutige Lehrer ebenso angehört hat.
Eigentlich gab es eine Purplemoon-Party, auf der ein Bekannter anzutreffen gewesen wäre. Die andere Option wäre ein Black-Metal-Konzert gewesen. Zu Letzterem hatte ich mich hinreissen lassen und bereits mit allen Bekannten und Freunden den Abend besprochen. Es war fix. Ich würde Silvester 2005 umgeben von urchigen Black Metal Klängen und unzähligen Litern Bier verbringen. Perfekt!
Der heutige Lehrer, nennen wir ihn der Einfachheit halber Waschi (für Waschlappen), hatte zugestimmt. Doch just am Abend zuvor meinte er dann, es ginge nicht. Ähm?! Wie bitte?!
Er müsse mit "Mutti" und "Vati" feiern. Gedanklich ging ich die Liste der Freunde durch, die den selben Weg zur BM-Party hatten, wie ich und fragte mich, an wessen Fersen ich mich dann wohl heften könnte, als er dann sprach, ich sei auch eingeladen. *schluck*
Silvester mit seinen, mich nicht mögenden Eltern verbringen? Na wundervoll!
Als dann auch noch seine Mutter darauf bestehen sollte, dass ich mitginge, willigte ich schliesslich ein. Glücklich war ich darüber nicht.
Ich benachrichtige meine Freunde, dass ich doch nicht kommen könne, da ich mit Waschi und dessen Sippe zelebrieren müsse. Dafür erntete ich grosses Mitleid.
Der Silvesterabend war da. Ich betrat das Haus von Waschis Familie. Es herrschte grosse Aufregung. Waschis Vater war sichtlich erleichtert, dass man keines meiner Tattoos sehen konnte.
Wir stiegen ins Auto. In diese Familienschaukel. Ich war bereits genervt.
Ehe wir zum Restaurant fahren konnten, mussten wir noch einen Umweg machen und den "Grossvati" abholen. Wenn es denn nur ein Abholen gewesen wäre. Nein, wir mussten aussteigen und in diese Raucherwohnung gehen. Wieso wir gute 30min darin bleiben mussten, entzieht sich meinem Verständnis bis heute. Jedenfalls konnten wir dann endlich weiterziehen. Ich war noch genervter und hatte Kopfschmerzen, aufgrund des Rauchinhalierens.
NÄCHSTER HALT: RESTAURANT
Wir kehrten in einem Restaurant ein, welches ein Silvestermenü servierte. Sonst nichts. Waschis Vater wusste um die Tatsache, dass ich seit frühster Kindheit keine Tiere esse. Es war ihm egal. Ignorant.
Ich betrachtete das Menü... Ekel und Sorge keimten in mir auf. Also erdreistete ich mich zu fragen, ob sie auch etwas anderes hätten. Die Kellnerin verneinte stirnrunzelnd.
Also ging ich einen Schritt weiter und teilte ihr mit, ich sei Vegetarierin (damals noch keine Veganerin). Sie runzelte wieder die Stirn. Sie schaue, was sich machen lässt. Und dann fragte sie allen Ernstes, ob ich den Fisch denn essen würde. Himmelarschundzwirn! Ich esse keine Tiere, aber Fisch geht in Ordnung! Echt, wie beschränkt ist die Menschheit eigentlich?
Jedenfalls erntete ich für das "Nein" und auch schon nur für das fragen, nach einer vegetarischen Alternative finstere Blicke von Waschis Vater. Er sagte noch nichts.
Das Essen wurde serviert. Mein Salat war ohne Speckwürfel. Welche Freude!
Als Hauptgang bekam ich breite Bandnudeln die nur so in Butter gebadet worden waren. Igitt. Bohnen im Speckmantel. Gemüse. Die Anderen hatten noch ein Stück eines toten Tieres auf ihren Tellern. Ich fragte Waschi, ob er meine Bohnen essen möchte. Da platze seinem alten Herren der Kragen und er keifte mich an, was denn jetzt daran wieder nicht gut sei.
"Sie sind vom Speck kontaminiert."
"Das kann man abmachen!"
"Trotzdem riechen und schmecken sie dann nach Speck."
Daraufhin folgte ein Monolog, wie man sich nur so anstellen könne, und dass jeder normale Mensch das essen würde. Er wollte mich provozieren und hatte es geschafft. Also entgegnete ich, dass ich als anomaler Mensch eben keine Tierkadaver esse. Er könne mich ja in einer Zwangsjacke abführen lassen. Waschi wollte mich beruhigen, sein Vater hätte mir wohl am liebsten eine runtergehauen. Waschis Mutter, beruhigte ihren Göttergatten. Für ihn war der Abend wohl gelaufen. Selbst Schuld.
Nachdem Essen dachte ich, wir würden nach hause gehen, aber nein. Wir sollten weiterziehen, weil "Grossvati" mit seinen Bekannten Silvester feiern wollte - und wir mussten mit...
NÄCHSTER HALT: MIEFIGER SPUNTEN
Wir fuhren über die Lande... Irgendwann waren keine Lichter mehr zu erkennen. Um uns herum die ewige Finsternis. In der Ferne war der Saum eines Waldes auszumachen. Wo zur Hölle waren wir?
Die Gegend liess vermuten, dass wir bald in der Ferne das Hewitt-House aus Texas Chainsaw Massacre erreichen und einen qualvollen Tod sterben würden...
In der Ferne waren dann wirklich Lichter zu sehen. Es war das Restaurant. Wie kann ein Restaurant, derart fernab jeglicher Zivilisation nur existieren?
Wie dem auch sei, hatten wir unser Ziel bald erreicht. Ich kann nicht behaupten, dass dies irgendeine positive Regung in mir ausgelöst hätte. Immerhin war die Luft im Auto verhältnismässig klar und rein.
Wir verliessen das Auto und uns in die nächste Hölle zu begeben. Der Beiz Decke war sehr niedrig. Kein Problem für mich. Menschen die über 180cm messen hätten aber ihre Probleme gehabt. Wir gingen durch einen schmalen niedrigen Korridor, der für Klaustrophobiker die reinste Tortur gewesen wäre. Bereits da hiess uns ein beissender Gestank willkommen. Nikotin. Altes ja nahezu prähistorische Nikotinablagerungen gemischt mit frischem Rauch. Beissend. Die Atemwege verätzend. Die Lunge schwärzend. Als wir die Gaststube betraten, schwebte uns ausserdem der Geruch nach alten ungewaschenen Menschen entgegen. "Grossvati" begrüsste alle seine Kollegen und Bekannten und feierte ausgelassen mit denen. Ich hatte Kopfschmerzen und dem Leben nahezu überdrüssig. Wir sollten bis Mitternacht dort ausharren müssen.
Auf die Frage, was ich trinken möchte, sagte die Zicke in mir völlig entnervt in ihrer besten Divastimme "Danke. Bin bedient!" Waschis Vater regte sich bereits zum dritten Mal über meine Person auf. Es war mir egal. Die Lautstärke und die Gerüche und das Fehlen von Sauerstoff waren unerträglich. Irgendwann meinte auch Waschis Mutter, sie möchte gehen. Auch sie hatte Kopfschmerzen und fand den Geruch unausstehlich.
Waschis Vater hingegen meinte, sie solle sich nicht so aufführen. Schliesslich sie es sein Vater und der möchte nunmal mit seinen Bekannten feiern.
...als ich jung war...
Jedenfalls hatte ich damals diesen Freund, ein Muttersöhnchen sondergleichen! Heute arbeitet er als Mittelstufenlehrer. Das hat zumindest eine Stalkingreise durchs WWW ergeben.
Wie das mit Exen oftmals so ist, kann man sich, nachdem man die Beziehung beendet hat, nicht erklären, wieso man sich je darauf eingelassen hat. So ergeht es auch mir.
Jedenfalls ereignete sich dieses gar grausige Silvester-Highlight während meiner Black-Metal-Ära, welcher der heutige Lehrer ebenso angehört hat.
Eigentlich gab es eine Purplemoon-Party, auf der ein Bekannter anzutreffen gewesen wäre. Die andere Option wäre ein Black-Metal-Konzert gewesen. Zu Letzterem hatte ich mich hinreissen lassen und bereits mit allen Bekannten und Freunden den Abend besprochen. Es war fix. Ich würde Silvester 2005 umgeben von urchigen Black Metal Klängen und unzähligen Litern Bier verbringen. Perfekt!
Der heutige Lehrer, nennen wir ihn der Einfachheit halber Waschi (für Waschlappen), hatte zugestimmt. Doch just am Abend zuvor meinte er dann, es ginge nicht. Ähm?! Wie bitte?!
Er müsse mit "Mutti" und "Vati" feiern. Gedanklich ging ich die Liste der Freunde durch, die den selben Weg zur BM-Party hatten, wie ich und fragte mich, an wessen Fersen ich mich dann wohl heften könnte, als er dann sprach, ich sei auch eingeladen. *schluck*
Silvester mit seinen, mich nicht mögenden Eltern verbringen? Na wundervoll!
Als dann auch noch seine Mutter darauf bestehen sollte, dass ich mitginge, willigte ich schliesslich ein. Glücklich war ich darüber nicht.
Ich benachrichtige meine Freunde, dass ich doch nicht kommen könne, da ich mit Waschi und dessen Sippe zelebrieren müsse. Dafür erntete ich grosses Mitleid.
Der Silvesterabend war da. Ich betrat das Haus von Waschis Familie. Es herrschte grosse Aufregung. Waschis Vater war sichtlich erleichtert, dass man keines meiner Tattoos sehen konnte.
Wir stiegen ins Auto. In diese Familienschaukel. Ich war bereits genervt.
Ehe wir zum Restaurant fahren konnten, mussten wir noch einen Umweg machen und den "Grossvati" abholen. Wenn es denn nur ein Abholen gewesen wäre. Nein, wir mussten aussteigen und in diese Raucherwohnung gehen. Wieso wir gute 30min darin bleiben mussten, entzieht sich meinem Verständnis bis heute. Jedenfalls konnten wir dann endlich weiterziehen. Ich war noch genervter und hatte Kopfschmerzen, aufgrund des Rauchinhalierens.
NÄCHSTER HALT: RESTAURANT
Wir kehrten in einem Restaurant ein, welches ein Silvestermenü servierte. Sonst nichts. Waschis Vater wusste um die Tatsache, dass ich seit frühster Kindheit keine Tiere esse. Es war ihm egal. Ignorant.
Ich betrachtete das Menü... Ekel und Sorge keimten in mir auf. Also erdreistete ich mich zu fragen, ob sie auch etwas anderes hätten. Die Kellnerin verneinte stirnrunzelnd.
Also ging ich einen Schritt weiter und teilte ihr mit, ich sei Vegetarierin (damals noch keine Veganerin). Sie runzelte wieder die Stirn. Sie schaue, was sich machen lässt. Und dann fragte sie allen Ernstes, ob ich den Fisch denn essen würde. Himmelarschundzwirn! Ich esse keine Tiere, aber Fisch geht in Ordnung! Echt, wie beschränkt ist die Menschheit eigentlich?
Jedenfalls erntete ich für das "Nein" und auch schon nur für das fragen, nach einer vegetarischen Alternative finstere Blicke von Waschis Vater. Er sagte noch nichts.
Das Essen wurde serviert. Mein Salat war ohne Speckwürfel. Welche Freude!
Als Hauptgang bekam ich breite Bandnudeln die nur so in Butter gebadet worden waren. Igitt. Bohnen im Speckmantel. Gemüse. Die Anderen hatten noch ein Stück eines toten Tieres auf ihren Tellern. Ich fragte Waschi, ob er meine Bohnen essen möchte. Da platze seinem alten Herren der Kragen und er keifte mich an, was denn jetzt daran wieder nicht gut sei.
"Sie sind vom Speck kontaminiert."
"Das kann man abmachen!"
"Trotzdem riechen und schmecken sie dann nach Speck."
Daraufhin folgte ein Monolog, wie man sich nur so anstellen könne, und dass jeder normale Mensch das essen würde. Er wollte mich provozieren und hatte es geschafft. Also entgegnete ich, dass ich als anomaler Mensch eben keine Tierkadaver esse. Er könne mich ja in einer Zwangsjacke abführen lassen. Waschi wollte mich beruhigen, sein Vater hätte mir wohl am liebsten eine runtergehauen. Waschis Mutter, beruhigte ihren Göttergatten. Für ihn war der Abend wohl gelaufen. Selbst Schuld.
Nachdem Essen dachte ich, wir würden nach hause gehen, aber nein. Wir sollten weiterziehen, weil "Grossvati" mit seinen Bekannten Silvester feiern wollte - und wir mussten mit...
NÄCHSTER HALT: MIEFIGER SPUNTEN
Wir fuhren über die Lande... Irgendwann waren keine Lichter mehr zu erkennen. Um uns herum die ewige Finsternis. In der Ferne war der Saum eines Waldes auszumachen. Wo zur Hölle waren wir?
In der Ferne waren dann wirklich Lichter zu sehen. Es war das Restaurant. Wie kann ein Restaurant, derart fernab jeglicher Zivilisation nur existieren?
Wie dem auch sei, hatten wir unser Ziel bald erreicht. Ich kann nicht behaupten, dass dies irgendeine positive Regung in mir ausgelöst hätte. Immerhin war die Luft im Auto verhältnismässig klar und rein.
Wir verliessen das Auto und uns in die nächste Hölle zu begeben. Der Beiz Decke war sehr niedrig. Kein Problem für mich. Menschen die über 180cm messen hätten aber ihre Probleme gehabt. Wir gingen durch einen schmalen niedrigen Korridor, der für Klaustrophobiker die reinste Tortur gewesen wäre. Bereits da hiess uns ein beissender Gestank willkommen. Nikotin. Altes ja nahezu prähistorische Nikotinablagerungen gemischt mit frischem Rauch. Beissend. Die Atemwege verätzend. Die Lunge schwärzend. Als wir die Gaststube betraten, schwebte uns ausserdem der Geruch nach alten ungewaschenen Menschen entgegen. "Grossvati" begrüsste alle seine Kollegen und Bekannten und feierte ausgelassen mit denen. Ich hatte Kopfschmerzen und dem Leben nahezu überdrüssig. Wir sollten bis Mitternacht dort ausharren müssen.
Auf die Frage, was ich trinken möchte, sagte die Zicke in mir völlig entnervt in ihrer besten Divastimme "Danke. Bin bedient!" Waschis Vater regte sich bereits zum dritten Mal über meine Person auf. Es war mir egal. Die Lautstärke und die Gerüche und das Fehlen von Sauerstoff waren unerträglich. Irgendwann meinte auch Waschis Mutter, sie möchte gehen. Auch sie hatte Kopfschmerzen und fand den Geruch unausstehlich.
Waschis Vater hingegen meinte, sie solle sich nicht so aufführen. Schliesslich sie es sein Vater und der möchte nunmal mit seinen Bekannten feiern.
"Wieso verschieben wir nicht noch gleich die Erdachse,
um das Wetter für ihn angenehmer zu gestalten?"
Es schien, als hätten die Beiden eine Meinungsverschiedenheit. Gut.
Die Zustände in diesem Spunten hätte man sich nicht einmal schön trinken können. Gefühlte 5 Stunden mussten wir dort bleiben. Wie Gefangene...
Als dann endlich gezählt rückwärts gezählt und dann jubiliert wurde, jubilierte ich innerlich! Wir hatten es geschafft! Es war endlich Mitternacht! Wir sollten erlöst sein!
Doch wider meiner Vorstellung, wir würden aufspringen und hinausrennen, als wäre der Teufel persönlich hinter uns her, blieb man einfach sitzen. Panik keimte in mir auf! Doch dann griff Waschis Mutter nach ihrem Schal und legte ihn sich um den Hals. Sie war startklar. Waschis Vater warf ihr einen vielsagenden und finsteren Blick zu. Ich zog meine Jacke an. Der zweite finstere Blick galt mir. Waschis Mutter erhob sich. In dem Moment hätte ich diese Frau umarmen können! Wir waren startklar. Doch "Grossvati" musste sich erst noch von all seinen 100 Bekannten verabschieden. Das machte nichts. Waschis Mutter und ich warteten draussen in der kühlen und klaren, sauerstoffschwangeren Nacht. Meine Lungenflügel jubilierten! Waschis Mutter meinte, sie habe es auch nicht mehr ausgehalten da drinnen. Der Gestank sei ja grausam gewesen. Wenn es nur der Gestank gewesen wäre... Die ganze verdammte Nacht war nicht zum Aushalten gewesen...
Kurz darauf trennten sich die Wege von Waschi und mir...


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