Wer kennt nicht das Spiel Cluedo? Wer hat wen, womit und wo umgebracht?
In meinem Fall war es der Gärtner mit blossen Händen in seinem Wohnzimmer.
Mir ist nach wie vor unverständlich, wie man so völlig von Sinnen sein kann. So absolut bekloppt. Geisteskrank. Wahnsinnig. Gestört. Dumm! Wie kann man so dumm sein?
Wie kann man zu einem fremden Mann nach hause gehen? Dazu noch zu einem, den man übers Internet kennengelernt hat? Tja, diesen Fehler macht man einmal und dann nie wieder. Man überlebt nicht.
Von Charlotte Link existiert ein Buch mit dem Titel "Die letzte Spur", in dem es um eine Frau geht, die am Flughafen auf einen Fremden trifft, mit ihm mitgeht und dann ward sie nicht mehr gesehen.
So erging es auch meiner ehemaligen Mitbewohnerin Sofia. Sie lernte im Internet, auf Facebook einen Typen kennen. Tag und Nacht waren die beiden am facetimen. Sie schwärmte, als wäre sie wieder 15 Jahre alt. Als sie mir dann sagte, sie würde sich mit ihm treffen, fragte ich nach dem Ort. Sie würde zu ihm nach hause gehen. Er habe ein grosses Haus am Zürichsee. Er sei ohnehin voll der Bonz.
Ich fragte sie, ob sie bescheuert sei. Wie kann man in unseren aufgeklärten Zeiten zu einem wildfremden Menschen nach hause gehen?! Wie. Was stimmt in diesem Oberstübchen nicht?
Steht man wirklich eines Tages auf und denkt sich, "so, heute lasse ich mich ermorden."? Wirklich?
Nun gut... Sofia wollte nicht auf mich hören. Ich sei zu ängstlich, schrie sie mir entgegen. Dies sei einer der zahlreichen Gründe, wieso ich Single sei. Sie kenne ihn. Er sei super und ich hätte keine Ahnung! Mit den Worten knallte sie die Tür hinter sich zu und verschwand. Im wütenden Stechschritt stampfte sie zum Bahnhof, stieg in den Zug nach Zürich und verschwand aus meinem Leben.
Sofia wollte zu Lebzeiten immer instafame sein. Nach ihrem Tod hatte sie ein paar Wochen des Ruhmes. Ihr Gesicht zierte, manchmal mit Zensurbalken über den Augen, manchmal ohne, die Titelseiten diverser Zeitungen. Der Blick widmete ihr eine Doppelseite. Ihr kennt den Blick. Der Text begann wahrhaftig mit "Es war ein wunderbarer Herbsttag, als Sofia S.* (*Name der Redaktion bekannt) ihr wohlbehütetes Zuhause verliess und in einen Zug nach Zürich stieg. Während der Fahrt blickte sie verträumt aus dem Fenster und betrachtete die bunten Herbstfarben...." Ehrlich?! Blick? Ernsthaft?!
TeleM1 berichtete über den "grausigen Fund" einer Leiche. Auch das deutsche Fernsehen berichtete über diesen Fall. Einige Zeitungen brachten Vergleiche mit John Wayne Gacy und Ted Bundy. "Als wären Gacy und Bundy in einer Person auferstanden" schrieb ein pickelgesichtiger Praktikant von 20min. Es waren nur wenige Textzeilen, aber die hatten mehr Fehler als er Pickel im Gesicht.
Als man des Gärtners Garten umgegraben hatte, fand man die Leichen von 12 jungen Frauen. Die verstümmelten und geschändeten Leichen von 12 Teenagern. Der angebliche "Bonz" war ein abgehalfterter 56jähriger ehemaliger Gärtner, der vom Amt lebte. Das Haus am See gehörte nicht ihm. Er bewohnte es, da es leer stand.
Im Internet gab er sich als 22-jähriger Züricher-Bonzenboooi aus. Seine Bilder hatte er von Google. Für Facetime nutzte er einen Filter.
Ja, und so lockte er zahlreiche Teens in "sein" Haus am See. Die Einen wurden mit Wein abgefüllt. Andere betäubt. Alle wurden sie geschändet - postmortem. Hinterher verstückelt und im Garten vergraben. Der Typ verbrachte verdammt viel Zeit mit Gartenarbeit, sagten die Nachbarn in einem Interview.
Tja, was sagt uns das? Das Internet ist voller Psychopathen. Und ich? Ich musste mir eine neue Mitbewohnerin suchen.
In meinem Fall war es der Gärtner mit blossen Händen in seinem Wohnzimmer.
Mir ist nach wie vor unverständlich, wie man so völlig von Sinnen sein kann. So absolut bekloppt. Geisteskrank. Wahnsinnig. Gestört. Dumm! Wie kann man so dumm sein?
Wie kann man zu einem fremden Mann nach hause gehen? Dazu noch zu einem, den man übers Internet kennengelernt hat? Tja, diesen Fehler macht man einmal und dann nie wieder. Man überlebt nicht.
Von Charlotte Link existiert ein Buch mit dem Titel "Die letzte Spur", in dem es um eine Frau geht, die am Flughafen auf einen Fremden trifft, mit ihm mitgeht und dann ward sie nicht mehr gesehen.
So erging es auch meiner ehemaligen Mitbewohnerin Sofia. Sie lernte im Internet, auf Facebook einen Typen kennen. Tag und Nacht waren die beiden am facetimen. Sie schwärmte, als wäre sie wieder 15 Jahre alt. Als sie mir dann sagte, sie würde sich mit ihm treffen, fragte ich nach dem Ort. Sie würde zu ihm nach hause gehen. Er habe ein grosses Haus am Zürichsee. Er sei ohnehin voll der Bonz.
Ich fragte sie, ob sie bescheuert sei. Wie kann man in unseren aufgeklärten Zeiten zu einem wildfremden Menschen nach hause gehen?! Wie. Was stimmt in diesem Oberstübchen nicht?
Steht man wirklich eines Tages auf und denkt sich, "so, heute lasse ich mich ermorden."? Wirklich?
Nun gut... Sofia wollte nicht auf mich hören. Ich sei zu ängstlich, schrie sie mir entgegen. Dies sei einer der zahlreichen Gründe, wieso ich Single sei. Sie kenne ihn. Er sei super und ich hätte keine Ahnung! Mit den Worten knallte sie die Tür hinter sich zu und verschwand. Im wütenden Stechschritt stampfte sie zum Bahnhof, stieg in den Zug nach Zürich und verschwand aus meinem Leben.
Sofia wollte zu Lebzeiten immer instafame sein. Nach ihrem Tod hatte sie ein paar Wochen des Ruhmes. Ihr Gesicht zierte, manchmal mit Zensurbalken über den Augen, manchmal ohne, die Titelseiten diverser Zeitungen. Der Blick widmete ihr eine Doppelseite. Ihr kennt den Blick. Der Text begann wahrhaftig mit "Es war ein wunderbarer Herbsttag, als Sofia S.* (*Name der Redaktion bekannt) ihr wohlbehütetes Zuhause verliess und in einen Zug nach Zürich stieg. Während der Fahrt blickte sie verträumt aus dem Fenster und betrachtete die bunten Herbstfarben...." Ehrlich?! Blick? Ernsthaft?!
TeleM1 berichtete über den "grausigen Fund" einer Leiche. Auch das deutsche Fernsehen berichtete über diesen Fall. Einige Zeitungen brachten Vergleiche mit John Wayne Gacy und Ted Bundy. "Als wären Gacy und Bundy in einer Person auferstanden" schrieb ein pickelgesichtiger Praktikant von 20min. Es waren nur wenige Textzeilen, aber die hatten mehr Fehler als er Pickel im Gesicht.
Als man des Gärtners Garten umgegraben hatte, fand man die Leichen von 12 jungen Frauen. Die verstümmelten und geschändeten Leichen von 12 Teenagern. Der angebliche "Bonz" war ein abgehalfterter 56jähriger ehemaliger Gärtner, der vom Amt lebte. Das Haus am See gehörte nicht ihm. Er bewohnte es, da es leer stand.
Im Internet gab er sich als 22-jähriger Züricher-Bonzenboooi aus. Seine Bilder hatte er von Google. Für Facetime nutzte er einen Filter.
Ja, und so lockte er zahlreiche Teens in "sein" Haus am See. Die Einen wurden mit Wein abgefüllt. Andere betäubt. Alle wurden sie geschändet - postmortem. Hinterher verstückelt und im Garten vergraben. Der Typ verbrachte verdammt viel Zeit mit Gartenarbeit, sagten die Nachbarn in einem Interview.
Tja, was sagt uns das? Das Internet ist voller Psychopathen. Und ich? Ich musste mir eine neue Mitbewohnerin suchen.
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